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| Foto: 90 Jahre Iceburgs Club |
27.02.2019
90 Jahre Bondi Icebergs Club
1929 wurde der Iceburgs Club eröffnet, damit sich die Lifesavers auch im Winter fit halten können. Auch im Sommer sind meist mindestens 2 Bahnen gleich um 6 Uhr morgens mit Trainingsgruppen belegt (sogenannte "squads"). Schwimmen bei Sonnenaufgang im kalten Meerwasser, wenn man davon nicht herrlich wach und fit wird.
Ich bin mir sicher, Big Sis würde ihn fleissig nutzen, wenn sie in Bondi leben würde. Happy Birthday!!!
25.02.2019
mit roomie
Eine der schönsten Erinnerungen an den diesjährigen CNY-Urlaub hat weniger mit dem Ort als mit Roomie zu tun, die auch in Sydney war, was natürlich eine Vielzahl wundervoller Erinnerungen an die Auszeit zurückbrachte. Roomie ist inbetween-jobs, also eine perfekte Gelegenheit für einen längeren Urlaub in der alten Heimat. Und so als ob wir alle in Sydney leben würden, haben wir uns ganz normal und manchmal zufällig am Strand, mal zum Kaffee, mal Dinner, mal am Opera House getroffen. Herrlich.
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| Foto: Can the sky be any bluer for the Bondi-girls from Germany :) |
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23.02.2019
Strandspaziergang
Wir sind wieder zurück von unseren herrlichen 2 Wochen "Sommer im Winter". Sydney hat sich von seiner allerbesten Seite gezeigt: nicht zu heiss, viel Sonne, tolle Sonnenauf- und untergänge, viel Bio-Essen, neue Apple-iphone-ipad-App-Kurse zur Inspiration (heissen jetzt 'Labs" oder "skill classes") etc. Zwei Dinge, die mir besonders aufgefallen sind, weil ich sie sehr vermisse seit wir in China sind: frische Luft und unsere Jeju Insel als Wochenendzufluchtsort von der Grossstadt.
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| Foto: Strandspaziergang in Bondi |
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21.02.2019
Glückskeks
Was man früher aus Chinarestaurants in Deutschland kannte, waren (schlecht/trocken schmeckende) Glückskekse. Hier in China habe ich so etwas noch nie gesehen. JTEBS (ohne sorgfältige Recherche, aber es erscheint plausibel:) http://karina-wissenswertes.blogspot.com/woher-kommen-gluckskekse: Erfinder der Glückskekse war nämlich kein Chinese, sondern ein Japaner – und der lebte noch nicht einmal in Asien, sondern in den USA. Anfang des 20. Jh. betrieb der japanische Einwanderer Makato Hagiwara in San Francisco einen japanischen Teegarten. Dort kam er auf die Idee, Glückskekse zum Tee zu verteilen – und sie seinen Gästen auch mit auf den Heimweg zu geben, damit diese sich über die fernöstlichen Weisheiten unterhalten und lange an ihn zurückdenken mögen. Und dies ist doch mal ein toller Spruch:
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| Foto: fortune cookie |
19.02.2019
eine Frage des Anstands
Wer in China zum Essen einlädt, trägt Sorge, dass ausreichend vorhanden ist. Sicheres Zeichen, dass es so war: es bleibt viel übrig. Immer mehr Chinesen finden inzwischen (oder wird es propagiert?), dass dies Verschwendung ist, aber bei offiziellen Anlässen ist es immer noch eine Frage des Anstands, dass viel übrig bleiben muss.
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| Foto: Reste |
Einpacken lassen? Ja, das gibt es auch, allerdings ist das meiste Essen nicht geeignet zum Wiederaufwärmen wie z. B. Fisch (ist bei uns ja auch so), Gemüse (huch? wegen hoher Nitritbelastung), also wird, wenn überhaupt, nur Fleisch mitgenommen.
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17.02.2019
hunting month
Der letzte Monat des Jahres laut Mondkalender (also Januar) war "Jagd Monat", eine alte Tradition in Vorbereitung auf das anstehende Frühlingsfest, die direkt bei uns um die Ecke zu beobachten war, denn überall hing "Erlegtes" zum Trocken in den kleinen Seitengassen und Strassen.
www.chinadaily.com.cn/201901/huntingmonth: The last month of the lunar calendar used to be called the Hunting Month in more rustic times. That was when traps were set in the wild to catch pheasants, rabbits, deer and wild boar in preparation for the rounds of feasting during the Spring Festival, just weeks away. These days, the meats are still cured and hung up to dry in the chilly winds. Layue has come to represent a time for preparing and curing meats, known as larou...The Hunting Month may have slowly evolved into the curing month, but it is still part of a culinary tradition that's a prelude to the most-important celebration of the entire lunar year.
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| Foto: aufgehängt zum Trocknen |
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15.02.2019
Schrittzähler
Ein Abschiedsgeschenk des Team in Korea war ein Garmin ForRunner 935 Fitness Tracker, den ich jetzt als "Kumpel" tatsächlich immer um habe, um die "Bewegung im Alltag" zu messen. Normaler Bürotag: nicht mehr als 5.000 Schritte, aber inzwischen immer 10 Stockwerke (denn dann bekomme ich ein kleiner "Erfolgs-Feuerwerk" angezeigt und bin stolz). Auf über 15.000 Schritte kommt man nur an einem Wochenendtag mit einigermassen guter Luft - und jetzt bestimmt in Sydney, wo wir wieder über CNY sind.
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| Foto: Tracker |
13.02.2019
[CHN vs KOR] - elevated roads
In Korea gabe es die breiten daeros (4-und mehr spurige Boulevards) durch Seoul, um den Verkehr besser fliessen zu lassen. In Shanghai gibt es die Hochstrassen, elevated roads, die sozusagen als Doppeldecker durch die Stadt verlaufen. Beiden keine Lösung mehr in den Stosszeiten, denn es staut sich trotzdem, insbesondere bei den Ab- und Zufahrten.
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| Foto: Kreuzung |
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11.02.2019
Variety Show
Als Marke scheint man in China immer Ausschau nach neuen oder grossen Variety Shows Ausschau zu halten, die man sponsorn kann und in deren Werbeblöcken man zumindestens schalten sollte.
Der Begriff "Variety Show" hat nicht mehr viel mit dem guten alten Varieté oder Varietétheater zu tun (aus dem franz.: théâtre (Theater) und variété (Abwechslung, bunte Vielfalt) wobei viele Elemente doch noch gleich sind: eine Bühne mit bunt wechselndem Programm für akrobatisch-artistische, tänzerische oder musikalische Vorstellungen. Dazugekommen sind inzwischen meist eine Heerschar an Juroren und Celebrities, die zwischendurch reden, Verkaufs- und Werbeblöcke, Online- oder TV-Übertragungen sowie ausgefeilte High-Tech-Bühnentechnik mit virtuellen Einblendungen. Die größten Variety Shows in China sind die Chinesische Neujahrshow und eine Verkaufsshow der eCommerce Plattform Tmall am 11.11. (Double11, oder auch "Single-Day", weil 4 einzelne Striche).
Der Begriff "Variety Show" hat nicht mehr viel mit dem guten alten Varieté oder Varietétheater zu tun (aus dem franz.: théâtre (Theater) und variété (Abwechslung, bunte Vielfalt) wobei viele Elemente doch noch gleich sind: eine Bühne mit bunt wechselndem Programm für akrobatisch-artistische, tänzerische oder musikalische Vorstellungen. Dazugekommen sind inzwischen meist eine Heerschar an Juroren und Celebrities, die zwischendurch reden, Verkaufs- und Werbeblöcke, Online- oder TV-Übertragungen sowie ausgefeilte High-Tech-Bühnentechnik mit virtuellen Einblendungen. Die größten Variety Shows in China sind die Chinesische Neujahrshow und eine Verkaufsshow der eCommerce Plattform Tmall am 11.11. (Double11, oder auch "Single-Day", weil 4 einzelne Striche).
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| Foto: Probe Double 11 Show |
Die Vielzahl der verschiedenen Darbietungen sollen einfach unterhalten, je mehr Celebrities desto besser und irgendwie am Ende eine gemeinsame Veranstaltung mosaikartig zusammen setzen, jede Vorführung ist in für sich eine geschlossene Einheit mit Anfang und Ende. Eine Variante des Varietés ohne artistische und akrobatische Vorführungen war auch früher schon Schlagerparaden. Auch Kabarett könnte heute als Variety Show bezeichnet werden.
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| Foto: Warten auf die Tanzeinlage |
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09.02.2019
The Eternal Thread
Die erste Ausstellung, die wir im Long Museum am West Bund gesehen haben, wirkte als ob das Museum um sie herum gebaut wurde: The Eternal Thread von Louise Joséphine Bourgeois (*1911-2010). Sie war eine französisch-US-amerikanische Künstlerin, bekannt am Anfang vor allem als Bildhauerin, aber in der Ausstellung wurde mehr als deutlich: sie war Rebellin, Malerin, Grafikerin, Designerin, Feministin, Vorreiterin, Kreative, Getriebene und mehr. https://art21.org/watch/art-in-the-twenty-first-century/s1/louise-bourgeois. Themen, die sie immer wieder beschäftigten, waren das Verhältnis von Geborgenheit und Abhängigkeit, Geschlechtlichkeit, das Unbewusste und der Tod. Spinnen, Zellen und Phalli treten als Motive in ihren Werken immer wieder auf. In der Ausstellung im Long Museum waren es vor allem Spinnen.
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| Foto: Mutterspinne |
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| Foto: The Eternal Thread Ausstellung |
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West Bund
07.02.2019
Long Museum
Das Long Museum am West Bund vom Architektur-Atelier Deshaus (Liu Yichun / Chen Yifeng) aus Shanghai wurde von der Regierung in Auftrag gegeben und enthält die private Kollektion des Sammlerehepaars Liu Yiqian und seiner Frau Wang Wei. Das Museum eröffnete 2014 und wurde auf eine bereits existierende zweigeschossige unterirdische Parkgarage und um eine alte Kohle Entladebrücke am Huangpu Fluss herum gebaut. Eine gewölbte Betonkonstruktion bestimmt die Erscheinung des Gebäudes www.aedes-arc.de/cms/aedes
Das Long Museum hat inzwischen 3 Standorte. Das erste Gebäude in Pudong wurde bereits 2012 eröffnet, 2014 dann das am West Bund (beide Shanghai) und 2016 kamen in Chongqing drei Ausstellungsetagen im Guohua Financial Centre dazu.
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| Foto: Long Museum, seit 2016 |
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| Foto: Long Museum West Bund |
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Shanghai,
West Bund
05.02.2019
Year of the Pig
Heute beginnt es und juhu, wir sind in Sydney. Man wünscht sich ein Frohes Neues Jahr oder ein Frohes Neues Jahr des Schweins. In Shanghai war es wirklich nicht zu übersehen, dass es ein Schweinejahr wird: kein Haus oder Geschäft ohne Schweine-Dekoration.
Meine Mütze in Shanghai ist aber einmalig (denn in Korea gekauft). Diese lustigen Mützen haben eine Pumpe im Bommel, so dass man mit den Ohren wackeln kann.
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| Foto: das Citysuper-Supermarkt-Schwein |
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| Foto: Bürospass |
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Schwein,
Year of the Pig
04.02.2019
bikesharing 2
Ofo und Mobike haben sich in den letzten 3 Jahren einen erbitterten Kampf um den chinesischen Leihfahrradmarkt geliefert. Das 2014 gegründete Ofo steht nun vor dem Banktrott. Laut Angaben des Datenanbieters Jiguang fiel die Zahl der täglichen Ofo-Nutzer im September 2018 von 5,1 Millionen auf 3,9 Millionen und Gerüchte von einer baldigen Pleite des Start-ups zirkulierten. Seitdem ist die Zahl der Kunden, die ihre Kaution zurückverlangen, explosionsartig gestiegen. Und Ovo kann nicht zurückzahlen.
Doch dann musste Lei feststellen, dass sie viel Zeit damit verbringen musste, im Meer der Ofo-Fahrräder eines zu finden, das auch funktionstüchtig war. Mal fehlte ein Sattel, mal ein Pedal, mal die Kette. Mobike hingegen erwies sich als zuverlässiger und stabiler. Also entschied sich Lei dieses Frühjahr lieber ihre knapp zehn Euro in einen Halbjahrespass beim Ofo-Widersacher zu investieren. Mobike ist erst seit 2016 am Start, also sind die Fahrräder noch neuer.
Ofo fehlt das Geld um "nachzulegen". Der eCommerce-Gigant Alibaba hatte zwar 343 Millionen Dollar für einen 12-prozentigen Anteil in Ofo investiert, aber das war's. Nun fordern immer mehr der 200 Millionen Ofo Kunden ihre Kaution zurück. Etwa elf Millionen Kunden sind es aktuell - und sie bringen den Anbieter damit immer weiter in Schwierigkeiten /www.welt.de/Chinas-Leihfahrrad-Pionier „Sehr wütend“ ist etwa Wang, der seit Mitte November versucht, seine hinterlegten 199 Yuan (23 Euro) von Ofo zurückzubekommen. Nachdem eine Onlineanfrage gescheitert war, suchte Wang Ende Dezember die Ofo-Zentrale auf – gemeinsam mit Hunderten anderen wütenden Kunden. Ofo erklärt, die Forderungen würden nach und nach abgearbeitet. „Gestern war ich der 10,76-Millionste – heute bin ich auf Platz 10,75 Millionen“, sagt Wang. „In diesem Tempo dauert es drei Jahre, bis ich meine 200 Yuan wiederbekomme!“ Was nach wenig Geld klingt, summiert sich für Ofo derzeit auf fast eine Milliarde Yuan an Kautionsgeldern, die Kunden zurückfordern.
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| Foto: Leihraeder |
www.handelsblatt.com/unternehmen/pionier-ofo-steht-vor-der-pleite: Die Geschichte von der Studentin Lei Liyi ist ein typisches Beispiel für den Auf- und Abstieg des einst so gehypten Start-ups. Im Sommer 2017 legte sich Lei eine Ofo-Monatskarte zu. Zwischen der Wohnung der Eltern und ihrer nächsten U-Bahn-Station liegen fünfzehn Minuten Fußweg. Und mit all den Rabatten, die Ofo anbot, um neue Kunden zu werben, musste sie im vergangenen Jahr nur insgesamt fünf Euro für die Monatskarte zahlen. Ende 2017 kam Ofo in Spitzenzeiten auf 32 Millionen Fahrten am Tag.
Doch dann musste Lei feststellen, dass sie viel Zeit damit verbringen musste, im Meer der Ofo-Fahrräder eines zu finden, das auch funktionstüchtig war. Mal fehlte ein Sattel, mal ein Pedal, mal die Kette. Mobike hingegen erwies sich als zuverlässiger und stabiler. Also entschied sich Lei dieses Frühjahr lieber ihre knapp zehn Euro in einen Halbjahrespass beim Ofo-Widersacher zu investieren. Mobike ist erst seit 2016 am Start, also sind die Fahrräder noch neuer.
Ofo fehlt das Geld um "nachzulegen". Der eCommerce-Gigant Alibaba hatte zwar 343 Millionen Dollar für einen 12-prozentigen Anteil in Ofo investiert, aber das war's. Nun fordern immer mehr der 200 Millionen Ofo Kunden ihre Kaution zurück. Etwa elf Millionen Kunden sind es aktuell - und sie bringen den Anbieter damit immer weiter in Schwierigkeiten /www.welt.de/Chinas-Leihfahrrad-Pionier „Sehr wütend“ ist etwa Wang, der seit Mitte November versucht, seine hinterlegten 199 Yuan (23 Euro) von Ofo zurückzubekommen. Nachdem eine Onlineanfrage gescheitert war, suchte Wang Ende Dezember die Ofo-Zentrale auf – gemeinsam mit Hunderten anderen wütenden Kunden. Ofo erklärt, die Forderungen würden nach und nach abgearbeitet. „Gestern war ich der 10,76-Millionste – heute bin ich auf Platz 10,75 Millionen“, sagt Wang. „In diesem Tempo dauert es drei Jahre, bis ich meine 200 Yuan wiederbekomme!“ Was nach wenig Geld klingt, summiert sich für Ofo derzeit auf fast eine Milliarde Yuan an Kautionsgeldern, die Kunden zurückfordern.
Mobike nimmt keine Kaution, aber auch für dieses Unternehmen stehen Veränderungen an und die Räder sind von Shanghai's Strassen fast ganz verschwunden. Grund: der neuer Eigentümer will der Marke nun doch den eigenen Namen geben, so dass es zukünftig keine Mobikes sondern nur noch Meituan Bike geben wird. Dafür ist eine neue App erforderlich, die wieder neue Daten haben will - mal schauen, ob die Konsumenten das mitmachen oder ob sie sich in den letzten Wochen daran gewöhnt haben, ohne Bike unterwegs zu sein.
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02.02.2019
bikesharing
Die Idee des öffentlichen "Fahrradteilens" ist genial und besonders in der Grosstadt sinnvoll, wo man Kurzstrecken z. B. zur Metro zurücklegen kann, ohne sich selbst um die Wartung oder das sichere Abstellung zu kümmern. Einfach per QR-Code mit seinem Telefon freischalten und die App auf dem Phone sorgt dafür, dass beim Abstellen Strecke und Preis ermittelt und gleich bezahlt wird.
In China gehören Mietfahrräder ohne speziale Docking-Stationen sogar zu einer der 4 "grossen Erfindungen der modernen Zeit" (neben Hochgeschwindigkeitszügen, mobilen Bezahlformen und eCommerce). OFO und MOBIKE waren die zwei grossen Anbieter, die sich am Ende 90% des chinesischen Marktes teilten und auch ins Ausland expandiert waren. Und gerade als ich feststelle, dass es noch gar keinen Blogeintrag, sondern nur ein Instagram-Bild zu dem Thema gibt, sind sie auf einmal verschwunden. Nanu, was ist da los?
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| Foto: wartungsfreies Vollgummi |
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31.01.2019
Maglev zum Flughafen
Der Transrapid- oder Hochgeschwindigkeitszug, der Shanghai Maglev Train (SMT), ist in die Jahre gekommen. Maglev ist die Abkürzung für Magnetic Levitation, der Zug ist also eine Magnetschwebebahn und verbindet seit 2002 eine 30km Strecke von der Longyang Station bis zum Pudong Flughafen in gut 7min, wenn er seine Höchstgeschwindigkeit von 430 km/h nutzt, in der er 3½ Minuten fährt. Das macht er nur noch zu absoluten Stosszeiten - mittlerweile dauert es daher 8min, denn die Mehrzahl der Fahrten (47 von 59 pro Tag und Richtung) wird nur noch mit einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h gefahren.
Im Zug herrscht freie Sitzwahl und der Zug ist auch total leer. Die Sitze in der Economy Class sind mit billigen Schonbezüge versehen - ein Anblick, der nicht recht was mit den "4 Innovationen des modernen Chinas" zu tun hat. Die Sitze sind eher hart und unbequem. Auch das Fahren selbst fühlt sich nicht nach Schweben an, sondern ist mehr lautes Ruckeln mit einem lauten Knall, als der Gegenzug vorbei rast. Trotzdem verkürzt der Maglev die Fahrt zum Flughafen von uns von ca. 1,5 Stunden auf knapp 1 Std. Aber das lohnt sich, wenn man müde und die Metro voll ist.
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| Foto: reduzierte Maximalgeschwindigkeit |
Husband hat sich schon wieder auf den Weg gemacht. Ich folge in ein paar Tagen: das Chinesische Neujahr wird wieder im warmen Downunder verbracht. Sydney, we are coming!
30.01.2019
first impressions_Meetings
Bevor ich mich zu sehr daran gewöhnt habe, wie unsere Meeting-Kultur ist, muss ich schnell mal darüber schreiben. Ob es China ist, ob es Joint-Venture ist, ob es "grosse Organisation" in China ist, kann ich nicht sagen, aber es ist schon etwas Besonderes.
Nr. 1: es finden viele grosse Meetings statt. Betonung liegt auf "grosse" (= mit vielen Menschen), in denen gern auch in zweiter oder dritter Stuhlreihe um den Tisch herum gesessen wird. Das ist nicht weiter schlimm für die in der letzten Reihe, denn man ist eh nur als stummer Zuhörer dabei.
Nr. 2: Meetings startet so gut wie nie zum festgelegten Zeitpunkt. Wir reden hier aber nicht über 15-30min Verspätung, sondern gern mal über 2 bis 3 Stunden später. Längste Wartedauer für ein Agenturmeeting waren 5 Stunden. Alle nehmen es aber gelassen (Computer und Phone sind schliesslich immer dabei). denn
Nr. 3: kein Meeting ohne Chefbeteiligung und die haben immer ein guten Grund für Verspätung: sie sitzen in anderen grossen Meetings. Deshalb gehe ich wirklich nie mehr allein los zu einem Meeting, sondern warte immer bis mir jemand sagt, dass Mr Fu und Mr Rosen jetzt da sind und das Meeting anfängt. Dann dauert es meist immer noch mindestens 10min.
Nr. 4: es wird viel geredet in den Meetings, aber eher in Monolog-Form. Diskussionen sind viel kürzer, denn es geht eher darum, dass Boss erst versteht und Boss dann entscheidet bzw. sagt, was als nächstes gemacht werden soll.
Nr. 5: es gibt Informationsmeetings und, ich nenne sie, "Iterationsmeetings". In ersteren wird wirklich hauptsächlich berichtet und es ist nicht selten, dass dabei viele einschlafen. Die anderen sind Arbeitsmeetings zu einem Thema, die in wöchentlichen Schleifen solange wiederholt werden, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wird. Beispiel: Kampagnenentwicklung. Es wird wenig Wert auf ein Briefing gelegt, in dem genau vorher überlegt wird, was man von der Agentur erwartet, stattdessen nähert man sich in den Meeting-Runden anhand der verschiedenen Vorschlägen aneinander an. Dabei ist die Meeting-Frequenz extrem hoch: keine Agentur hat länger Zeit als 1 Woche, egal wie gross oder klein die Aufgabe ist. Manchmal sind es sogar nur 3-4 Tage, um eine komplett neue Kampagnenrichtung zu entwerfen.
Nr. 6: Chefs und Kunden sind sehr fordernd. Mitarbeiter und Agenturen/Dienstleister lassen es "über sich ergehen" und geben ihr Bestes, um beim nächsten Mal den Erwartungen mehr zu entsprechen. Kritik nimmt man auch nicht so persönlich, denn es ist ja Teil des "Iterationsprozesses" von Nr. 5.
Nr. 7: Meeting-Teilnehmer sind ungewiss. Ist das Thema kritisch, von niedriger Priorität, politisch, oder man hat vielleicht noch keine "Richtung vom Chef dadrüber" erhalten, geht man einfach nicht hin. Alternativ: man verlässt das Meeting mittendrin und kommt nicht wieder. Macht ja auch nichts, denn es sind genug andere Teilnehmer dabei, die einem später davon berichtet können. Oder in der nächsten Woche findet ja bestimmt ein Folgemeeting statt, da kann man dann fast nahtlos anknüpfen.
Nr. 8: Weil Sekretärinnen übersetzen (also keine Profi-Übersetzer) und die chinesische Denke und Sprache so bildlich/anders ist, kann der "Westler" froh sein, wenn er 50% des Inhaltes eine Meetings versteht. Zeit zur "Nacharbeit"? Fehlanzeige, denn im Meeting werden schon die nächsten Schritte entschieden und dann laufen alle los und setzen bereits um. Weiterer Grund: selbst wenn man sich die Chinesisch-Englischen Unterlagen aus dem Meeting nochmals im Nachgang anschaut: die Übersetzung und Logik der Charts ist so schlecht/anders, dass man auch nicht mehr versteht. Aber auch hier wieder hilft Nr. 5 (Iterationsmeetings): es wird im nächsten Meeting gezeigt, was die Entscheidung/nächsten Schritte waren, manchmal stimmt es, manchmal nicht, manchmal weiss man es selbst nicht mehr genau, aber das macht nichts, denn man entscheidet ja neu, was gemacht wird. Dabei kann es durchaus sein, dass gute Ideen auf dem Weg verloren gegangen sind, aber so ist das eben.
Nr. 9: Und wenn man nun glaubt, nur der "Westler" versteht wenig, dann ist das nicht korrekt, denn auch die chinesischen Kollegen haben viele Fragezeichen im Kopf, was sie einem aber erst hinterher und nie im Meeting erzählen. Und nach der Diskussion in Englisch mit den "Westlern", sind beide Seiten nur noch bei max. 50% Verstehen. Und damit sind wir wieder auf gleichem Stand.
Ein echtes Joint Venture, gemeinsames Abenteuer, oder?
Nr. 1: es finden viele grosse Meetings statt. Betonung liegt auf "grosse" (= mit vielen Menschen), in denen gern auch in zweiter oder dritter Stuhlreihe um den Tisch herum gesessen wird. Das ist nicht weiter schlimm für die in der letzten Reihe, denn man ist eh nur als stummer Zuhörer dabei.
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| Foto: 3. Sitzreihe |
Nr. 3: kein Meeting ohne Chefbeteiligung und die haben immer ein guten Grund für Verspätung: sie sitzen in anderen grossen Meetings. Deshalb gehe ich wirklich nie mehr allein los zu einem Meeting, sondern warte immer bis mir jemand sagt, dass Mr Fu und Mr Rosen jetzt da sind und das Meeting anfängt. Dann dauert es meist immer noch mindestens 10min.
Nr. 4: es wird viel geredet in den Meetings, aber eher in Monolog-Form. Diskussionen sind viel kürzer, denn es geht eher darum, dass Boss erst versteht und Boss dann entscheidet bzw. sagt, was als nächstes gemacht werden soll.
Nr. 5: es gibt Informationsmeetings und, ich nenne sie, "Iterationsmeetings". In ersteren wird wirklich hauptsächlich berichtet und es ist nicht selten, dass dabei viele einschlafen. Die anderen sind Arbeitsmeetings zu einem Thema, die in wöchentlichen Schleifen solange wiederholt werden, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wird. Beispiel: Kampagnenentwicklung. Es wird wenig Wert auf ein Briefing gelegt, in dem genau vorher überlegt wird, was man von der Agentur erwartet, stattdessen nähert man sich in den Meeting-Runden anhand der verschiedenen Vorschlägen aneinander an. Dabei ist die Meeting-Frequenz extrem hoch: keine Agentur hat länger Zeit als 1 Woche, egal wie gross oder klein die Aufgabe ist. Manchmal sind es sogar nur 3-4 Tage, um eine komplett neue Kampagnenrichtung zu entwerfen.
Nr. 6: Chefs und Kunden sind sehr fordernd. Mitarbeiter und Agenturen/Dienstleister lassen es "über sich ergehen" und geben ihr Bestes, um beim nächsten Mal den Erwartungen mehr zu entsprechen. Kritik nimmt man auch nicht so persönlich, denn es ist ja Teil des "Iterationsprozesses" von Nr. 5.
Nr. 7: Meeting-Teilnehmer sind ungewiss. Ist das Thema kritisch, von niedriger Priorität, politisch, oder man hat vielleicht noch keine "Richtung vom Chef dadrüber" erhalten, geht man einfach nicht hin. Alternativ: man verlässt das Meeting mittendrin und kommt nicht wieder. Macht ja auch nichts, denn es sind genug andere Teilnehmer dabei, die einem später davon berichtet können. Oder in der nächsten Woche findet ja bestimmt ein Folgemeeting statt, da kann man dann fast nahtlos anknüpfen.
Nr. 8: Weil Sekretärinnen übersetzen (also keine Profi-Übersetzer) und die chinesische Denke und Sprache so bildlich/anders ist, kann der "Westler" froh sein, wenn er 50% des Inhaltes eine Meetings versteht. Zeit zur "Nacharbeit"? Fehlanzeige, denn im Meeting werden schon die nächsten Schritte entschieden und dann laufen alle los und setzen bereits um. Weiterer Grund: selbst wenn man sich die Chinesisch-Englischen Unterlagen aus dem Meeting nochmals im Nachgang anschaut: die Übersetzung und Logik der Charts ist so schlecht/anders, dass man auch nicht mehr versteht. Aber auch hier wieder hilft Nr. 5 (Iterationsmeetings): es wird im nächsten Meeting gezeigt, was die Entscheidung/nächsten Schritte waren, manchmal stimmt es, manchmal nicht, manchmal weiss man es selbst nicht mehr genau, aber das macht nichts, denn man entscheidet ja neu, was gemacht wird. Dabei kann es durchaus sein, dass gute Ideen auf dem Weg verloren gegangen sind, aber so ist das eben.
Nr. 9: Und wenn man nun glaubt, nur der "Westler" versteht wenig, dann ist das nicht korrekt, denn auch die chinesischen Kollegen haben viele Fragezeichen im Kopf, was sie einem aber erst hinterher und nie im Meeting erzählen. Und nach der Diskussion in Englisch mit den "Westlern", sind beide Seiten nur noch bei max. 50% Verstehen. Und damit sind wir wieder auf gleichem Stand.
Ein echtes Joint Venture, gemeinsames Abenteuer, oder?
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29.01.2019
[CHN vs KOR] - Motor-Dreirad
Maya, meine Sekretärin, war über Neujahr im Urlaub in Indien, was ein ungewöhnliches Ziel für Chinesen ist, denn Indien wird als gefährlich, dreckig, ineffizient und chaotisch eingestuft (aber eine Freundin dort hat geheiratet und Maya ist ambitionierte, orientalisch-indische Bauchtänzerin). Sie kam wieder voller Eindrücke, besonders vom Strassenbild, denn es laufen dort noch so viele Menschen mit Handkarren herum, es gibt Pferde- oder Ochsengespanne, frei herum laufende Kühe etc. Da musste ich schmunzeln und erzählte ihr, dass es im Vergleich zu Seoul auch in Shanghai noch ganz anders zu geht. Denn Fahrräder findet man in Seoul auf den Strassen gar nicht mehr und auch die Anzahl der Motor-Zweiräder ist sehr begrenzt. Dreiräder wurden auch längst von Mini-LKW, -bussen oder Taxis ersetzt. Aber das macht ja auch den Charme eines Landes aus: Vielfalt.
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| Foto: Tricycle |
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28.01.2019
West Bund und Xuhui Riverside Park
Südlich der Lupo Brücke liegt der West Bund an Shanghai's Huangpu, ein Gebiet was freizeittechnisch immer weiter erschlossen wird: neben Kunst & Kultur gibt es zahlreiche Sportanlagen entlang des Flusses. Leider hat es in den letzten Wochen viel und tagelang geregnet und so ein blauer Himmel wie auf dem Kletterbild kam seit Anfang November nicht mehr vor, so dass sich die "Nutzungssaison" wohl eher auf Frühjahr und Herbst geschränkt.
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| Foto: Klettern am Riverside Park |
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| Foto: Outdoor Park |
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| Foto: Laufstrecken am Westbund |
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| Foto: West Bund |
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| Foto: BUND Zonen |
26.01.2019
Lupo Brücke
Die Lupo-Brücke über den Huangpu wurde 2003 eröffnet und war damals die weltweit größte Bogenbrücke mit einer Spannweite von 550m und einem Bogenscheitel von 100m Höhe über dem Wasserspiegel. Baukosten ca. 300Mio Euro. Weil sie scheinbar gerade einen neuen Anstrich verpasst bekommen hat, hätten wir nicht gedacht, dass sich schon über 15 Jahre alt ist - eine lange Zeit für das moderne China.
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| Foto: Lupo Brücke |
24.01.2019
[CHN vs KOR] - Couple Culture
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| Foto: Couple Culture |
Korea wird mit Couple Culture identifiziert. Viele Geschäfte oder Cafés haben sich auf Pärchen spezialisiert. Es gibt Couple Cafés, in denen Getränke gleich mit zwei Strohhalmen kommen, oder Desserts mit bekannten Liebessymbolen verziert und mit 2 Gabeln serviert werden, versteht sich. Es finden regelmäßig Events statt z. B. Treuepunkteaktionen, die nur mit dem Partner eingelöst werden können. Sehr geschäftsfördernd ist auch der sogenannte D-Day: alle 100 Tage nach dem ersten Date wird gefeiert, dass man noch zusammen ist. Und weil Weihnachten nicht die gleiche Bedeutung wie in der westlich-christlichen Welt hat, ist es in Korea auch ein Couple-Day mit geballte Couple Culture Power geworden, denn der Tag wird i.d.R. als Paar verbraucht mit Essen, Kino gehen, Schlittschuhlaufen, Skifahren etc. www.korea4youth.de/typisch-koreanisch/couple-culture. Das ist in China nicht ganz so, denn zu Weihnachten gibt es keinen einzigen Feiertag und daher wird ganz normal gearbeitet.
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22.01.2019
Marktführer
Es ist aus Deutschland kein unbekanntes Bild, überall Volkswagen zu sehen, ob als Taxi oder Polizeiauto. Nach 3 Jahren Korea ist der Anblick nicht mehr ganz so vertraut gewesen und immer nochmal ein Foto wert. Obwohl es inzwischen viele "reine" chinesische Konkurrenten gibt (im Gegensatz zu den staatlichen Joint Ventures mit Auslandsbeteiligung) ist Volkswagen in China immer noch Marktführer mit über 3 Mio Fahrzeugen und ca 13% Marktanteil. Klein-Skoda verkaufte 2018 um die 350.000 Fahrzeuge.
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| Foto: Autorität |
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Volkswagen
20.01.2019
Car Clinic
Car Clinic ist kein Krankenhaus für Autos sondern ein Marktforschungsinstrument der Automobilindustrie. Meist unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, denn es werden den Testpersonen seriennahe Prototypen gezeigt, die im Markt noch nicht bekannt sind. Wie oft in China verselbstständigt sich so ein Begriff und wird scheinbar für jede Marktforschung mit Autos bezeichnet, die in einer grossen Testhalle stattfindet.
Die Car Clinics werden in der Regel von spezialisierten Marktforschungsunternehmen durchgeführt. Nach ersten allgemeinen Fragen zu Markenpräferenz, Kauf- und Nutzungsverhalten werden die Autos im Detail angeschaut. Es folgen ausführliche Interviews oder Gruppendiskussionen zur Akzeptanz neuer Fahrzeugmodelle im Hinblick Design, Materialien, Qualitätsanmutung, Kaufmotive - das alles im Vergleich zu Wettbewerbern, die sich ebenfalls in der Halle befanden. Es war ein riesiger Aufbau mit 13 Fahrzeugen, alle in weiss. Die chinesischen Testpersonen waren sehr willig und bemüht, dem Interviewer alle Fragen schnell und effizient zu beantworten, nur bei einigen regte sich nach einer Weile Widerstand, denn 13 Autos im Detail zu beurteilen, ist schon ein Leistung "ich sehe wirklich kaum einen Unterschied - sie sehen alle gleich aus", "ich kann nicht sagen warum ich das eine Modell besser finde. Es sieht einfach besser aus. Basta". An dem Format der Clinic hat sich scheinbar seit 15 Jahren nichts geändert, auch wenn es inzwischen virtuelle Clinics geben soll.
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| Foto: Car Clinic |
Ich habe inzwischen schon an zwei Clinics teilgenommen, einmal wurden Käufer von kleinen SUVs befragt (eine sogenannte Early Buyer Clinic für Kamiq und Karoq), das andere Mal ging es wirklich ganz geheim zu, weil der Volkswagen T-Roc und Kamiq GT in China erst noch eingeführt werden.
Die Car Clinics werden in der Regel von spezialisierten Marktforschungsunternehmen durchgeführt. Nach ersten allgemeinen Fragen zu Markenpräferenz, Kauf- und Nutzungsverhalten werden die Autos im Detail angeschaut. Es folgen ausführliche Interviews oder Gruppendiskussionen zur Akzeptanz neuer Fahrzeugmodelle im Hinblick Design, Materialien, Qualitätsanmutung, Kaufmotive - das alles im Vergleich zu Wettbewerbern, die sich ebenfalls in der Halle befanden. Es war ein riesiger Aufbau mit 13 Fahrzeugen, alle in weiss. Die chinesischen Testpersonen waren sehr willig und bemüht, dem Interviewer alle Fragen schnell und effizient zu beantworten, nur bei einigen regte sich nach einer Weile Widerstand, denn 13 Autos im Detail zu beurteilen, ist schon ein Leistung "ich sehe wirklich kaum einen Unterschied - sie sehen alle gleich aus", "ich kann nicht sagen warum ich das eine Modell besser finde. Es sieht einfach besser aus. Basta". An dem Format der Clinic hat sich scheinbar seit 15 Jahren nichts geändert, auch wenn es inzwischen virtuelle Clinics geben soll.
Als Kunde der Marktforschung kann man in einem separaten Raum per Bildschirm die Interviews mitverfolgen. Für mich eine willkommene Gelegenheit, um Einblicke in das chinesische Kaufverhalten zu erhalten.
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18.01.2019
Krtek im All
Passend zu Mondlandung der chinesischen Raumsonde Chang’e 4 gibt es noch eine Geschichte vom kleinen Maulwurf: er flog 2011 tatsächlich auch ins All und zwar mit der Raumfähre Endeavour als 6cm grosse Plüschfigur und mit dem amerikanischen Astronauten Andrew Feustel. Es war die letzten Mission der Endeavour. Was hat Feustel wohl dazu bewegt, gerade Krtek mitzunehmen? Dahinter soll seine Frau Indira gesteckt haben, deren Vater Inder und Mutter, dada, Tschechin ist.
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| Foto: Weltraumabenteuer Quelle: www.radio.cz/de/feustel-sei-dank-der-kleine-maulwurf-ist-ein-weltraumfahrer |
Ja, und China greift nach den Sternen. Erstmals ist eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes gelandet, also der von der Erde abgewandten Seite. An Bord der Chang’e 4 befindet sich ein Roboterfahrzeug, das das Terrain um die Landestelle erkunden soll. Mittelfristiger Plan (und ist das nicht ein Bild!) wolle man erkunden, ob sich eine „Mini-Biosphäre“ erzeugen, um die „erste Blume auf dem Mond zu pflanzen“. Es ist wohl eigentlich ein spektakulärer Erfolg, doch das Staatsfernsehen berichtet nur zurückhaltend, weshalb es einige im Büro bei uns auch gar nicht mitbekommen hatten, denn stattdessen ging es in den Nachrichten mehr um Termine von Staatschef Xi. Warum wohl? www.welt.de/politik/ausland/Mondlandung
16.01.2019
Krtek oder Krteček
Krtek ist eine tschechische Zeichentrickserie - sozusagen das 30 Jahre spätere tschechische Pendant von Mickey Mouse. Sie wurde 1957 vom Prager Comic Zeichner Zdeněk Miler (1921–2011) erschaffen. Krtek bedeutet auf tschechisch „Maulwurf“, Krteček ist die Verniedlichung, also „Maulwürfchen“ oder kleiner Maulwurf.
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| Foto: Der kleine Maulwurf mag auch Radfahren |
Gleich der erste Film "Wie der Maulwurf zu seiner Hose kam" erhielt in Jahr der Erfindung von Krtek einen Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig https://troetsch-verlag.de/der-kleine-maulwurf. Damals hat der Maulwurf noch gesprochen. Da er aber überall auf der Welt verstanden werden sollte, ließ Miler seinen Protagonisten sich bald nur noch durch kurze Laute mitteilen, die seine Gefühle ausdrücken. Bis heute wurden seine Geschichten in mehr als 80 Ländern ausgestrahlt, denn er regt an nachzudenken, ist ein treuer Freund und bekämpft Unrecht und Rücksichtslosigkeit engagiert. Geschichten ranken um Themen wie Freundschaft und Zusammenhalt, Umweltschutz und das Glück, das man auch in den vermeintlich kleinen Dingen finden kann. Kein Wunder, dass er vor ein paar Jahren auch einen neuen Freund in China gefunden hat.
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| Foto: seit 2007 |
Das staatliche Fernsehen CCTV strahlte das Original in den 1980er Jahren aus, 2011 wurde die Serie wiederholt, 2017 entstanden in China neue, eigene Folgen zusammen mit einem kleinen Panda. Die erste Ausstrahlung dieser Folgen fiel zeitlich mit Präsident Xi Jinpings dreitägigem Staatsbesuch in der Tschechischen Republik zusammen, dem ersten Besuch eines chinesischen Präsidenten seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor 50 Jahren. Wenn das nicht "gross" gedacht ist!!
14.01.2019
Voll beladen
Heute soll nun endlich unser Container/Gepäck aus Korea ankommen. Es hat lange gedauert, weil das Arbeitsvisum erst Mitte Dezember fertig und in meinem Pass eingetragen war und dies notwendig, um die Verzollung vorzunehmen. So voll beladen wie dieses Lastenfahrrad ist der Container zwar nicht, aber es bangt uns schon davor wie voll es auf einmal in der Wohnung werden wird :)
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| Foto: Ladung |
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12.01.2019
wear a shield
Husband ist nun auch zurück in Shanghai. Sein Ellenbogen ist übrigens fast wie neu - wie soll es auch anders sein, wenn ihn Captain America eingerenkt hat.
Die Nachuntersuchung in Shanghai hatte zwar ergeben, dass das abgesprochene Knochenstück nicht richtig angewachsen ist, aber Husband will keine OP, sondern passt auf, dass er den Ellenbogen nicht überstreckt. Alternativ: er trägt einfach auch ein Schild (= neue Sport-Ellenbogen-Manschette)
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| Foto: next generation doctors |
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10.01.2019
上海 über dem Meer
Shanghai in chinesischer Zeichensprache setzt sich zusammen aus : 上 (shang) und 海 (hai). Das erste Zeichen (上) hat die Bedeutung für "oben/oberhalb" und 海 bedeutet "Meer", also bedeutet Shanghai = über dem Meer. Und damit soll es auch ausreichen für alle die, die nichts weiter mit chinesisch zu tun haben. Für alle anderen kann es unten weitergehen.
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| Foto: rechts oben wohnen wir |
Das Schriftzeichen 上 (shàng) lässt sich leicht erkennen und von Eselsbrücken bis Hinweise auf die ursprüngliche Bedeutung findet man alles z. B. soll man sich einen Pfahl oder einen Baum vorstellen, der aus der Erde nach oben ragt und an dem eine Katze hinaufklettert, deren Schwanz man an der rechten Seite erkennen kann. Aha.
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| Quelle: www.china-park.de/schriftzeichen/shang |
上 (shàng) setzt sich aus 3 Strichen zusammen und beinhaltet das Radikal ー.
Was ist ein Radikal?
Radikale nennt man die Wurzelzeichen (lateinisch: radix, Wurzel) der chinesischen Schrift, nach denen Schriftzeichen in Nachschlagewerken indiziert werden. Manchmal werden sie auch als eine Art "Sinngeber" bezeichnet. Es gibt um die 200 Radikale.
Einer der vielen Tipps, wie man mit Chinesische Schriftzeichen lernen sollte ist: Beginne mit den Radikalen www.chinesisch-lehrerin.de/ressourcen/die-10-besten-tipps-zum-chinesisch-lernen:
Denn Chinesische Schriftzeichen sehen für Anfänger oft extrem kompliziert aus und es gibt Tausende davon, deshalb sollte man ihr Aufbau-Prinzip verstehen. Also: Beginne mit den Radikalen, denn davon gibt es nur um die 200. Sie kommen als eigenständige Schriftzeichen vor, oder als Element von anderen Schriftzeichen.
Ok, kehren wie zurück nach "oben":
上 = "oben" beinhaltet das Radikal ー (Bedeutung "eins", wenn es alleine steht)
ー ist ein 1-Strich-Radikal (davon gibt es nicht so viele), ー ist ein sehr häufiges Radikal, das also in vielen Schriftzeichen vorkommt.
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| Quelle: www.chinesisch-lernen.org/radikale |
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Grammatik
07.01.2019
kalt
In Shanghai frieren jetzt alle mächtig und die Gefahr des krank Werdens steigt, obwohl es nicht unter 0°C wird. Das liegt eher daran, dass die Innen-Temperaturen nicht gut geregelt werden können: im Büro ist es morgens kalt bevor die Heizungen wieder auf volle Power gestellt werden bis man dann kaum mehr Luft bekommt. Oder es zieht durch Fenster und Türen, wie z. B. auch in unserer neu renovierten Wohnung wo es wie in der Hechtsuppe zugeht. Oder die Heizung fällt mal eben aus, wie geschehen, als ich in Deutschland war und bei 8 Grad Wohnungstemperatur zurück kam, die erste Nacht im neuen Jahr also mit indoor-camping-feeling. In Korea ist das anders: da wird es tatsächlich noch richtig klirrend kalt. Am Wochenende waren es wieder -10°C. Zum Brand Gesture Event, von wo das Foto stammt, habe ich es dieses Mal nicht geschafft, denn das Volkswagen Snow Village ist in den Bergen von Pyeongchang.
JTEBS: "Es zieht wie Hechtsuppe" hat nichts mit Hechtsuppe zu tun: die Redensart stammt aus dem Hebräischen und heißt eigentlich "hech supha". Übersetzt bedeutet das "Sturmwind". Der hebräische Ausdruck wurde in den jiddischen Sprachgebrauch übernommen und dann wurde daraus a la Flüsterpost "es zieht wie Hechtsuppe"www.schule-und-familie.de/wissen-redewendungen/woher-kommt-es-zieht-wie-hechtsuppe
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| Foto: kalt in Korea |
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| Foto: VW snow village in Pyeongchang |
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brand gesture event,
Pyeongchang,
Winter
06.01.2019
Blueair
Eine der ersten Anschaffungen für die Wohnung war ein Luftreiniger. Die Firma Blueair aus Schweden produziert in und speziell für China und Indien mit dem gesellschaftlichen Anspruch, dass saubere Luft ein Menschenrecht ist. Wie wahr, auch wenn sich nur wenige dieses Menschenrecht für ca. 1000 Euro leisten können - unser Blueair Gerät wälzt und reinigt Luft für 80qm, also perfekt für unsere Wohnung. Und dies ist wirklich auch spürbar seit wir ihn haben, denn Wohnungen (Fenster und Türen) sind schlecht isoliert.
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| Foto: Luftreiniger |
04.01.2019
Luft
Deutschland ist ein tolles Land. Ein neuer Grund ist das Thema "Luft", die in den Wintermonaten hier in Shanghai deutlich schlechter ist. Wir wissen jetzt auch warum: ab 15. November wird geheizt und zwar mit staatlicher, kostenlosen Kohleheizung für den kalten Norden des Landes. Diese Luft wird dann je nach Windrichtung verteilt. Beijing ist viel schlimmer betroffen als Shanghai, aber das ist auch kein wirklicher Trost.
Die verschiedenen Luftfilter-Masken stapelt sich bei uns inzwischen und wollen getestet werden, denn sie sitzen sehr unterschiedlich: von einfach bis martialisch, alle aber bitte für 2.5PM Atemschutz, teilweise mit Einlass-/Auslassventil. Eine gewisse Erleichterung bringt die Tatsache, dass die Luftqualität hier kaum mehr einen Unterschied zu Korea ist, denn auch dort wurde die Luft seit letztem Jahr deutlich schlechter, nur dass man sich noch nicht an das Maske tragen gewöhnt hat :(
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| Foto: oft so |
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Atemschutz,
Luft
03.01.2019
rundum Schutz
Skoda Werbung ist in der Regel nicht besonders inspirierend. Die Printanzeige aus Neuseeland ist eine Ausnahme und erinnert mich daran, dass ich am Wochenende schon wieder nach Seoul fahre, um Minjoo zu treffen, die inzwischen seit über einem Jahre in Neuseeland lebt, denn sie ist mit der Familie von Korea dorthin ausgewandert. Für sie ist es der erste "Heimaturlaub" und sie wird mächtig frieren.
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| Foto: Werbung aus NZ |
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01.01.2019
Happy 2019
Heute geht es wieder zurück nach Shanghai. Happy New Year! Mögen all eure Wünsche für das nächste Jahr eintreffen. Step One: Wünscht euch was!...Richtig!... Fester!!!
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| Foto: EIN GUTES JAHR 2019 EUCH ALLEN |
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Happy New Year
31.12.2018
bye-bye 2018
Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende - oh, und was ist schon wieder alles passiert und nun sind wir in Shanghai. Aber darum geht es nicht, sondern um eine Nachfrage, von wo das Bild auf den Huangpu Fluss fotografiert wurde.
Es war der Shanghai Tower, das höchste Gebäude in Shanghai mit 632m. Auf 562m Höhe befindet sich die Aussichtsetage mit Rundumblick. Erreichbar im 2. schnellsten Fahrstuhl der Welt (20.5m pro Sekunde).
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| Foto: raufgeschaut |
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| Foto: Blick vom Shanghai Tower |
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| Foto: rechts der Shanghai Tower |
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30.12.2018
pŭ und hé
Da wollte ich mir nochmal bestätigen, dass pŭ (浦) auf chinesisch Fluss heisst, aber heisst es nicht. Fluss heisst hé (河) und pŭ (浦) hat die Bedeutung von Flussbett. Soweit so gut, aber allein diese Frage bringt mich zu unendlich vielen, neuen JTEBS Fragen zur chinesischen Schriftsprache.
Also gut, starten wir damit noch vor dem neuen Jahr:
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| Foto: Pu und He |
Ganz grundsätzlich und den meisten inzwischen bekannt:
1. Anders als die koreanischen Schrift, ist Chinesisch keine Buchstaben- sondern Zeichenschrift.
2. Es gibt traditionelle und moderne/vereinfachte Schriftzeichen. Die traditionellen chinesischen Schriftzeichen ("Langzeichen") von pŭ sind mit den oben abgebildeten modernen Schriftzeichen ("Kurzzeichen") identisch. Das ist nicht immer so.
3. und damit soll es in diesem Blogeintrag auch gewesen sein: die Zeichen werden nach Komplexität unterschieden: 浦 besteht aus 10 Strichen und ist damit von mittlerer Komplexität. 河 besteht aus 8 Strichen und ist damit von niedriger Komplexität im Vergleich mit den anderen vereinfachten Schriftzeichen. Der Mittelwert liegt bei 13,1 Strichen. Aha.
Und and dieser Stelle sei angemerkt: die Chinesen müssen verdammt gute Augen haben, um all diese Mini-Striche zu erkennen.
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28.12.2018
Huangpu
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| Foto: Huangpu Fluss |
Wir wohnen nicht weit weg (4 U-Bahnstationen und dann muss man noch ein kleines Stück gehen bis man am Bund ist)
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| Foto: Da (wohnen wir) - Da (Stern) ist der The BUND |
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