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02.06.2021
Verkehrschulung
VerkehrspolizistInnen werden zu AufklärerInnen. Gerade morgens stehen sie an Kreuzungen und regeln den Verkehr an den Ampeln. Großer Aufklärungsbedarf besteht weiterhin: Kreuzungen sollten nicht zugestellt, Haltestriche respektiert und rote Ampeln rechtzeitig antizipiert werden (dafür gibt es hier übrigens oft einen Sekunden-Countdown). Bei ZweiradfahrerInnen ist der Aufklärungsbedarf nach wie vor höher, denn viele haben keinen Führerschein: was sind Einbahnstraßen, wo hängen Ampeln und Verkehrsschilder, was bedeuten Fahrbahnmarkierungen usw.
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15.01.2021
MM
Dieser Moment, wenn du mal wieder merkst: egal, wo du dich hindrehst, China ist ein spannendes Abenteuer.
Aber wie es mit dem “freien Leben” aussieht, ist natürlich eine andere Frage (aber der Aufschrift auf der Jacke, siehe Bild, kann ich voll zustimmen).
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03.11.2020
eine kleine Geschichte: Hilfspolizist
Eine kleine Geschichte von Herrn Huang, dem Hilfspolizisten
Herr Huang ist kein echter Polizist, aber von der Polizei angestellt. Sein Arbeitsplatz ist ein Überwachungsbus. Seine Aufgabe: Auffälligkeiten melden, die er auf den Monitoren entdeckt.
Es ist kein schwieriger Job und Herr Huang ist sehr froh über diese Arbeit, denn er kann sitzen, was für seine inzwischen müden Beine gut ist. Herr Huang ist bereits über 70, hat nie eine Ausbildung gemacht, aber war bei der Stadtregierung in vielen verschiedenen Bereichen beschäftigt.
Darauf ist Herr Huang sehr stolz. "Ich wurde immer geschätzt, weil ich sehr hart und zuverlässig gearbeitet habe. Eigentlich habe ich bereits das Rentenalter erreicht, aber als ich gefragt wurde, ob ich diesen Überwachungsjob machen kann, habe ich natürlich ja gesagt."
Es ist ihm Pflicht und Ehre zugleich, das merkt man Herrn Huang sofort an. Ob es nicht anstrengend ist, den ganzen Tag auf Bildschirme zu gucken, will ich von ihm wissen. "Nein, überhaupt nicht", kommt wie aus der Pistole geschossen zurück und ich überlege, wo wohl neben den Kameras die Mikrophone hängen. Aber Herr Huang meint es so: er hat den ganzen Tag ein Dach über dem Kopf, der Wagen ist klimatisiert, er kann sitzen und, sollte ihm doch mal etwas entgehen, haben die Kameras ja alles aufgezeichnet.
Einen Blick hineinwerfen darf ich aber nicht. "Es ist nicht aufgeräumt", entschuldigt sich Herr Huang verlegen. Als sich die Tür später kurz öffnet, lässt sich vermuten, dass es ein normales, aber mobiles Büro mit Bildschirmen ist und dass Herr Huang inzwischen aufgeräumt hat.
Herr Huang ist kein echter Polizist, aber von der Polizei angestellt. Sein Arbeitsplatz ist ein Überwachungsbus. Seine Aufgabe: Auffälligkeiten melden, die er auf den Monitoren entdeckt.
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| Foto: |
Darauf ist Herr Huang sehr stolz. "Ich wurde immer geschätzt, weil ich sehr hart und zuverlässig gearbeitet habe. Eigentlich habe ich bereits das Rentenalter erreicht, aber als ich gefragt wurde, ob ich diesen Überwachungsjob machen kann, habe ich natürlich ja gesagt."
Es ist ihm Pflicht und Ehre zugleich, das merkt man Herrn Huang sofort an. Ob es nicht anstrengend ist, den ganzen Tag auf Bildschirme zu gucken, will ich von ihm wissen. "Nein, überhaupt nicht", kommt wie aus der Pistole geschossen zurück und ich überlege, wo wohl neben den Kameras die Mikrophone hängen. Aber Herr Huang meint es so: er hat den ganzen Tag ein Dach über dem Kopf, der Wagen ist klimatisiert, er kann sitzen und, sollte ihm doch mal etwas entgehen, haben die Kameras ja alles aufgezeichnet.
Einen Blick hineinwerfen darf ich aber nicht. "Es ist nicht aufgeräumt", entschuldigt sich Herr Huang verlegen. Als sich die Tür später kurz öffnet, lässt sich vermuten, dass es ein normales, aber mobiles Büro mit Bildschirmen ist und dass Herr Huang inzwischen aufgeräumt hat.
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21.08.2020
Disziplin
Es ist vollbracht. An Hauptverkehrskreuzungen und Überwegen herrscht jetzt Disziplin. Menschen eilen über Fußgängerkreuzungen, wenn der Sekunden-Countdown der Ampel losgeht oder bleiben stehen, wenn sie merken, dass sie es nicht mehr bei grün schaffen. Rechtsabbieger lassen Fußgänger erst passieren und sind nicht mehr der Meinung, sie haben immer Vorfahrt. Mopedfahrer steigen ab und schieben auf Fußgängerwegen. Entgegen Einbahnstrassen fahren ist auch selten geworden.
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Ab und zu gibt es immer mal wieder verstärkte Polizeipräsenz, besonders zu den morgen- und abendlichen Pendlerzeiten. Strafzettel werden sofort ausgestellt, per Handy, das per Foto den Verkehrssünder dokumentiert und sofort per WeChat oder Alipay die Strafe kassiert und ggf. Sünderpunkte verteilt.
Und ja, die Ampel-Kameras, die die Verkehrssünder auf dem Monitor zeigen, haben natürlich ihr übriges dazu beigetragen.
Gestern habe ich beobachtet, wie ein älterer Mopedfahrer einen Polizisten angesteuert ist, um zu fragen, wo er lang fahren darf. Undenkbar vor ein paar Monaten.
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23.06.2020
eine kleine Geschichte: Verkehrspolizei
Eine kleine Geschichte: Herr Li, der Verkehrspolizist
Deshalb wurde am Anfang auch auf "freundliche Aufklärung" gesetzt, was bedeutete: viel Polizeipräsenz auf Straßen und Kreuzungen, damit Verkehrsteilnehmer angehalten, aufgeklärt und gewarnt werden, dass ihr Verhalten zukünftig nicht toleriert werden wird: nein, bei ROT darf man NICHT über die Ampel fahren oder gehen. Als Scooter- oder Radfahrer darfst du NICHT in eine EINBAHNstrassen fahren, überhaupt müssen Fahrbahnrichtungs- oder andere Markierungen sowie Straßenschilder beachtet werden. Kreuzungen bitte nicht diagonal oder zu einem beliebigen Zeitpunkt, ohne zu gucken überqueren. Auch müssen motorisierte Zweiräder ordnungsgemäß zugelassen sein inklusive der Batterien, Windschutzvorrichtungen oder sonstigen selbstgetätigten Anbauten.
"Nicht immer zeigen sich die Verkehrsteilnehmer einsichtig", erzählt Herr Li und ein bisschen versteht er es auch, wenn sich Leute beschweren, dass sie nun große Umwege fahren müssen. Wenn er kann (und das geht nicht mehr oft, denn überall werden neue Kameras installiert), drückt Herr Li auch noch manchmal beide Augen zu, gerade bei älteren Verkehrsteilnehmern. "Aber auch die Alten müssen mit der Zeit gehen und sich an Regeln halten", fügt er dann aber streng hinzu "es dient zur eigenen Sicherheit und dem besseren Verkehrsfluss in Shanghai", so die Parole.
Inzwischen ist die Zeit der "freundlichen Aufklärung" vorbei, es werden Strafen und Punkte verteilt sowie Arbeitgeber informiert. Im Englischen wird von "crackdown" (Durchgreifen, Durchsetzen der Regeln) gesprochen. Seitdem geht es auf Shanghai's Straßen nun auch wirklich sehr viel disziplinierter zu.
Seine Arbeit macht Herr Li gern, jetzt sogar mehr als früher, denn die Arbeit ist sicherer geworden. Weil die Verkehrsteilnehmer mehr auf Regeln achten, werden auch die auf der Straße stehenden Verkehrspolizisten nicht mehr so häufig übersehen.
Kleingedrucktes zu meinen kleinen Geschichten: Personen, Namen, Handlungen und Zitate sind frei erfunden und nur ein neues Format meiner Bildkommentierungen.
Herr Li ist Verkehrspolizist in Shanghai und hat immer viel tun, aber seit einem Jahr besonders viel. Denn da wurde eine Anordnung erlassen, dass Verkehrsregeln auch von Zwei-, Dreiradfahrern und Fußgängern beachtet werden müssen. Seitdem können sich Herr Li und seine Kollegen kaum mehr vor Arbeit retten. "Natürlich galten Verkehrsregeln schon vorher für alle Verkehrsteilnehmer", erzählt Herr Li "aber viele Menschen, die keinen Autoführerschein haben, kennen die Regeln gar nicht", weiss er.
Deshalb wurde am Anfang auch auf "freundliche Aufklärung" gesetzt, was bedeutete: viel Polizeipräsenz auf Straßen und Kreuzungen, damit Verkehrsteilnehmer angehalten, aufgeklärt und gewarnt werden, dass ihr Verhalten zukünftig nicht toleriert werden wird: nein, bei ROT darf man NICHT über die Ampel fahren oder gehen. Als Scooter- oder Radfahrer darfst du NICHT in eine EINBAHNstrassen fahren, überhaupt müssen Fahrbahnrichtungs- oder andere Markierungen sowie Straßenschilder beachtet werden. Kreuzungen bitte nicht diagonal oder zu einem beliebigen Zeitpunkt, ohne zu gucken überqueren. Auch müssen motorisierte Zweiräder ordnungsgemäß zugelassen sein inklusive der Batterien, Windschutzvorrichtungen oder sonstigen selbstgetätigten Anbauten.
"Nicht immer zeigen sich die Verkehrsteilnehmer einsichtig", erzählt Herr Li und ein bisschen versteht er es auch, wenn sich Leute beschweren, dass sie nun große Umwege fahren müssen. Wenn er kann (und das geht nicht mehr oft, denn überall werden neue Kameras installiert), drückt Herr Li auch noch manchmal beide Augen zu, gerade bei älteren Verkehrsteilnehmern. "Aber auch die Alten müssen mit der Zeit gehen und sich an Regeln halten", fügt er dann aber streng hinzu "es dient zur eigenen Sicherheit und dem besseren Verkehrsfluss in Shanghai", so die Parole.
Inzwischen ist die Zeit der "freundlichen Aufklärung" vorbei, es werden Strafen und Punkte verteilt sowie Arbeitgeber informiert. Im Englischen wird von "crackdown" (Durchgreifen, Durchsetzen der Regeln) gesprochen. Seitdem geht es auf Shanghai's Straßen nun auch wirklich sehr viel disziplinierter zu.
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| Foto: Verkehrspolizei |
"Jetzt habe ich wieder normal viel zu tun", erzählt er, denn auch die Corona-Sonderschichten sind seit Mai eingestellt, zu denen Herr Li Straßenkontrollen beaufsichtigen musste, damit Temperatur und Gesundheit-QRcodes der Autofahrer geprüft werden konnten.
Sein heutiger Dienst hat wieder an der Zufahrt zur Yanan Hochstraße, Ecke Ruijin Strasse begonnen. Da steht er morgens ab 7 Uhr und schaut, wie sich der Berufsverkehr auf der Hochstrasse entwickelt. Wenn diese zu voll wird, sperrt er die Auffahrt einfach ab oder wie heute, öffnet nur eine Spur, um weniger Autos rauf zu lassen. "Das ist das effektivste Mittel", erklärt er und zuckt mit den Achseln "in Shanghai gibt es einfach zu viele Autos".
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| Foto: Hochstraßenauffahrt |
Seine Arbeit macht Herr Li gern, jetzt sogar mehr als früher, denn die Arbeit ist sicherer geworden. Weil die Verkehrsteilnehmer mehr auf Regeln achten, werden auch die auf der Straße stehenden Verkehrspolizisten nicht mehr so häufig übersehen.
Kleingedrucktes zu meinen kleinen Geschichten: Personen, Namen, Handlungen und Zitate sind frei erfunden und nur ein neues Format meiner Bildkommentierungen.
22.01.2019
Marktführer
Es ist aus Deutschland kein unbekanntes Bild, überall Volkswagen zu sehen, ob als Taxi oder Polizeiauto. Nach 3 Jahren Korea ist der Anblick nicht mehr ganz so vertraut gewesen und immer nochmal ein Foto wert. Obwohl es inzwischen viele "reine" chinesische Konkurrenten gibt (im Gegensatz zu den staatlichen Joint Ventures mit Auslandsbeteiligung) ist Volkswagen in China immer noch Marktführer mit über 3 Mio Fahrzeugen und ca 13% Marktanteil. Klein-Skoda verkaufte 2018 um die 350.000 Fahrzeuge.
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| Foto: Autorität |
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Police,
Volkswagen
05.12.2018
traffic police hand signals
Für den Führerschein test muss man auch die Handzeichen der Verkehrspolizei kennen. Als Westler wünschte man sich, dass man irgendwie eine Übersicht findet, die erklärt und verstehen hilft. Denn die meisten sind alles andere als intuitive (das englische Wort ist perfekt: counter-intuitive) Als Chinese lernt man wohl einfach die Antworten auswendig aus dem insgesamt ca 1.500 Multiple Choice.
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| Foto www.cram.com/flashcards/chinese-driving-hand-signals |
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| Foto: Übersicht zur Programmierung einer Synchronisierung zwischen Ampel und Polizist |
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03.12.2018
[CHN vs KOR] - Verkehrspolizei
Zu Stosszeiten gab es hin und wieder auch in Korea einen Verkehrspolizisten, meistens aber wurden Helfer eingestellt - entweder alte Taxifahrer oder junge, schicke Aushilfskräfte - mit geringer Erfahrung und wenig Autorität gegenüber den Verkehrsteilnehmern. In China wird Verkehr zu Stosszeiten fast ausschliesslich von echten Verkehrspolizisten geregelt, die geschult sind, absperren, umleiten etc. Sie haben feste Plätze, wo sie stehen, denn man weiss ja schliesslich genau wo und wann das Verkehrsaufkommen zu hoch wird und geregelt werden muss.
Auch die Auffahrten zu Hochstrassen werden reguliert, wenn es zu voll wird und dann kurzzeitig gesperrt, was bei Mr Jin immer ein lautes Stöhnen hervorruft, denn dann muss er doch seine Telefon-Navigation einschalten, um die nächste Auffahrt zu finden.
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| Foto: Polizeischirm im Boden eingelassen |
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| Foto: Yanan Elevated Road - es wird gegen 7:45 voll |
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