28.01.2026

Seoul

Es war nicht das kalte Wetter, sondern Isabela, von der ich mucg angesteckt habe. So oder so, wäre ich bei den 30 Grad Temperaturunterschied aber bestimmt erkältet zurückgekommen. Seungwon hatte mir zwar seinen dicken Mantel geliehen und drinnen war es überall mächtig warm, aber gefroren habe ich trotzdem.












Im Zeitraffer:

Jenny - hat VW verlassen und nimmt sich nun erstmal eine einjährige Auszeit, was für Koreaner:innen total ungewöhnlich ist. Fast genauso ungewöhnlich ist, dass Jupil, ihr Chef, nun wieder einen Schritt zurück geht und seinen alten Job nimmt (den Jenny hatte). Win. win.

SK - ist wieder bei einer Agentur und inzwischen leitet er ein großes Team. Elina und Emily sind nicht so happy in der größeren Wohnung, denn sie haben nun getrennte Zimmer. Wir haben Skipbo gespielt.

Natalie - ist seit 1 Jahr bei Porsche. Zum Glück hat nun der Chef aufgehört. Sie fühlt sich aber noch nicht ‘ready’, um sich auf seinen Job zu bewerben. Frauen!!

Jimin - arbeitet bei Hyundai Card und ist verantwortlich für die Spaces (wie Bücherei, Museum etc) inkl. aller Veranstaltungen. Das Team ist sehr groß (50) und sie struggled. Frauen!!

Seungwon und Jiyeung haben neue Pläne für 2026, die alle Karriereunterhaltungen in den Hintergrund rücken: sie wollen doch Eltern werden.

BJ - seine Frau wurde leider wieder mit Krebs diagnostiziert und seine ältere Tochter ist krank, man weiss aber gar nicht, was es sein könnte (unbestimmter Schmerz, Psyche…)

Youmin - geht es wieder gut. Ihr Ex musste ins Gefängnis, weil er keinen Unterhalt zahlt und seither bemüht er sich etwas mehr.


18.01.2026

Roadtrips

Es ist für mich das erste Mal gewesen, dass ich per Auto, genauer Golf GTI, der in Malaysia montiert wird (= local assembly) über die Grenze von Malaysia - Singapur fahre. Es sind ca. 370km und Wartezeiten an der Grenze sowie Staus in den Citys bestimmen, ob man es in 5 oder eher 8 Std. schafft. Robert war einmal mit dabei - und dann war es ganz egal inkl. Stauumgehung über die Landstraße, was ich allein wohl eher nicht gemacht hätte.






13.01.2026

Umzug

Irgendwie war es alles anders geplant…aber das anstehenden Feuerpferdjahr zeigt vielleicht schon Vorboten. Freundin Isa ist ganz plötzlich (mit nur 2 Wochen Ankündigung) von Sinapur nach Malaysia (zurück)transferiert worden, so dass auf einmal 2 Katzen in Singapur betreut werden wollte, bis Isa dann eine Wohnung gefunden hat und sie mit rüber können. Zum Glück ist nach Malaysia keine Quarantäne notwendig, nur eine Untersuchung. Husband war damit aber ein mega Umzugshelfer und Katzenversorger (auch wenn wie uns nun kaum gesehen haben, während er hier war.)





21.12.2025

Masterclass

Freitag war ein Arbeitstag in Barcelona, denn ich hatte einer Masterclass zugesagt, die an einer Privat-Fachschule zusammen mit Seat/Cupra gegeben wird. Die 17 Student:innen aus aller Welt (von Indonesien bis Irland, sogar eine Studentin aus Usbekistan war mit dabei) machen ihr Masterdegree in Brand Management & Creativity. Fabien hat diesen Studiengang entwickelt, Sonia und ich waren als guest speaker eingeladen.





19.12.2025

Mushroom Market

Im November ist in und um Terrassa herum Pilzsaison - und der Wochenmarkt ist diesem Thema für einige Zeit gewidmet, inkl. einem ‘Erklärstand’ mit einem Pilzexperten.






17.12.2025

Tee to go

Am Samstag Morgen haben wir eine kleine Runde in den Hügeln von Terrasse gedreht. Immer dabei im Rucksack: eine Thermoskanne heisses Wasser, damit der Tee dann frisch zubereitet werden kann.



16.12.2025

Klavierrolle

In Asien hatte ich sie schon öfter gesehen, die ‘Klavierrolle’ - aber wer hat sie? Sònia in Spanien. Und Rubie hat sie gleich ausprobiert, als wir uns alle zusammen in Terrassa getroffen haben.




22.11.2025

Castell - Menschentürme

Die katalanische Tradition der Castells besteht aus beeindruckenden Menschentürmen, die seit dem 18. Jahrhundert vor allem in Katalonien aufgebaut werden. Teams, die colles castelleres genannt werden, bilden dabei mehrere Etagen aus Menschen, wobei die stärksten unten stehen und die leichtesten – oft Kinder – die Spitze bilden. Der Aufbau erfordert nicht nur körperliche Kraft und Gleichgewicht, sondern vor allem Vertrauen, Präzision und gemeinschaftliche Zusammenarbeit. Castells werden bei Festen und Wettbewerben präsentiert und gelten als starkes Symbol für katalanische Kultur und Zusammenhalt.

In Terrassa/Barcelona wird montags, mittwochs und freitags trainiert. Wir sind um 18:30 vorbei gefahren, da trainierten auch die Kleinen in der Halle, mit Netzen, an Stangen und auf Matten. Um 23:30 sind wir nochmal vorbei gekommen, da wurde dann draußen ‘gebaut’. Der für den Aufbau eines Castell zuständigr  „Trainer“ heißt cap de colla.

Der cap de colla steht am Rand des Turms und gibt klare, kurze Kommandos, die den Aufbau steuern: Er sagt zum Beispiel, wann einzelne Ebenen „schließen“ sollen, ob jemand seine Position korrigieren muss, wann die nächste Etage klettern darf oder ob der Turm stabil genug ist, um weiterzugehen. Er kündigt auch an, wenn der Turm vollständig steht (carregat) und wann kontrolliert abgebaut werden soll. Seine Rufe helfen dem gesamten Team, synchron, sicher und ruhig zu handeln.








12.11.2025

Trinksprüche

In Usbekistan ist das „Toasten“ bei festlichen oder geschäftlichen Mahlzeiten ein fester Bestandteil der traditionellen Mehmondo‘stlik – der usbekischen Gastfreundschaft. Wenn man sich an den Tisch setzt, beginnt das Essen oft mit einer kurzen Rede des Gastgebers, der den Gästen Dank und Respekt ausspricht und gute Wünsche für Gesundheit, Erfolg und Frieden äußert. Danach erheben auch andere Anwesende nacheinander ihr Glas, um ähnliche Worte zu teilen. Diese Trinksprüche sind nicht nur höfliche Formalität, sondern Ausdruck von Herzlichkeit, Vertrauen und Gemeinschaft. Sie zeigen, dass Beziehungen in Usbekistan auf persönlicher Nähe und gegenseitiger Achtung beruhen. Zwischen den Toasts wird gegessen, gelacht und erzählt – das gemeinsame Trinken ist dabei weniger ein bloßer Akt des Alkoholkonsums, sondern ein rituelles Band, das Gastgeber und Gäste miteinander verbindet. Sarvar war sogar so gastfreundlich, dass er jede Menge Wodka mit Andreas trank, obwohl er sagte, dass er eigentlich nicht trinkt. Die anderen haben mit Wasser angestoßen.




11.11.2025

Chorsu Markt










Der bekannteste Markt in Taschkent mit dem großen blauen, kuppelförmigen Dach heißt Chorsu-Basar (usbekisch: Chorsu bozori). Er liegt im historischen Zentrum der Stadt, unweit der Kukeldasch-Medrese, und gilt als einer der ältesten und bedeutendsten Märkte in Zentralasien. Das markante blaue Kuppelgebäude stammt aus den 1980er-Jahren und ist ein Wahrzeichen Taschkents. Unter der riesigen Kuppel werden vor allem frische Lebensmittel, Gewürze, Fleisch, Trockenfrüchte und traditionelle usbekische Produkte angeboten. Rund um das Hauptgebäude erstreckt sich ein weitläufiges Marktareal mit weiteren Ständen, kleinen Werkstätten und Straßenhändlern – ein lebendiger Ort und Andreas wollte unbedings noch Gewürze für Plov (siehe früherer Blogeintrag) kaufen.



10.11.2025

Austauschbar

In Usbekistan gibt es viele Staatsunternehmen, weil das Land nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 viele ehemalige sowjetische Betriebe übernahm und sie bewusst im Staatsbesitz behielt. Die Regierung setzte auf eine Politik der Importsubstitution und staatlich gelenkten Industrialisierung, um wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen und Arbeitsplätze zu sichern. Strategische Sektoren wie Energie, Verkehr und Industrie sollten unter staatlicher Kontrolle bleiben, was zu einem langsamen Privatisierungsprozess führte. Erst seit Präsident Mirziyoyev (ab 2016) öffnet sich das Land schrittweise stärker für den privaten Sektor und ausländische Investoren.

Im Automobilsektor ist es der Staatbetrieb UZAuto mit General Motors/Chevrolet, der weiterhin über 80% Marktanteil hat. UzAuto (früher hießen sie auch GM Uzbekistan) entstand aus einer Kooperation zwischen dem usbekischen Staatskonzern Uzavtosanoat und dem amerikanischen Autobauer General Motors. Diese Kooperation war ein Joint Venture, bei dem Uzavtosanoat etwa 75 % und GM rund 25 % der Anteile hielt. GM brachte Know-how, Technologie und Fahrzeugdesigns ein, während Usbekistan die Produktionsstätten, Arbeitskräfte und den Zugang zum lokalen Markt bereitstellte. So konnten Chevrolet-Modelle wie der Spark oder der Nexia in Usbekistan hergestellt werden.

Diese enge Zusammenarbeit führte dazu, dass UzAuto über viele Jahre eine marktbeherrschende Stellung im Inland hatte, da Importzölle auf ausländische Autos sehr hoch waren. 2019 zog sich GM jedoch aus dem Joint Venture zurück, und das Unternehmen wurde vollständig usbekisch verstaatlicht und in UzAuto Motors umbenannt. Seitdem produziert UzAuto weiterhin unter der Marke Chevrolet, allerdings auf Basis von Lizenz- und Technologievereinbarungen mit GM, nicht mehr als gemeinsames Unternehmen. Seit 2025 haben wir nun u.a. einen Importeurvertag mit UzAuto, die für uns aber Alyans Auto heissen. Kein Wunder also, dass viele der ehemaligen GM Händler nun ‘konvertiert’ werden sollen. Das ist nicht schwer, denn inzwischen sind die ‘Bauten’ sehr austauschbar: einfach Logo an die Fassade mit ein bisschen CI/CD Farbe oder leicht veränderter Eingangsbereich. Zack, neue Marke drin. Investorenfreundlich, nennt man das.