31.05.2026

Mako im Palau Robert

Ein bisschen Kunst in Barcelona musste auch sein - Alex ging es an dem Tag so gut, dass er auch mit kam (inkl. seinem Klapprad) und hatte auch die Ausstellung rausgesucht, die klein aber fein war mit Werken der inzwischen 88jährigen Mako.










Mako Artigas, eigentlich Masako Ishikawa, ist eine japanische Künstlerin und Textildesignerin, die seit den 1960er Jahren in Katalonien lebt. Geboren 1937 in Tokio, wuchs sie in einer Familie mit enger Verbindung zur japanischen Textilindustrie auf und entwickelte früh ein Gespür für Stoffe, Muster und traditionelle Drucktechniken. Nach ihrem Studium kam sie nach Barcelona und arbeitete später viele Jahre erfolgreich in Paris.

Dort entwarf sie Stoffe und Muster für internationale Modehäuser wie Dior, Paco Rabanne, Nina Ricci oder Kenzo. Ihre Arbeiten verbanden japanische Ästhetik mit der experimentellen Formensprache der europäischen Avantgarde und prägten die Mode der 1970er und 1980er Jahre maßgeblich mit.

Charakteristisch für ihren Stil sind organische Formen, florale Motive und geometrische Strukturen. Sie arbeitete mit Gouache, Tusche und traditionellen japanischen Techniken wie dem Katagami-Schablonendruck. Ihre Entwürfe wirken zugleich poetisch, frei und präzise.

Mako Artigas bewegte sich in internationalen Künstlerkreisen und begegnete Persönlichkeiten wie Joan Miró oder Alexander Calder. Sie ist mit dem katalanischen Bildhauer Joan Gardy Artigas verheiratet und lebt in Gallifa bei Barcelona. Neben dem Textildesign widmet sie sich seit vielen Jahren auch der Keramik- und Emailkunst.

Auch im hohen Alter bleibt sie künstlerisch aktiv. Retrospektiven wie „MAKO. El sonido de los pétalos“ würdigten zuletzt ihr Lebenswerk und ihren besonderen Beitrag zur Verbindung von japanischer Tradition und europäischer Moderne. Das im kleinen Palau Robert.

Palau“ ist das katalanische Wort für „Palast“ oder „Palais“. Der Name geht auf den Politiker und Aristokraten Robert Robert i Surís zurück, für den das Gebäude Anfang des 20. Jahrhunderts in Barcelona errichtet wurde. Heute ist der Palau Robert ein bekanntes Kultur- und Ausstellungszentrum in Barcelona, in dem regelmäßig Kunst-, Fotografie- und Designausstellungen stattfinden.




 

29.05.2026

Paella

Der Grund, warum ich dieses Mal am Wochenende bei Alex und Rubie übernachten habe, war , dass Sònia ein volles Haus mit Freund:innen aus Studienzeiten hatte. Es gab zu diesem Anlass ein riesiges Paella-Essen bei Sònia, zu der wir auch eingeladen waren inkl. eine anschließenden Tee-Testing/Probe von ‘Rubie Black’ mit leckeren Brownies.








26.05.2026

Per Renfe nach Barcelona

Renfe ist die staatliche Bahngesellschaft Spaniens und betreibt in Barcelona das Nahverkehrsnetz „Rodalies“. Aktuell gibt es dort massive Probleme: häufige Verspätungen, Zugausfälle, Streiks, Infrastruktur-Schäden und Sicherheitsprobleme nach mehreren schweren Zwischenfällen und jahrelanger Unterinvestition. Seit einem schweren Unfall bei Gelida Anfang 2026 wurden zeitweise kostenlose Fahrten bzw. kostenlose Monatskarten als Entschädigung eingeführt. Die Gratisaktion wurde mehrfach verlängert und läuft laut aktuellen Berichten bis Mai 2026. Deshalb ging es am Wochenende gleich mehrmals rein in die Stadt (es dauert ca. 1 Std von dem Vorort Terrassa in die Innenstadt von Barcelona), zum Cupra Haus, Essen, Bücherstöbern und ein wenig Sightseeing. Oft auch als ‘Vorhut’, denn ich bin früh aus den Federn, damit Alex und Rubie erstmal ihre Ruhe hatten (was Rubie auch brauchte, denn am 7.5. ging’s bei ihr wieder los mit der Arbeit in der Agentur, in der sie auch schon vor ihrer 3-monatigen Auszeit gearbeitet hat.). Rubie kam dann später nach und wir haben uns dann in der Innenstadt getroffen. Das Wetter in Barcelona war übrigens kühler und verregneter als in Deutschland, wo Anfang Mai schon mal fast 30 Grad waren. In Barcelona waren es max. 25 Grad.














24.05.2026

Walpurgisnacht

In Spanien wird sie nicht nur an einem Tag gefeiert, die Walpurgisnacht, sondern das ‘Feuerspielen’ mit Trommeln,  Hexen-/Teufelkostümen und Tanz gibt es an mehreren Tagen. Trotz großer Menschenmenge, haben Rubie und ich Sonia gefunden, gut geschützt, denn sie war eine ‘unter & durch das Feuer’-Tänzerin.







Bei uns ist die Walpurgisnacht die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai. Früher glaubte man, dass sich Hexen und Geister treffen, gleichzeitig wurde mit Feuern der Winter vertrieben und der Frühling gefeiert. Der Name kommt von der heiligen Walburga.

In Spanien gibt es kein genau gleiches Fest, aber mehrere ähnliche Nächte mit Feuer, Magie und alten Bräuchen, z. B. die Noche de San Juan. Weil jede Region eigene Traditionen hat, gibt es solche Feste dort mehrmals im Jahr. In Terrassa fand das ‘Walpurgis - Hexenfeuer’ 3 Nächte lang statt.


23.05.2026

100 Jahre Lufthansa

In diesem Jahr feiert Lufthansa ihren 100. Geburtstag. Das Logo dafür gefällt mir: schlicht und trotzdem mit dem Kranich.

 

20.05.2026

Mochi & Savvy

Die beiden Katzen sind so ‘semi-begeistert’ von der neuen (temporären) Wohnung von Isa, aber zumindestens können sie sich hier besser aus dem Weg gehen. Savvy ist deutlich erschlankt (wahrscheinlich weil die Wohnung mehr Auslauf bietet), aber hat angefangen nicht nur die dafür vorgesehenen Kratzbäume, sondern auch das Sofa zu bekratzen. Sie scheint sich irgendwie mehr in der Wohnung zu langweilen trotz vergrößertem Spielangebot von Isa und schläft nun auch sehr viel. Mochi ist nachwievor zurückgezogen, schreckhaft und braucht immer weniger Tier- oder Menschfreund, so scheint es zumindest.




18.05.2026

GMBB Mall

Die GMBB in Kuala Lumpur ist kein klassisches Einkaufszentrum, sondern eine kreative Community-Mall und Plattform für Kunst, Kultur und lokale Kreativschaffende. Das Konzept basiert darauf, Künstler:innen, Designer:innen, Handwerker:innen und kulturelle Initiativen in einem gemeinsamen Hub zusammenzubringen, um Kooperationen, Veranstaltungen und kreative Programme zu fördern. GMBB versteht sich als Ort, der die kreative Szene im Klang Valley unterstützt, weiterentwickelt und vernetzt – unter anderem durch kreative Vermietungskonzepte, Partnerschaften, Events sowie kuratierte Inhalte und Workshops. Ziel ist es, unterschiedlichen Communities Raum zum Wachsen zu geben und durch Zusammenarbeit mehr kulturellen und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Der Leitgedanke „More Together“ beschreibt dabei die Philosophie des Hauses: Gemeinsam entstehen stärkere kreative Netzwerke und neue Ideen. Hoffentlich trägt sich so ein Konzept eine Weile.








16.05.2026

Merdeka 118

Mich stört er richtig im Stadtbild und auch in Kuala Lumpur bleibt er umstritten, der Merdeka 118. Er war ein viel zu teures Prestigeprojekt, dessen Milliardenkosten angesichts sozialer Probleme wie hoher Lebenshaltungskosten oder Wohnungsmangel schwer zu rechtfertigen seien; zudem wird kritisiert, dass das Großprojekt rund um den Turm Mieten und Immobilienpreise steigen lässt und damit zur Verdrängung kleiner Geschäfte und Bewohner beiträgt. Weitere Diskussionen drehen sich um die starke Kommerzialisierung eines nationalen Symbols („Merdeka“ bedeutet Unabhängigkeit), um die Frage, ob der Höhenrekord durch die riesige Spitze künstlich erzeugt wurde, sowie um den enormen Ressourcen- und Energieverbrauch eines solchen Mega-Wolkenkratzers. Gleichzeitig ist er ein Zeichen von Modernität, technologischem Fortschritt und nationalem Stolz.








14.05.2026

Nyonya Küche

Die Nyonya-Küche, auch Peranakan-Küche genannt, entstand in Malaysia und Singapur aus der Verbindung chinesischer Einwanderer mit der malaiischen Kultur. „Nyonya“ war die traditionelle Bezeichnung für Frauen der Peranakan-Gemeinschaft, weshalb die Küche nach ihnen benannt wurde. 

Die Peranakan entstanden ab dem 15.–17. Jahrhundert: Chinesische Händler — meist aus Südchina — ließen sich auf der Malaiischen Halbinsel nieder und heirateten lokale Malaien. Daraus entwickelte sich eine eigene Mischkultur mit eigener Sprache, Traditionen, Kleidung und eben eigener Küche.

Charakteristisch für sie ist die Mischung chinesischer Kochtechniken mit malaiischen Gewürzen und Zutaten wie Kokosmilch, Chili, Tamarinde oder Zitronengras. Die Gerichte gelten als besonders aromatisch und verbinden oft süße, scharfe, saure und salzige Aromen gleichzeitig. Typische Beispiele sind Laksa (würzige Kokus-Curry-Suppe) oder Otak-Otak (Fischpaste mit Gewürzen gegrillt im Bananenblatt). Das Restaurant in KL war auch besonders nett (& traditionell-alt) eingerichtet.