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14.11.2020

Visa

Als wir in den Heimaturlaub nach Deutschland sind, war klar, wir brauchen ein neues Visum für die Einreise nach China. Sämtliche Visa für Ausländer waren storniert worden, was eine pragmatische Art ist, die Einreise zu limitieren und damit "Covid-Importe" zu stoppen. Eine ganze Weile wurden dann auch keine neuen Visa ausgestellt, was bedeutete: einmal raus, nicht mehr rein. Als dieses Prinzip für Deutschland aufgehoben wurde, haben wir die Gelegenheit genutzt und sind ausgereist.

Die Visa-Neubeantragung war dann gar nicht so einfach: der Visa Service meldete sich auch nach mehreren Emails nicht, das Anstehen in der chinesischen Botschaft in Berlin brachte nichts, denn sie stellen keine Visa mehr aus, schickte uns dann aber zu einer Stelle, die komplett verwaist & geschlossen war. Dann endlich ging doch mal jemand ans Telefon beim Visa-Service und teilte uns eine neue Adresse mit. Dort war das Büro dann auch fast ganz verwaist, denn alle sind in Kurzarbeit. Klar, wer braucht heute noch Visa für Reisen? Der Antrag muss aber online ausgefüllt werden und das kann leider nicht mehr bei der Visa-Stelle gemacht werden, denn die Rezeption wurde geschlossen und der öffentliche Computer dort abgebaut. Also zurück nach Hause, Antrag ausfüllen, was nicht ganz einfach war wegen der vielen Details und Systemproblemen... und so kam es, dass wir einen ganzen Tag in Berlin hin und her gefahren sind und es nicht mehr geschafft haben, innerhalb der Öffnungszeiten den Antrag abzugeben. Klar doch, denn sie hat ja jetzt stark verkürzte Öffnungszeiten. Aber, der nette Herr Schulz hat auf uns gewartet, den man übrigens nie direkt anrufen konnte, sondern immer nur über die Zentrale in Frankfurt... 

2 Wochen später haben wir dann unsere Pässe samt neuem Visum abgeholt, um parallel zu erfahren, dass man ab 28. September wieder mit seinem alten Visum einreisen kann. Wie sagt man so schön: außer Spesen, nichts gewesen... :) Aber wir hatten 3 herrliche Spätsommer-Tage in Berlin mit #cantheskybeanybluer



14.01.2019

Voll beladen

Heute soll nun endlich unser Container/Gepäck aus Korea ankommen. Es hat lange gedauert, weil das Arbeitsvisum erst Mitte Dezember fertig und in meinem Pass eingetragen war und dies notwendig, um die Verzollung vorzunehmen. So voll beladen wie dieses Lastenfahrrad ist der Container zwar nicht, aber es bangt uns schon davor wie voll es auf einmal in der Wohnung werden wird :)
Foto: Ladung

14.10.2018

first impressions_Gesundheitscheck

Ich habe zwar bereits das richtige Visum zum Arbeiten in China, aber es fehlt noch die Arbeitsgenehmigung. Warum: weil man einen Gesundheitsscheck in China machen muss, bevor man diese beantragen kann. Blut, EKG, Aids, Röntgen,... keiner wusste genau, ob die Untersuchung, die bei VW gemacht wurde, anerkannt wird. Na gut.
Foto: Anstehen
Mr Jin holte uns am ersten Mittwoch um 7:45 Uhr ab und fuhr in eine Klinik, die scheinbar darauf spezialisiert ist, die Untersuchung zu machen, denn es herrschte Massenabfertigung und schon um 9:00 viel Andrang.
Kein Ausländer kam ohne chinesische Betreuungsperson, die die Formulare trägt, sich anstellt, klärt, spricht, sagt, wo man als nächstes anstehen muss oder sich setzen soll.

Anstehen Nr. 1: Empfang - die Formulare waren von der Agentur schon vorausgefüllt. Praktisch. Also nur noch 3 Passfotos dazu, Reisepass zeigen, hier und hier und hier unterschreiben und in die Kamera lächeln, Formulare, Namens-Sticker und Nummer mitnehmen.

Anstehen Nr 2: Arztgespräch - nicht wirklich ein Gespräch. Denn ausser "good morning" hat man nicht viel gesagt, sondern die Formulare wurde angeschaut, die VW Ergebnisse kritisch angesehen, Stempel drauf und entschieden: Es reicht Röntgen (innerlich: kleines Tänzchen :). Das alles bei geöffneter Tür und Durchsichtfenster.

Anstehen Nr. 3: eine energische junge Krankenschwester, die auch im Gefängnis arbeiten könnte, kommandiert einen ins nächste Zimmer: Ausziehen, hier Schlüssel für Schrank um die Sachen reinzutun, hier Bademantel anziehen, hier Formulare selbst tragen. Zimmer 109 weiter.

Anstehen Nr. 4: Röntgenzimmer. Mit Bademantel ran stellen. Einatmen. Danke. Zimmer 111.

Anstehen Nr. 5: Eine junge Krankenschwester sitzt vor Spritzen und Kanülen gebeugt mit dem Rücken zur Tür. Oh. Ok, aber sie hatten ja gesagt kein Blutabnehmen, vielleicht wird hier eine Fingernagel- oder Haarprobe für DNA Test entnommen??? Mich würde hier nichts wundern. Nein, Versehen. Ich kann wieder gehen und meine Sachen holen. Auf dem Gang sieht man jede Menge kopfschüttelnde Ausländer im Einheitsbademantel, die sich alle sichtlich unwohl fühlen, so abgefertigt zu werden. Für Chinesen ist das wahrscheinlich aber ganz normal, denn nur so kann man wohl "Massen bewältigen".

Wir sind fertig. Weiter geht's zur Führerscheinstelle, wo wir wohl auch etwas beantragen und ganz bestimmt viel Anstehen müssen.

15.02.2016

Transitvisa

Ein 48-Std-Beijing-Transitvisum bedeutet, dass man innerhalb von 48 Stunden aus der Hauptstadt ein- und wieder ausgereist sein muss, aber nicht den gleichen Hinflug- wie Rückflugzielort haben kann. Daher ging es von Seoul nach Beijing und zurück mit kurzem Zwischenstopp in Hong Kong.
Foto: Icon of Hong Kong - rote Taxis

Happy memories! Ja, die roten Toyota Taxen mit den selbst öffnenden Türen gehören definitiv zu den Erkennungszeichen Hong Kongs. Husband ist zwischenzeitlich auch schon öfter mal wieder dort gewesen, um seine casual football Kumpel zu treffen und eine Runde zu kicken.
Foto: Happy Valentinsday! ;)(;

14.01.2016

Alien Registration Card

Für die Beantragung eines Visums muss man persönlich bei der Einwanderungsbehörde erscheinen, benötigen zwar keinen extra Termin, aber Koreanisch Kenntnisse zum Ausfüllen aller Formulare, so dass wir mit einer Mitarbeiterin der Relocation Agentur gleich in unserer ersten Woche dort waren und 2 Wochen später bereits unsere Alien Registration Card (ARC, Ausländermeldekarte) in den Händen hielten, eine blaue Karte im praktischen Scheckkartenformat, die uns bei der Einreise am Flughafen das Ausfüllen einer 'arrival card' erspart. JTEBS und anders als in Hong Kong muss man sich mit ihr leider trotzdem in die Warteschlange der Ausländer bei der Immigration am Flughafen einreihen http://awarekorea.com/apply-e-2-alien-registration-card.
Foto: Immigration Office