18.06.2014

Concept Mall

Was ist das Bikini Berlin? Was eine Concept Mall? war eine JTEBS Frage. Netterweise wird es auf der Webseite von Bikini Berlin direkt beantwortet www.bikiniberlin.de: "BIKINI BERLIN integriert die weltweit erste Concept Mall, eine Ansammlung von sorgsam kuratierten und aufeinander abgestimmten Boutiquen, Concept- und Flagship Stores sowie Gastronomie- und Dienstleistungsanbietern."
Foto: Bikini Berlin
Weiter heißt es: "Die Concept Mall richtet sich an ein anspruchsvolles, trend- und stilbewusstes internationales Publikum mit hohem Anspruch an Qualität. Die architektonischen Highlights, wie die hinter dem Bikinihaus gelegene Dachterrasse mit Blick auf den Zoologischen Garten oder die große Halle unterhalb der Dachterrasse, der sogenannte BIKINI BERLIN POOL, bieten Raum für neue Ideen und Trends. Hier findet der Besucher einen besonderen Marktplatz mit zwanzig festen Pop-Up Stores, den BIKINI BERLIN BOXES, welche für bis zu einem Jahr angemietet werden können. Der BIKINI BERLIN POOL kann auch als große Eventfläche für Veranstaltungen oder Ausstellungen genutzt werden." Ein besonderer Schmunzler: der Toiletten-Weghinweis 2theloo ('Bezahltoiletten' versteht sich!) Ja, das Publikum war international und alle Verkäufer sprechen Englisch (und manchmal gar kein Deutsch ;)
Foto: Bikini Berlin Innenansicht, Pop up Store Fläche
Wer nicht in den neuen Aeosop Laden in Berlin Mitte kommt, wird übrigens auch im Bikini Berlin fündig. Und auch ganz wichtig anzumerken: im Laden 'Gestalten' gibt es die wunderbare Marke PB0110.
Foto: Aeosop in Berlin Mitte und im Bikini Berlin
Nach den Erläuterungen, was eine Concept Mall ist, nenne ich das PMQ (Police Married Quarter) hier in Hong Kong auch ab sofort Concept Mall: ein ehemaliges Wohnheim für verheiratete Polizisten, nicht einfach abgerissen, sondern mit einem feinen Blick für Design, Architektur und Bestandserhaltung umgebaut, große Ausstellungsfläche, die die beiden Gebäude verbindet, Werkstätten, Galerien, Shops, Dachterrasse, Pop-up events u.v.m. www.pmq.org.hk/the-site/our-concept. Das kulinarische Erlebnis kommt allerdings etwas zu kurz (und das in Hong Kong!?!)
Foto: PMQ, Creativity in Hong Kong has a new address


Foto: PMQ, ein ehemaliges Wohnheim für verheiratete Polizisten

17.06.2014

1.600 Panda

Gleich neben den Nike Fußballhelden, konnte man am Samstag eine weitere Installation in Tsim Sha Tsui bewundern, die weit weniger Werbecharakter hatte, aber genauso aufmerksamsstark war.
Foto: Pandas in Hong Kong
Sie sind aktuell in Hong Kong unterwegs, die 1.600 Pandas aus Pappmaché. Die Aktion wurde von der Tierschutzorganisation WWF initiiert und will damit auf die Bedrohung des Pandas aufmerksam machen will, von denen es in freier Wildnis nur noch 1.600 geben soll. Die Pappmaché-Tiere, die vom französischen Künstler Paulo Grangeon gestaltet wurden, ziehen seit 2008 durch die Welt und waren schon in mehr als 100 Ländern zu sehen. Es gibt von der Tour tolle Bilder u.a. auch auf der Webseite vom PMQ, wo sie ihre Hong Kong Tour beenden werden www.pmq.org.hk/event/1600-pandas-world-tour-in-hong-kong.
Foto: Panda Flash Mob Aufbau
Ich bin am Wochenende wieder antizylisch unterwegs gewesen = früh morgens los. Auf diese Weise ist Hong Kong immer herrlich leer und hitzetechnisch relativ gut zu ertragen, so dass ich den Aufbau miterlebt habe: leerer Platz, die erste VIP Crew trifft ein und bespricht mit der Polizei die Lage. Dann wird eine Absperrung errichtet, jede Menge Helfer kommen, schließlich zwei mit Panda beladene LKWs. (Huch, die sind aber klein und sahen auf den Fotos viel größer aus.) Mit wenig Anweisungen geht es dann los, das Team hat Übung und es scheint nur ein paar einfache Regeln für den Aufbau zu geben. Gestartet wird mit größeren Abständen zwischen den Pandas. Zu viele gleiche Pandas (stehende, sitzende) bitte nicht zusammen stellen und sie bitte in verschiedene Richtungen gucken lassen. 
Foto: Installation der Pandas in Tsim Sha Tsui
Später werden dann die Lücken peu a peu mit 'supervisor support' aufgefüllt und mir wird es zu heiß. Es war aber auch ein sonnig-warmer Samstag und unsere erste T1-Taifunwarnung, die in der Regel mit schönem Wetter einher geht.
Foto: Blauer Himmel vor dem Sturm


16.06.2014

Fußball, Fußball, Fußball

Hong Kong ist natürlich auch im Worldcup-Fieber, auch wenn die Spiele frühestens ab Mitternacht live übertragen werden. Aber es gibt überall Aufzeichnungen zu sehen und jede Menge anderer Indizien, dass gerade der Fußball regiert wie z. B. die Nike Installation zu ihrer #riskeverything Trickfilm Kampagne https://www.youtube.com/watch?v=Iy1rumvo9xcwww.huhmagazine.co.uk/nike-install-gigantic-the-last-game-football-figures-in-hong-kong.
Foto: Nike Werbung im Großformat

Foto: Last Game, #RiskEverthing # HK
Und wenn das Weltcup Fieber jetzt weit spannender ist, berichte ich trotzdem schnell noch von meiner Reise nach Berlin, wo ebenfalls der Fußball regierte, nämlich zum DFB Pokalfinale. Nein, ich bin natürlich nicht deshalb nach Berlin, sondern wegen des Marketing Round Table, aber die Fußballstimmung am Samstag war beeindruckend und unübersehbar gelb. Zumindest rund um die Gedächtniskirche und neue Concept Mall Bikini Berlin, die ich mir anschauen wollte und dabei nicht bedacht hatte, dass es viele Fans geben wird, die gar nicht ins Stadion gehen und trotzdem nach Berlin kommen.
Foto: BVB Fans
Egal, die Fußball-Fans hatten kein Interesse am Bikini Berlin und so konnte man auf der einen Seite BVB Anhänger beobachten, auf der anderen Seite Affen im Gehege.
Foto: kostenloser Blick vom Bikini Berlin auf den Zoo

15.06.2014

Little Finger

Dies ist eigentlich auch noch ein Brüssel-Blogeintrag, auch wenn sich der Shop von Little Finger in Hong Kong befinden (genauer: im gerade neu eröffneten PMQ, einer aus kleinen Shops und Studios bestehenden Location, einem früheren Police Married Quarter=PMQ)
Foto: Little Finger im PMQ, Hong Kong (Aberdeen St.)
Im Little Finger arbeitet Pinky Wong als Schmuckdesignerin und da sie u.a. schlichten Silberschmuck herstellt, kamen wir ins Gespräch über meine in Brüssel erstandenen Silberringe von Mei Lee, einer seit 20 Jahren in Brüssel lebenden Taiwanesin.
Die Welt ist doch wirklich klein: Pinky kannte Mei Lee, zumindest vom Namen, denn sie ist unter Schmuckdesignern in der Region sehr bekannt, so Pinky.
Foto: Mei Lee O Gallery, Brüssel
Ich war durch Zufall an der O Gallery (http://www.ogallery.be/) von Mei Lee in Brüssel vorbeigekommen (auf dem Weg zu Manneken Pis) und wirklich jeder von ihr empfohlene Ring, den ich mal probieren sollte, war ein Treffer, so dass es eine wirkliche Qual der Wahl wurde. (Wie schön, dass ich gleich noch einen zum Geburtstag geschenkt bekommen habe - 1000 Dank, ihr Lieben. Sie erfreuen mich jeden Tag!)
Foto: Entworfen und gefertigt von Mei Lee




14.06.2014

Schwimmwagen

Vom Drachenboot zum Amphibienfahrzeug: Der Typ 166 stammt aus dem Jahr 1942 und ist einer von ca. 15.000 dieser militärischen Schwimmwagen, der gebaut wurde (engine: 4 cylinders horizontal, capacity: 1131cc, 4-wheel-drive).
Foto: Schwimmwagen, Innenansicht
Das Abendprogramm der Internationalen Marketingkonferenz von VWN fand im Museum des belgischen Importeurs in Brüssel statt.
Foto: Schwimmwagen, Außenansicht


13.06.2014

Dragon Boat Races

Eigentlich wollte ich blogtechnisch ja noch ein bisschen in Europa verweilen, aber zugunsten der Aktualität wird kurz über die Hong Kong International Dragon Boat Wettkämpfe im Victoria Harbour berichtet, die am Wochenende stattfanden.
Foto: Dragon Boat Races
3 Tage dauerten die Wettkämpfe, die es seit 1976 gibt. Und bei guter Sicht ist die Kulisse bestimmt spektakulär, nämlich auf die Hong Konger Skyline. Bei dem Dunst, der über der Stadt lag, waren es aber eher die Baukähne, die das Hintergrundmotiv für die Drachenbootrennen lieferten und die Rennstrecke absperrten. JTEBS: ich muss mich zu Länge und Anzahl der Paddler korrigieren, die zumindestens an diesem Wettkampf teilgenommen haben: 10 oder 18 Paddler in einem 9 oder 12m langen Boot.
Foto: Standard Dragon Boat
Am Rande der Drachenbootwettkämpfe war der Nachwuchs übrigens intensiv damit beschäftigt, Zeitung zu lesen. Wer hätte das gedacht: das gute, alte, traditionelle Medium erzeugt offensichtlich noch reges Interesse.
Foto: Am Rande des Geschehens


12.06.2014

Big Buddha

Gestern war gerade noch vom kleinen Manneken die Rede, heute geht es figurentechnisch ganz groß zu: seit 1993 gibt es in Hong Kong die größte sitzende Buddhastatue der Welt: Sie sitzt auf der Insel Lantau und blickt gen Norden zum Festland China von einem 26,4 Meter hohen Lotusthron herunter und ist inklusive Basis 34 Meter hoch. www.discoverhongkong.com/big-buddha-and-po-lin-monastery
Foto: Tian Tin Buddha
12 Jahre wurde gebaut - der Bau kostete HK$ 60 Millionen (6 Mio Euro). Gegenüber der Statue befindet sich das Po Lin Kloster, das als "Buddhistische Welt im Süden" bezeichnet wird. Mönche haben wir nur über Lautsprecher meditieren hören, aber keine gesehen. Insgesamt geht es im Dorf Ngong Ping sehr touristisch zu.
Foto: Kloster
Wir haben einen perfekten Urlaubstag für den Besuch letzten Freitag gewählt, weil klare Sicht, windig, angenehm kühl und leer. Am Wochenende herrscht meist Besucherchaos mit langen Warteschlangen an der Seilbahn. Ok, der blaue Himmel fehlte, aber den gab es die Woche zuvor als die Schulze-Gang den big buddha besucht hat und fast zerflossen ist vor Hitze. Da lob' ich mir doch bewölkten Himmel und ein paar Regentropfen, was der ein oder andere sich aktuell auch in Deutschland wünscht, oder?
Foto: per Seilbahn zum Big Buddha


11.06.2014

Manneken Pis

Die Brunnenfigur Manneken Pis ist der erklärte Liebling der Brüsseler und ein Pflichtbesuch aller Touristen. Als wir vor vielen Jahren zum ersten Mal dort waren, hatten wir den typischen 'Erstkontakteffekt': huch, der ist aber klein (nur 58cm) für soviel große Beachtung.
Foto: Manneken Pis und Taube
Aber er ist und bleibt einfach ein Sympathieträger und ideale Werbefigur, die mit inzwischen fast 900 Kostümen, die sie sich zu wichtigen Anlässen überwirft, für gute Laune sorgt. Als ich da war, war Manneken Pis unbekleidet und es sei erwähnt, dass sich jede Menge Touristen vor der Brunnenabsperrung tummeln, die auf den Bildern ausgeblendet sind ;)
Foto: Manneken Pis

Zahlreiche Legenden ranken sich um dieses Brüsseler Wahrzeichen. Eine der beliebtesten besagt, Manneken Pis habe mit Hilfe seines gezielten Wasserstrahls die brennende Lunte einer für den Grand Place bestimmten Bombe gelöscht. Tatsächlich wurde dieser niedliche Brunnen aber unter der Herrschaft der Herzöge Albert und Isabella gebaut, um das Viertel mit Trinkwasser zu versorgen www.belgien-tourismus.de/bruxelles-manneken-pis. Sein Spitzname "Ketje" ist übrigens die Bezeichnung für einen typischen Brüsseler Bengel, was mich - warum auch immer - daran erinnert, dass husband wieder für einige Zeit in Deutschland ist und ich ihn jetzt schon riesig vermisse. (Mal schauen, ob er bis zum Ende dieses Blogeintrags liest ;) Nachtrag: macht er, macht er ;)))

10.06.2014

Rigoletto

Als ich am ersten Abend allein in Brüssel durch die Straßen schlenderte, strömten kurz vor 20 Uhr jede Menge Menschen in ein Gebäude. Aha, das Opernhaus von Brüssel.
Foto: Das Opernhaus in Brüssel
Es gab Rigoletto und genau noch EINE Karte, die reserviert war, aber nicht abgeholt wurde. Und da sass ich also 5 Minuten später in einem wunderschönen Opernhaus, in einer wunderbaren Inszenierung (modern, mit Tanz, tolle Stimmen und Akustik) und war komplett überwältigt von allem, inklusive den schönen Erinnerungen an unsere früheren Berliner Opernbesuchen als wir klein waren. Neben mir saß eine amerikanische Reise-Journalistin, genauso überwältigt und der Meinung, SIE hätte die letzte Karte vor 4 Wochen erstanden und die deshalb ihren Aufenthalt in Brüssel verlängert hatte. Gesunden wurde auf Italienisch mit französischen und flämischen Übertiteln, was die amerikanische Journalisten veranlasste, mich immer mal zu fragen, ob ich verstehe was da passiert (das Progammheft, das sie sich extra gekauft hatte, war nicht auf Englisch. Na so was, aber warum auch?!) Psssssst, machte es hinter uns.
Foto: Rigoletto

Der Zusammenfassung von Hans Reul vom Bayerischen Rundfunk ist nichts hinzuzufügen http://brf.be/musik/grossartige-rigoletto-premiere: Wer kennt sie nicht die Geschichte des buckligen Hofnarren Rigoletto, der seinem Dienstherren, dem Herzog von Mantua die jungen hübschen Frauen zum Liebesspiel zuführt und sich über die gehörnten Ehemänner lustig macht, bis, ja, bis der Herzog sich an Rigolettos Tochter Gilda ran macht und auch sie seinem Reiz erliegt. Rigoletto sieht nur eine Möglichkeit, Gildas Ehre und auch seinen eigenen Stolz zu retten: Ein Auftragsmörder soll den Herzog töten, aber Gilda selbst geht für den Herzog in den Tod. Damit erfüllt sich der Fluch, la maledezione, mit dem Rigoletto belegt worden war.

Der Regisseur Robert Carsen verlegt die Handlung in eine Zirkusmanege, eine Metamorphose, die zum einen dem tieferen Sinn der Geschichte gerecht wird und Carsen zum anderen die Möglichkeit zu beeindruckenden Bildern gibt. Seien es die Akrobaten, die bei der vermeintlichen Entführung einer Comtessa virtuos an der Leiter turnen oder die spärlich bekleideten Gespielinnen des Herzogs, die gleich zum Auftakt der Oper wie Raubkatzen den Dompteur umgarnen oder – besonders eindringlich – Gilda auf einer Schaukel mehrere Meter über dem Abgrund schwebend, ihre Liebe besingt.

Alles Bilder, die stimmig und treffend sind. Ganz zu schweigen von der Schlussszene, als Rigoletto bemerkt, dass nicht der Herzog, sondern eben seine Tochter Gilda getötet wurde und sie wohl mit ihrer Mutter im Tod eins wird, die rasend schnell aus einem Tuch von der Bühnendecke zu Boden herunter wirbelt.

Das ist phantasievolles Musiktheater, das uns eine tragische Geschichte näher bringt. Carsen stehen aber auch eindrucksvolle Protagonisten zur Umsetzung der Geschichte zur Verfügung. Dabei musste Donnerstag am Premierenabend kurzfristig die komplette sogenannte Zweitbesetzung einspringen. Wer wagt es, hier überhaupt von einer Zweitbesetzung zu sprechen? Nein, die drei Hauptpartien konnte man sich mit kaum adäquateren Interpreten wünschen: Arturo Chacon-Cruz sang mit sehr virilem Tenor einen Herzog von Mantua, dem man den Spaß an der Verführung und auch seinen Erfolg bei den Frauen sofort abnahm, Anne-Catherine Gillet war eine wunderbare Gilda.
I can not agree more.

09.06.2014

chocolatier

Jean Neuhaus gilt als Erfinder der Praline als er vor 100 Jahren einen mit Butter und Sahne gefüllten Schokoladenkonfekt herstellte. Der süße Fortschritt geschah im Keller der kleinen "Confiserie et Chocolaterie" in der Galerie de la Reine 23, eine der ersten überdachten Einkaufspassagen Europas. Seitdem zählen Pralinen und Schokolade zur Lebenskultur der Belgier.
Foto: Belgische Chocolatiers




Neben den großen Marken wie Neuhaus, Godiva und Leonidas pflegen heute noch mehr als 400 Chocolatiers in Belgien die handwerkliche Tradition www.spiegel.de/chocolatiers-in-belgien. Und man wird wirklich angesteckt von der 'Schokomania'. Die Kekse von Maison Dandoy sind allerdings auch sehr zu empfehlen inkl. Verpackung und Vermarktung www.maisondandoy.com. Der einzige nicht-belgische Laden von Maison Dandoy befindet sich übrigens in Tokio.
Foto: Maison Dandoy

08.06.2014

We love comics

Auch eine Belgische Eigenart: die Liebe zu Comics, die sich überall im Stadtbild zeigt.
Foto: Comic Streetart 1

Foto: Comic Streetart 2

07.06.2014

2,5 days in Brussels

Meine letzte Dienstreise im Mai ging nicht nach Wolfsburg, sondern Brüssel und Berlin. Ich war ganz begeistert von Brüssel. Nun ja, das Wetter spielte definitiv eine entscheidende Rolle, aber die Stadt fühlte sich so herrlich europäisch an: alte Fassaden, große Plätze, Kirchen, Traditionen (insb. Pralinen, Bier und Waffeln) und Menschen mit guter Laune, weil die lang ersehnte Sonne schien.
Foto: Brüssel, can the sky be any bluer?
Foto: Kathedrale, so Europe!
JTEBS durch eine Stadtführung: Belgier mögen es individuell - tatsächlich gleicht kein Haus dem anderen.
Foto: Stadtführung durch Brüssel


06.06.2014

Drachenkopf

Der genaue Blogleser bzw. Bildbetrachter hat es bemerkt: die Drachenboote haben hier tatsächlich noch Drachenköpfe.
Foto: Drachenboot
Die Boote sind ca. 13 Meter lang und werden von 16 bis 20 Paddlern angetrieben, die sich möglichst synchron nach dem Rhythmus des im Bug sitzenden Trommlers bewegen.
Foto: Trommler(in)

Drachenbootrennen werden in der Regel über Distanzen von 200, 250, oder 500 Metern gefahren. Wie lang die Distanz in Stanley war, konnte man schwer einschätzen, aber es war wirklich ein richtiges Sportfest mit jeder Menge Zelte, unter denen sich Mannschaften ausruhten oder warm machten. Na gut, ein paar verkleidete Spaßvögel waren auch dabei (aber nicht minder ambitioniert beim Rennen). Es gab auch einen Preis für das beste Mannschafts-Outfit.
Foto: Drachenbootmannschaften in der Vorbereitung

05.06.2014

Tuen Ng Festival

In den letzten Wochen hat man sie häufiger schon an den Stränden trainieren sehen, die Drachenbootmannschaften. Am Montag war Tuen Ng Festival und Feiertag, an dem es zur Sache ging. Mit der Schulze-Gang ging es nach Stanley, wo über 100,000 Menschen zu dem Spektakel erwartet wurden. Wir waren früh dran und haben daher noch Plätzchen fast in ersten Reihe (Füße im Wasser) ergattert.
Foto: Drachenbootrennen in Stanley


Das Drachenbootfest hat eine über 2000jährige Geschichte, zu der es zahlreiche Legenden gibt. Die berühmteste rankt sich um den Dichter und Staatsmann Qu Yuan zu Zeiten des antiken Reiches Chu (340 v.Chr.- 278 v.Chr.). Als ein Nachfahre der königlichen Familie des Reiches Chu, war Qu Yuan wichtiger Amtsträger und versuchte den König davon zu überzeugen, sich nicht mit der Qin Dynastie zu verbünden. Er wurde daraufhin aus dem Reich verbannt und ins Exil geschickt, wo er weiter protestierte aber auch zahlreiche Gedichte schrieb, für die er noch heute berühmt ist. Als letzte verzweifelte Protestmaßnahme entschied sich Qu Yuan am 5. Tag des 5. Mondmonats für den Freitod im Fluss. Seine Anhänger und Fischer versuchte ihn zu retten und paddelte mit Booten auf den Fluss. Sie warfen Reisklöße ins Wasser, um die Fische zu füttern, damit sie Qu Yuan nicht fressen. Ein alter chinesischer Arzt goss Realgar-Wein in den Fluss, um die Monster zu vergiften und damit Qu Yuans Körper zu schützen. Seitdem veranstaltet man an jedem 5. Tag des 5. Mondmonats einen Drachenbootwettkampf, isst Zongzi und trinkt Realgar-Wein www.chinarundreisen.com/drachenbootfest-legenden. In Stanley wirkte das Rennen weniger traditionell, sondern eher wie ein Sportwettkampf mit vielen Zuschauern.

04.06.2014

Hello Hong Kong

Es sei in dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass wir schon längst wieder 'Hello Hong Kong' gesagt habe und der Tauchurlaub nur gut 1 Woche lang war. Zwischenzeitlich war ich auf 'Europa-Dienstreise' und wir haben gerade unseren Besuch aus Deutschland verabschiedet.
Foto: Tram von J.Crew 'Hello Hong Kong'
Jetzt aber eine wichtige JTEBS-Frage (für alle nicht-mode-/USA-Interessierten): What or Who is J. Crew, der gerade mit der 'Hello Hong Kong' Tram Werbung macht?
Letzten Monat hat hier in Hong Kong der erste J. Crew Laden in Asien Pazifik eröffnet. Das Label steht für lässige, aber glamouröse Mode und soll die Lieblingsmarke von Michelle Obama sein. Es wird aktuell als erfolgreichste Modekette Amerikas gefeiert, sozusagen als 'Steve Jobs der Mode' www.welt.de/lifestyle/Echte-First-Lady-Outfits. Das war nicht immer so, kann man in dem Artikel weiterlesen: Wach­ge­küsst wurde die krän­kelnde Firma 2003 vom "Prince of Retail", wie Millard "Mickey" Drexler gern betitelt wird. Der Mann ist eine Ver­­triebs-, aber auch eine Mo­de­le­gen­de. 
In den 80er/90er formte er aus der Jeans­­shop-Kette the Gap einen Mil­li­ar­den­kon­zern und erfand den ame­ri­ka­ni­schen Look aus beiger Chino und weißem Hemd. Der Erfolg von the Gap erreichte seinen gefühlten Höhepunkt 1996, als Sharon Stone in einem schwarzen Roll­kra­gen­pull­over der Marke bei der Os­car­ver­lei­hung erschien. Als Apple ein eigenes Ver­triebs­netz aufbauen wollte, holte sich Steve Jobs Mickey Drexler in den Auf­sichts­rat, der sich an­schlie­ßend zehn Jahre um den Ausbau des La­den­net­zes kümmerte. 
Der modische Adels­schlag folgte 2010, als der On­­line-Shop Net-a-por­ter J.Crew in sein Programm aufnahm. Hier wird die Marke neben Chloé und Lanvin verkauft. Eine weitere Kul­tur­re­vo­lu­tion bahnt sich auf dem Män­ner­mo­de­markt an. Mit dem auf den Körper ge­schnit­te­nen J.­­Crew-"Lu­d­low suit" wandelt sich gerade die kastige An­­zug-Sil­hou­ette Amerikas. Die besseren Stoff­qua­li­tä­ten, die J.Crew ver­wen­det, sind ebenfalls Teil des Erfolgs. 

Falls noch mehr JTEBS Bedarf zu J. Crew in Hong Kong besteht, könnte man z. B. hier weiterlesen: www.scmp.com/lifestyle/fashion-watches/j-crew-open-its-first-asia-pacific-stores-hong"Hong Kong is a natural decision for us," says Mickey Drexler, J. Crew's chief executive and chairman. "It's a city where people understand and respect the integrity of great style, great design and great creativity. There's a level of energy that you don't see in most cities."

03.06.2014

End of fish posts

Bevor JTEBS nun endgültig zu einem Fisch-Bestimmungs-Blog ausartet, hier das Finale mit teilweise bekannten, teilweise noch JTEBS-unbekannten Fischarten.
Foto: Feuerfisch/Lionfish (giftig!)

Foto: Büffelkopf-Papageifisch (humphead parrotfish)
Foto: Kupferstreifen-Pinzettfisch (beaked coralfish)
Foto: Schwarzfleck-Kugelfisch (pufferfish)
Foto: Schwarm kleiner Priester (little priests)
Foto: Falschauge Krugfisch (can't remember the english name)
Foto: End of diving (attention: divers below)
Und hier noch ein Grund, warum Brian, der von einer Nachbarinsel kam und auf Sangat Island arbeitete, nicht gern tauchen lernen will: Er bekäme dabei immer so einen Hunger auf die leckeren großen Fische ;)

02.06.2014

little priests

Sie müssen nicht unbedingt groß sein, die Fische, um zu beeindrucken. Manchmal sind es Farben, manchmal die Formen, oder eben manchmal die schiere Masse. Im Falle der 'kleinen Priester' ist es auch die Geschwindigkeit, in der sie sich im Schwarm fortbewegen.
Foto: Little priests
Andere Fischarten dagegen stehen fast reglos im Wasser.
Foto: reglos, durchsichtige Kardinalbarsche

01.06.2014

Muräne

Nicht wirklich 'ugly head' (siehe Blogpost vom 19.05.), aber auch nicht gerade sympatisch, die große Netzmuräne. Sie ist eine der größten Muränen (bis zu 2m) und leicht an der Färbung zu erkennen.
Foto: große Netzmuräne