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21.12.2021

We share

WeShare ist 100% elektrisches Carsharing, wurde 2017 gegründet und gehört zu UMI (Urban Mobility International GmbH)  UMI wiederum gehört zu Volkswagen www.we-share.io/about-us. Unumwunden steht auf ihrer Webseite: Von Volkswagen kommen die Ressourcen und Ideen, mit denen wir unsere Mobilitätskonzepte auf die Straße bringen. Wir sind also ein bisschen wie ein Start-up, aber (meistens) ohne das Chaos.
Der Stammsitz ist in Berlin am Alexanderplatz, aber wir betreiben auch eine Flotte in Hamburg. Wo auch immer wir arbeiten, wir legen viel Wert auf Work-Life-Balance und viele von uns nutzen regelmäßig ihr Home Office (das schon seit 2019 selbstverständlich für uns ist). Tarife werden pro Minute abgerechnet, ab 0,19 Euro geht es los, wenn du eine monatliche Grundgebühr bezahlst, sonst ab 0,29 Euro/min.



20.12.2021

Hauptmann von Köpenick

Die Geschichte hatte ich vergessen www.tkt-berlin.de/der-hauptmann-von-koepenick/Zur Kaiserzeit galt: „Deutschlands Ehr´ ist das Militär!“ und wohl auch "Kleider machen Leute". So kauft sich der Schumacher (und Ganove) Voigt beim Trödler in Potsdam eine gebrauchte Hauptmannsuniform, „rekrutiert“ am 16. Oktober 1906 in Berlin zehn preußische Gardisten nach ihrem Wachdienst und führt sie nach Köpenick – die damals eine selbständige Stadt außerhalb Berlins ohne Militär war. Als „Hauptmann“ mit der Garde besetzt Voigt das Rathaus, verhaftet den Bürgermeister und „konfisziert“ die Stadtkasse – immerhin 3.557 Mark und 45 Pfennige. 


 

16.12.2021

Chancellery

Wir müssen uns erst dran gewöhnen, dass es kein Kanzlerinamt mehr ist. Ich musste glatt mal nachschauen, was Kanzleramt auf Englisch heisst: chancellery (auch Kanzlei). 

Wieviel Menschen arbeiten wohl in so einem Kanzleramt? https://einfachraus.eu/kanzleramt-berlin-die-groesste-machtzentrale-der-welt/ Geplant war es für ca. 400 Mitarbeiter*innen auf einer Nutzfläche von über 25 000 Quadratmetern, damit bereits größer ist als beispielsweise das Weiße Haus in Washington oder auch Downing Street 10 in London. Trotzdem ist ein „Anbau“ – offiziell: „Erweiterungsbau“ – von 270 Länge Meter geplant. 
Unter Angela Merkel arbeiteten mehr als 750 Beamte und Angestellte im Kanzleramt, was zu recht chaotischen räumlichen Verhältnissen geführt hat, denn in Ein- und Zweipersonenbüros sitzen vielfach vier bis sechs Menschen. Vielleicht ein Zeichen, dass in unserem Land die Bürokratie unplanmäßig weiter ansteigt?

03.12.2021

Domäne Dahlem

Museum und Biobauernhof – die Domäne Dahlem ist ein Freilandmuseum für Agrar- und Ernährungskultur. Als einstiges Rittergut blickt sie auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Heute kann man dort den Werdegang unserer Lebensmittel vom Acker bis zum Teller nachvollziehen www.museumsportal-berlin.de/domane-dahlem
Das CULINARIUM im frisch sanierten Pferdestall aus dem 19. Jahrhundert präsentiert eine Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Ernährung. Das Wetter war zu schön, um sich eine Ausstellung drinnen anzusehen. Stattdessen gab es einen Spaziergang um das Gelände.


 

03.09.2021

3G Regel

Seit dem 23. August gilt in Deutschland die 3G-Regel www.bundesregierung.de/corona So richtig hatten wir sie nur für's Freibad mitbekommen, denn in Läden oder bei Behörden galt sie nicht. Sie besagt, wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich in vielen Fällen testen lassen, um Einlass zu bekommen. In Berlin traf das nun für alle Restaurants zu und irritierte uns und unsere auf-die-Kanaren-ausgewanderte-Freundin sehr. Also hiess es, draussen sitzen, wenn man kein Testcenter auf dem Weg findet und sich eine Sommergrippe einfangen. Oder war es doch noch eine Impfreaktion?




02.08.2021

Abstandserinnerung

In Berlin haben wir uns erfreut an den kreativen ‚Abstandserinneren‘ wie: ein Pony muss dazwischen passen. Oder zwei Döner-Spieße. Mut zur Lücke!





10.12.2020

Filzkönigin

Durch Zufall sind wir in Berlin auf das Geschäft Filzkönigin gestossen, bei der wir bestimmt unseren Wolfsburger "Kneipenvorhang" als Raumtrenner gekauft hätten, wenn wir sie schon damals gekannt hätten. Seit 2004 besteht das Produktionsatelier Filzkönigin am Prenzlauer Berg, Göhrener Str. 2 (Achtung: nur Di, Do und Sa ab 11 geöffnet), die sich auf den Werkstoff Wollfilz spezialisiert haben, weil kreativ, innovativ und ökologisch - und daher vielleicht für die Dämmung des Bullis gut geeignet www.filzkoenigin.de.

Was sonst noch war in Berlin? Ein Blumenbild aus dem Hinterhof hat es auf eine Prospektseite geschafft. Monsieur Vuong, ein alteingesessenes, sehr authentisch-vietnamesisches Restaurant, gibt es immer noch, was in diesen Zeiten ja keine Selbstverständlichkeit ist.


01.06.2020

verhüllter Reichstag

Aus aktuellem Anlass: Es sind 25 Jahre her, dass der Reichstag als Kunstprojekt des Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude verhüllt wurde. Das Projekt wurde lange und viel diskutiert - die Idee entstand 1971 und wurde erst über 20 Jahre später (vom 24. Juni bis zum 7. Juli 1995) umgesetzt: wrapped, wie man im Englischen sagte, also verpackt und verschnürt, vollständig in einem aluminiumbedampftem Polypropylengewebe, von dem wir noch ein Stück haben.
Foto: mit Flo und Lini
Foto: vor 25 Jahren
Christo, ein gebürtige Bulgare wurde mit seinen aufwendigen Verhüllungs-Installationen weltbekannt www.welt.de/kultur/Verhuellungskunst-Christo. Zu den berühmtesten seiner Projekte zählten die safranfarbenen Tore im New Yorker Central Park („The Gates“), die schwimmende, mit Nylongewebe bezogene Stege auf dem Wasser des Iseo-Sees in der Lombardei („Floating Piers“) sowie der 1995 verhüllte Berliner Reichstag ("Wrapped Reichtstag") und die verpackte Pont Neuf in Paris.

Die teils aus vielen Kilometern Entfernung sichtbaren Installationen, etwa der „Valley Curtain“ in Colorado oder gelben und blauen Riesen-Sonnenschirme in Japan und Kalifornien („The Umbrellas“), entstanden bald nur noch im Team. Mit seiner Frau Jeanne-Claude, mit der er seit den 90er Jahren stets als Duo auftrat, kämpfte Christo von ersten Plänen bis zur Realisierung eines Projekts teils mehrere Jahrzehnte. Die aus Casablanca in Marokko stammende und am selben Tag wie Christo geborene Jeanne-Claude war 2009 gestorben.

01.03.2020

she

In China für Škoda zu sein, hat einige Nachteile. Einer der größten ist, nicht mehr so oft nach Deutschland zu kommen. Und so haben wir dich, liebe Tanja, auch schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Happy Birthday.
Foto: Berlin 2019


Aber ihre Online-Beratung für She-preneurinnen läuft gut und die Community für Unternehmerinnen wächst. Inzwischen ist nun auch (endlich) ein Podcast dazu gekommen. Juhu. https://podcasts.apple.com/she-preneur-podcast

12.07.2019

konferenzreif

"Wow" war auch das Business-Festival von Diffferent (bzw. der SYZYGY Gruppe) in Berlin mit Vorträgen und Talks rund um Kultur, Zukunft, Digitalisierung, Mensch und Marketing www.hansundmarie.com. Alles am Agenturstandort in Berlin an der Oberbaumbrücke bei herrlichstem Wetter, viel Inspiration und Themen zum Nachdenken.
Foto: Welcome
Foto: Hans und Marie Impressionen

14.12.2017

bloggertrip day 4

Die letzte Station des Blogger-Trips war das Volkswagen Group DRIVE Forum, wo es bis auf Sedric keine Autos zu sehen gab, sondern in Exponaten Themen wie autonomes Fahren, Industrie 4.0, alternative Antriebe oder Ressourcenschonung ausgestellt waren. Das wäre für die Blogger eigentlich nicht spannend gewesen, wenn nicht Daniela Blaschke selbst, die 29jährige Mitarbeiterin und Kuratorin der Ausstellung alles vorgestellt hätte. Denn da waren die Männer hin und weg, auch wenn es Hyunsue oder Wonseon nicht mal einigermassen gut schafften, ihre Erklärungen zu übersetzen (JTEBS: beim nächsten Mal muss ein Profi-Übersetzer mit organisiert werden) http://shift.volkswagenag.com/nachhaltigkeitsaustellung
Foto: no car
Foto: no car - trotzdem bei der Sache/Frau Blaschke

19.06.2017

mehr Berlin

Neben 25hours und IT Lab Besuch gab es jede Menge andere spannende Themen in Berlin wie z. B. einen Campingplatzbesuch, um Fulya nach 10 Jahre wiederzusehen (sie lebt inzwischen in Texas), Filip ist im Februar geboren. Oder ein Ideenworkshop mit Kreativinfusionen" und Prototyping rund um das Thema "new Beginning/re-birth einer Marke"
Foto: mehr Berlin
Auch bemerkenswert: Deutsches Rindersteak, gegrillt auf dem Dach der Agentur Diffferent, fand höchstes Lob von Byungju, kurz BJ (gesprochen: BeeJay, oder deutsch: Bi-Dschey), einem Gourmet-Koreaner und Experte von gutem koreanischen Beef, auf das man hierzulande sehr stolz ist.

18.06.2017

Dschungelhotel

Es war nicht geplant, dass ich in Berlin in einem Hotel übernachte, aber predictably-unpredictable Thomas hatte sich kurzfristig entschieden, seine Reise zu verkürzen und nicht mehr zusammen mit Kakao nach Berlin zu kommen. Da sein Zimmer im 25hours Hotel nicht mehr stornierbar war, bin ich also stattdessen in sein "Dschungelzimmer" gezogen.
Das Hotel wurde 2014 neben dem Bikini Berlin eröffnet. Der Blick von der obersten (Restaurant und Bar) Etage auf Berlin, genauer das Grün des Zoos, ist phänomenal.
Foto: Über dem Berliner Zoo
Mit seinem Urban Jungle-Ambiente, Monkey-Bar, Hängematten, Ruhezonen, integrierten Shops, Schätzen vom Flohmarkt etc. fällt es schwer das Hotel einzuordnen (Es ist auch ganz anders als das 25hours in Hamburg, in dem ich in meiner Auszeit einmal war, ebenfalls jung-modern, roh-designig, außergewöhnlich, aber eben nicht unter dem Motto Dschungel). Leihtaschen, Fahrräder oder Mini-Leihautos gehören für Gäste direkt zum Angebot. Ebenso der Zutritt zur Monkey Bar, für den die Nicht-Hotelgäste in einer langen Schlange abends im Erdgeschoss anstehen www.faz.net/25hours-hotel-bikini-mehr-als-design-im-dickicht-der-stadt
Foto: oberste Etage Monkey Bar

17.06.2017

digital:Lab

Eine bessere Zusammenfassung zum digitalem IT Lab kann ich auch nicht geben www.youtube.com/watch?v=GhPSIQFY6O0. Wir waren um 8:15 Uhr schon beim Frühstück dabei, dann gab es Punkt 8:30 das Stand up, mit dem der Arbeitstag offiziell beginnt (dafür ist um 17 Uhr dann auch für alle wieder Schluss). Interessant.
Foto: IT Lab

16.06.2017

Kakao Day

Neben der Werktour waren wir mit Kakao auch bei unserem Vorstand (für Sales & Marketing), in Berlin im Volkswagen Konzern IT Lab und im neu gegründeten Bereich für Mobilitätsthemen (TN!O/Think New Organisation).
Foto: Kakao Sticker

Alles ganz spannend, aber es machte auch deutlich: aktuell ist in Wolfsburg/Berlin jeder mit sich selbst beschäftigt, Ideen stecken meist noch in den Kinderschuhen, Kakao hat daher mächtig beeindruckt aber auch vor Augen geführt: es gibt andere, die das Thema Mobilität längst auch für sich entdeckt haben und viel besser können als wir, der "Auto-Hardware-Produzent".
Foto: TN!O office, difff.

14.06.2017

Kakao ist gelb

Es gibt keinen wirklichen Grund, dass Kakao Kakao heisst (Name klang gut und modern), aber es war bei unserem Besuch in Deutschland natürlich häufiges Thema, dass der Name für Schokomilch steht und auch meist sehr gelb gebrandet ist. Hauptgrund der letzten Dienstreise war der Besuch von Kakao in Wolfsburg und Berlin, um sie als unseren zukünftigen Partner für eCommerce und mobility services vorzustellen und ggf. mit interessierten Bereichen im Volkswagen Konzern zu vernetzen. Chef der neu gegründeten Mobility Geschäftssparte bei Kakao ist John. Sein Team arbeitet aktuell daran, eine Mega App für alle Mobilitätsthemen zu entwickeln, die u.a. KakaoTaxi, KakaoDriver, KakaoParking, KakaoNavigation, KakaoPay etc. verbindet. Ihre Vision: connect everything (alles mit allen zu vernetzten).
Foto: Kakao at a glance
Foto: KakaoTalk und KakaoTaxi mit über 95% Penetration in Korea

17.12.2016

neue Schauraumkonzepte

Im Februar 2014 öffnete am Berliner Kurfürstendamm Deutschlands erste Audi City – ein neues Schauraumkonzept, das moderne Verkaufstechnologie in einen Event-/Experience-Raum mit grossen Videowänden und exklusive Ausstellungsmodelle verbindet http://microsites.audi.com/audi-city/de/
Foto: Audi City Berlin, direkt neben Curry36
Der Marketingleiter war super nett, kompetent, offen und ehrlich - eine Freude und echtes Highlight meiner letzten Dienstreise nach Deutschland.
Foto: Beratungsraum und Videowall
Mehr zur Audi City auch hier www.autosieger.de/Audi-City-Der-digitale-Schauraum: Die automobile Welt verändert sich in hohem Tempo – und mit ihr die Erwartungen und Bedürfnisse, die sich an den Kauf eines Autos richten. 9 von 10 Kunden, die heute ein neues Auto kaufen wollen, informieren sich zu Beginn online. Bewertungen von Produkten und Marken in sozialen Netzwerken gehören dabei zu den wichtigsten digitalen Recherchequellen. So knüpfen sich an das Beratungsgespräch mit den Experten im Autohaus umso höhere Erwartungen.

Für viele Menschen wird dabei der spontane und unkomplizierte Kontakt zur Marke immer wichtiger, ob auf digitalen Plattformen oder im realen Leben – etwa in der Büro‑Mittagspause, während der Shopping‑Tour am Wochenende oder vom eigenen Wohnzimmer aus. Der Anspruch von Audi ist es, die Vorteile der realen und der digitalen Erlebniswelt miteinander zu verbinden, zu integrieren und so ein gesamtheitliches Markenerlebnis zu schaffen.

Das Konzept der Audi City wurde gezielt für die Top‑Lagen in den Innenstädten internationaler Metropolen entwickelt – Orte, an denen Trends entstehen, gesellschaftliche Vielfalt gelebt wird und führende Marken anderer Branchen vertreten sind. Hier präsentiert sich Audi City als "realer Cyberstore", in dessen Zentrum die digitale und nahezu lebensechte Darstellung der Audi‑Modelle auf raumhohen Projektionsflächen, den Powerwalls, steht. Sie machen es für einen Händlerbetrieb möglich, das vollständige Audi‑Portfolio zu zeigen, mit allen Farben, Ausstattungs- und Individualisierungoptionen, die sich auf mehrere hundert Millionen mögliche Konfigurationen addieren.

Ist ein Besucher der Audi City konkret an einem Autokauf interessiert, stehen sogenannte Audi experts zur Verfügung. Die Mitarbeiter fungieren als zentrale Ansprechpartner, die alle Dienste aus einer Hand bieten – vom Kauf eines Neuwagens bis zum After Sales. Für ausführliche Gespräche stehen dazu die Customer Private Lounges zur Verfügung im Stil eines Maß‑Ateliers. Der Experte begleitet seinen Kunden kontinuierlich inkl. der Organisation von Bring- und Abholservices. Jeder Audi City-Standort ist dafür an einen Audi‑Händlerbetrieb in der Umgebung angebunden. Er dient als leistungsfähiges Kompetenzzentrum und realisiert etwa Probefahrten und Service.

16.12.2016

Drive Forum

Das Drive Forum (ehemals Automobilforum) von Volkswagen in Berlin steht aktuell ganz unter dem Zeichen der Zukunft. Überall taucht das neue Motto auf "Wir bringen die Zukunft in Serie"/We make the future real - und die Zukunft soll eindeutig elektrisch sein.
Foto: Drive Forum
Da stehen mir doch glatt die Haare zu Berge - oder gibt es in der Zukunft vielleicht nur noch bad hair days ?!? :)

30.04.2016

Gasometer Schöneberg

Wenn einer eine Reise tut, dann wird er JTEBS. Die Abendveranstaltung der Tiguan Pressevorstellung fand im Gasometer in Schöneberg statt.
Foto: Gasometer
Es ist ein früher industriell genutzter und 1995 außer Betrieb genommener Niedrigdruckgasbehälter auf dem ehemaligen Gelände der GASAG. Das seit 1994 denkmalgeschützte und 78 Meter hohe Industriegebäude gilt als Wahrzeichen Schönebergs im Stadtquartier Rote Insel. 
Mit der Sanierung des Gasometers wurde 2011 begonnen. Günther Jauch hat von 2011-2015 von dort aus live seinen Politik-Talk gesendet; inzwischen kann man es als Eventlocation für bis zu 600 Personen mieten www.euref.de/veranstaltungen/eventlocations/gasometer/. Unsere Veranstaltung war viel kleiner und fand in einem kleinen Nebengebäude mit Restaurant statt.

29.04.2016

das Stue

Das Hotel zitiert das Magazin Wallpaper auf seiner Webseite: urbanes, pan-europaeisches Ambiente, vollkommend & passend zum wiederentdeckten eleganten Viertel Berlins. Es hätte eigentlich auch "Hotel am Zoo" heissen können, denn dichter kann man nicht dran wohnen. Ich konnte von meinen Zimmer aus auf Pferde und Parma-Kängurus blicken.
Foto: Zimmer mit Blick





Eröffnet wurde es 2013 und da gab es im Tagesspiegel folgenden Bericht www.tagesspiegel.de/berlin/das-neue-designhotel-das-stue-mit-strauss-und-giraffe: Wer in der Bar sitzt kann über seinen Gin Tonic hinweg hinter der großen Scheibe Strauße aufgeregt im Gehege herumlaufen sehen und elegante Antilopen bewundern. Gleich vorn in der Halle öffnet ein aus Bronze gegossener Krokodilkopf aggressiv seinen Rachen, die Designerin Patricia Urquiola hat überall im Haus lederbezogene Schildkröten und Minihippos aufgestellt, und eine Giraffe aus gelbem Maschendraht wacht über die Lounge – echt eigen.

Das Luxushotel schiebt sich dieser Tage nach und nach in den Markt. Untergebracht in der ehemaligen dänischen Botschaft – welche nun wenige hundert Meter weiter ein Gemeinschaftskomplex der nordischen Botschaften am Tiergartenrand beherbergt – ist es ein Unikum in der Berliner Szene. Mit nur 80 Zimmern und 85 Mitarbeitern ist es eher klein und damit das, was international als „Boutique-Hotel“ bezeichnet wird, in der deutschen Hauptstadt aber auf Fünf-Sterne-Ebene bislang kaum existiert. Es hat als Ziel für anspruchsvolle Individualreisende eine Marktlücke besetzt und wird von den drei Investorenfamilien aus Spanien, Andorra und Panama persönlich geführt. Folglich gehört es auch keiner Kette an, sondern hat sich lediglich der Marketingkooperation „Design Hotels“ angeschlossen.

Auch der Gesamteindruck mitsamt kulinarischem Profil deutet auf Spanien, wenn auch der Name (gesprochen „Schtuhe“) auf Dänisch „Wohnzimmer“bedeutet – eine Reverenz an die Geschichte des Gebäudes, auf die sich auch die typisch skandinavischen Sessel in Zimmern und Gemeinschaftsräumen beziehen. Der Botschaftsbau, 1938 bis 1940 vom KaDeWe-Architekten Emil Schaudt errichtet, hat sich dem neuen architektonischen Zugriff lange spröde verweigert. Schon Ende 2010 sollte es fertig sein, doch nach Baubeginn 2009 zogen sich die Arbeiten zäh dahin, der Denkmalschutz bereitete große Probleme, die gesamte Innenarchitektur wurde noch einmal neu konzipiert. Und auch heute, nach der beiläufigen Eröffnung Anfang Dezember, ist der Kontrast zwischen der steifen, einschüchternd staatstragenden Fassade und der gedämpft heiteren, gelegentlich verspielten Einrichtung verblüffend, aber eben auch verblüffend gut überbrückt.

Die geparkten Tiguans machten sich auch gut davor. Habanero Orange.
Foto: Das Stue