21.06.2020

Playa de Amadores

Der Strand Playa de Amadores befindet sich zwischen Puerto Rico und Puerto de Mogan. Es ist ein  künstlicher Strand mit hellem, feinen, karibischem Sand. Abgesehen von seiner hellen Farbe hat der Korallensand den großen Vorteil, sich nicht ganz so schnell aufzuheizen wie gewöhnlicher Sand. Der Korallensand gibt dem Wasser ausserdem seine türkisgrüne Farbe. Die großen Wellenbrecher vor dem Strand stellen sicher, dass der Wellengang hier stets auf ein Minimum reduziert ist. Also, perfekte 500m lange Urlaubsidylle - für einige Menschen. Der Ort Amadores selbst hat kaum etwas zu bieten, ausser Hotels. Die Promenade und Restaurants am Strand sind sozusagen auch das Stadtzentrum. Davor ein recht grosser Parkplatz für's "zentrumsnahe Parken" www.grancanaria-beaches.com/de/playa-de-amadores
Foto: Playa de Amadores
Quelle: www.holidaycheck.ch

20.06.2020

Camper

Nach einem gruselig-touristischen Puerto Rico sei erwähnt, dass es auf Gran Canaria trotzdem noch sehr viele authentische und einsame Plätze gibt, wie dieser inoffizielle Camperstellplatz  - weit ab von Menschen, trotzdem ganz in der Nähe von Puerto Rico, in einer kargen Landschaft, die nicht für jedermann/frau etwas ist, weil sehr heiss und trocken. Der Anblick eines VW California lässt unsere Herzen regelmässig hüpfen.
Foto: einsam & trocken

19.06.2020

Puerto Rico

Puerto Rico ist ein Ort im Südwesten auf Gran Canaria. Es ist der zweitgrößte und sonnigste Urlaubsort in Gran Canaria, sehr touristisch mit Hotelburgen rund um den Strand und in den Bergen. Ursprünglich war die Stadt ein kleines Fischerdorf. Heute tummeln sich keine Fische mehr in der Bucht, sondern nur Touristen. Will man etwas Positives sagen, dann ist der Strand ein "bequemer Strand": weicher Sand (der aus der Sahara importiert wurde), seichtes Wasser, von den Anlegestellen geschützt, also sehr kinderfreundlich. Es gibt viele Sonnenliegen und -schirme zu mieten. Die Infrastruktur ist gut inklusive Duschen und Toiletten www.grancanaria-beaches.com/de/puerto-rico
Foto: Puerto Rico
Foto: Strand
Foto: Touren
Foto: Puerto Rico Strand

18.06.2020

Dedo de Dios

In Puerto de las Nieves herrscht am Wochenende Trubel, deshalb hatten wir natürlich einen Wochentag gewählt. Links und rechts der alten Hafenmole befinden sich Stein-/Kiesstrände, die zwar nicht unbedingt zum "Am-Strand-liegen" einladen, aber durchaus zum Baden, denn das Wasser ist sehr klar. Der Anblick der kargen, steilen Westküste ist imposant. Vor der Steilküste befindet sich ein weiteres Wahrzeichen der Insel: der Dedo de Dios, der Finger Gottes. Der obere Teil dieses Felsens brach 2005 infolge eines starken Sturms ab. Es wurde danach ernsthaft erwogen den oberen Teil des Felsens wieder künstlich aufzubauen, denn wer möchte schon einen abgebrochenen Finger, aber dies erwies sich als zu schwierig und kostspielig. Na ja, dann wird es vielleicht irgendwann eine "Faust ohne Finger" :)
Foto: Puerto de las Nieves
Quelle: www.youtube.com/dedodedios



17.06.2020

regnerisch

Shanghai verfügt über ein feuchtes subtropisches Klima. Von Juni bis September regnet es viel. Im August/September kommen dann auch ab und zu Taifune und monsunartige Regenfälle hinzu. 
Foto: Start Regenzeit
Quelle: www.wetter.de/klima/asien/china/shanghai

Puerto de las Nieves

Puerto de las Nieves ist ein zu Agaete gehörender Fischerort im Nordwesten der Insel. Der Name Nieve bedeutet auf deutsch "Schnee", also "Schneehafen". Über den Ursprung des Namens kann heute nur noch spekuliert werden. Es wird angenommen, dass der Schnee auf dem Gipfel des von hier aus zu sehenden Teide von Teneriffa Pate stand. Oder sind es doch die vielen weissen Häuser?
Der Hafen hat einen Strand, allerdings einen Steinstrand. Und das Bild erinnert mich daran zu erwähnen, dass die AIDAnova natürlich auch einen Friseur an Bord hatte.
Foto: Hafenstrand



Vom Hafen aus bietet die private Reederei Fred Olsen Express eine regelmäßige Fährverbindung nach Teneriffa an. 
Foto: Fred.Olsen Express
Foto: Puerto des las Nieves  - im Nordwesten


16.06.2020

eine kleine Geschichte: Elektroroller

Eine kleine Geschichte von Frau Yang, einer elektrorollenden Oma

Wenn Frau Yang ihren Enkel zur Schule bringt, macht sie das mit dem Elektroroller. Shichao wohnt mit seinen Eltern und Großeltern in einem Hochhaus in der Stadt, im selben Wohnblock, aber unterschiedlichen Stockwerken. Das ist praktisch und viel besser als bei vielen anderen Kindern in seiner Klasse. Die leben in der Woche bei ihren Grosseltern und sehen ihre Eltern nur am Wochenende. Denn die wohnen und arbeiten woanders. Shichao's Eltern müssen natürlich auch arbeiten, aber haben ein Auto. Das nutzt Papa, um zur Arbeit zu fahren. Zur Schule geht es aber immer mit Oma und dem Familien-Elektroroller.
(Anmerkung, die aber vom Thema Elektroroller ablenkt: in den letzten Monaten ging es natürlich nicht zur Schule, denn es wurde online schooling gemacht, über 3.5 Monate. Das war für Shichao ganz schön anstrengend, denn er saß fast den ganzen Tag vor dem Computer bei Oma und Opa, um zu lernen, aber Mitte Mai ging es dann wieder los)
Foto: zur Schule

Sieben Kilometer sind es von der Wohnung bis zur Schule. Mit dem Auto würde es viel länger dauern als mit dem Elektroroller. So sind die beiden in ca 15min an der Schule. Shichao findet die Fahrt auf dem Roller toll, wenn sich Oma gemeinsam mit vielen anderen leise surrenden Rollerfahrern im Schwarm durch die Strassen bewegt. Das ist lustig, nur bei Regen doof, denn da wird man trotz Regencape ganz schön nass.

Die meisten Kinder werden per Roller zur Schule gebracht. Frau Yang, Shichao's Oma, ist sehr stolz auf den Roller "er ist günstig und praktisch und man darf ihn fast überall parken", erklärt sie. Zwischen 30 und 50 kmh schaffen diese Scooter. Vor ein paar Jahren hat die Regierung angeordnet, dass nur noch Elektroroller auf den Strassen fahren dürfen. Das findet Frau Yang auch gut, denn seitdem ist die Luft besser und inzwischen habe sich auch alle Verkehrsteilnehmer daran gewöhnt, dass man die Roller nicht hört.

Aufgeladen wird der Roller über Nacht. Dafür wird der tragbare Akku mit in die Wohnung genommen und an einer Steckdose aufgeladen. Das ist Opa's Job.

Über 25 Mio Elektroroller werden jährlich in China verkauft. Tendenz steigend. Das sind mehr als Autoneuzulassungen. China hat das Batteriezeitalter also schon längst eingeläutet. Was auch eingeläutet wurde, ist das Zeitalter der Verkehrsregeln-beachten. Frau Yang ist darüber nicht ganz so erfreut: "ich habe schliesslich keinen Führerschein und kenne die Verkehrsregeln gar nicht", sagt sie. Das wird sich bald ändern, denn es gibt immer mehr Kameras und Verkehrspolizisten auf den Strassen, die darauf aufpassen, dass Regeln besser befolgt werden. Auch von rollerfahrenden Omas und Opas, die ihre Enkel zur Schule bringen.

Kleingedrucktes zu meinen kleinen Geschichten: Personen, Namen, Handlungen und Zitate sind frei erfunden und nur ein neues Format meiner Bildkommentierungen.

15.06.2020

Canary Islands Car

Canary Islands Car (CICAR) bietet das größte Netzwerk für Fahrzeugvermietungen auf den Kanarischen Inseln an mit einer Flotte um die 10.000 Fahrzeugen und einem umfangreichen Service-Netwerk. Wir haben uns 3x einen Mietwagen genommen als wir auf Gran Canaria waren, denn eine der Vermietstationen liegt praktischerweise ganz nah am der Wohnung von Monika con K. Es ist egal ob man online oder vor Ort bucht, Tagespreise eines Kleinwagens liegen um die 40 Euro.
Foto: Cicar logo
Die Vermietgesellschaft hat ihren Ursprung auf Lanzarote als Cabrera Medina, wo mit 6 Autos 1967 gestartet wurde. 1989 wurde daraus dann Cicar und die Expansion auf alle Kanarischen Inseln www.cicar.com/EN/history

Das Cicar logo stammt von César Manrique und reflects the idea of movement, dynamism and originality.
Wer ist César Manrique? Er war ein 1919 in Arrecife/Lanzarote geborener Maler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer, der das Bild der Insel entscheidend geprägt hat.
Er kämpfte gegen den Massentourismus und Investoren, die drohten das landschaftliche Bild Lanzarotes zu zerstören. Er entwickelte Kunstbauten, die sich in die Landschaft integrierten. Er setzte sich für für den Erhalt der traditionellen Bauweise Lanzarotes ein, die mehr als zweistöckige Bauwerke nicht zulässt. Sein erstes Werk "Monuments del Campesino" (Bauerndenkmal) errichtete er 1968 aus alten Wassertanks, die von ausgedienten Fischerbooten stammten. Danach erbaute er 1970 sein damaliges Wohnhaus, wobei er beim Ausbau fünf Lavahöhlen entdeckte und diese als Wohnräume umgestaltete. Hier ist heute seine 1982 gegründete Stiftung beheimatet, die sich um die Förderung und Verbreitung der künstlerischen Tätigkeit und ihrem natürlichen und kulturellen Umfeld widmet http://fcmanrique.org/cesar-manrique/biografia
Foto: Bauerndenkmal www.inizio-concepts.com/cesar-manrique
Wir haben verschiedene Touren mit unseren Cicar Opel Kompakt SUVs gemacht, verknüpft mit Aldi und Lidl Einkäufen, hihi, und Klopapier ist natürlich auch dabei gewesen. Aber es ging mehr darum, einige andere Küstenstädte zu besuchen: Arinaga, Maspaloms, Puerto Rico, Puerto de Mogán und Agaete mit Puerto de las Nieves.
Foto: Gran Canaria


14.06.2020

kanarische Dattelpalme

Die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) ist ein weiteres Natursymbol der Kanarischen Inseln. Sie ist auf den Inseln, wie ihr Name schon sagt, endemisch. Auf Madeira, den Azoren, Kapverdischen Inseln wurde sie eingeführt. Im Mittelmeerraum findet man sie als Park- und Alleebaum oft gepflanzt.
Foto: Kanarische Dattelpalme
Die Kanarische Dattelpalme erreicht Wuchshöhen zwischen 8 und 18 Metern, gelegentlich auch bis über 20 Meter und einen Stammdurchmesser von etwa 50 cm. Der gerade, dicke Stamm ist mit rhombenförmigen Narben bedeckt, die beim Abfallen der Blätter entstehen. Im Unterschied zur Echten Dattelpalme ist der Stamm immer unverzweigt. Sie bildet eine üppige Krone. Die Blätter sind 5 bis 6 Meter lange, schief stehende, frisch grüne Wedel, wobei einzelne Fiedern 40 bis 50 cm lang sind https://wiki/Kanarische_Dattelpalme
Foto: Schattenläufer 




13.06.2020

Meeresschildkröten

Die ersten Meeresschildkröten haben sich vor etwa 200 Millionen Jahren aus landlebenden Schildkröten entwickelt. In der Klassischen Systematik werden sie zu den Kriechtieren bzw. Reptilien gezählt. Es existieren 7 Arten von Meeresschildkröten und auf den Kanarische Inseln sind 6 davon Zuhause. JTEBS http://blog.divingatlantis-tenerife.com/de/schildkroeten-kanarischen-inseln/
Foto: Graffiti
Die Paarung der Meeresschildkröten findet im offenen Meer statt. Die Weibchen suchen ihren Geburtsstrand auf und legen dort ihre Eier ab. Meeresschildkröten kehren immer nur zu ihrem Geburtsstrand zurück. Obwohl manche Schildkröten ganzjährig auf den Kanaren leben, ziehen die meisten nur während der Sommermonate hier vorbei www.diving-canary-islands.com/schildkroeten. Wir haben allerdings keine bei unserem Tauchgang, sondern nur auf dem Wand Graffiti gesehen.

12.06.2020

eine kleine Geschichte: back to school

Eine kleine Geschichte von Frau Zhiping, einer Lehrerin in Shanghai

Frau Zhiping ist froh, dass die Schule wieder los gegangen ist. Wegen der Corona Pandemie waren die Schulen in China seit Ende Januar landesweit geschlossen. Im Mai ging es dann unter strengen Vorsichtsmaßnahme wieder los: Das Betreten des Schulgeländes erfolgt einzeln, enge Absperrungen weisen den Weg zur Fiebermessung und auch die Schüler müssen ihren Gesundheits-Code auf einer speziellen Handy-App vorzeigen. Ohne Masken geht es nicht rein, aber die gibt es jetzt kostenlos für alle, jeden Tag eine. Auch Desinfektionsmittel und Müllbeutel werden bereit gestellt.

Vor dem Klassenzimmer wird dann nochmal die Temperatur gemessen. Das macht Frau Zhiping persönlich. "Wir sind jetzt sehr vorsichtig", sagt sie, "aber ich bin stolz auf unsere Kinder, wie diszipliniert sie sind und verstehen, dass all diese Maßnahmen sehr wichtig sind."
Foto: vor dem Klassenzimmer
Das Klassenzimmer füllt sich langsam. "Jedes Kind hat seinen eigenen Tisch und Stuhl. Das ist in vielen Schulen so", erklärt Frau Zhiping, "aber wir haben trotzdem auch aufstellbare Plastik-Trennscheiben für die Tische von der Regierung erhalten."

Frau Zhiping ist nicht nur stolz auf ihre Kinder, sondern auch auf die Regierung, die es geschafft hat, die Pandemie zu bekämpfen. "Die Zeit des Online Unterrichts war für alle sehr anstrengend", sagt sie. Ohne viele Überstunden und großen persönlichen Einsatz hätte es nicht geklappt, denn "natürlich kannten wir uns mit den Unterrichts-Apps nicht aus. Und am Anfang funktionierte es auch nicht so gut", gibt sie zu. Ständig war das Internet überlastet, die Verbindung gestört oder man konnte nichts hochladen.

Apps, die VOR Corona kaum jemand kannte, wurden über Nacht populär. Dazu gehörte vor allem Dingtalk, eine Alibaba-App., die schon 2014 programmiert wurde, eigentlich für Konferenzen und Besprechungen in Unternehmen. Sie war die am häufigsten heruntergeladene App Chinas nach dem Chinesischen Neujahr, musste aber oft nachgebessert werden, weil die Nutzer sie sehr schlecht bewerteten. Oder war es gar Kalkül - keine App, kein Unterricht? Nein, so etwas würde in China wohl nicht vorkommen, denn Lernen ist wichtig. 

Frau Zhiping saß während des Online-Schoolings fast den ganzen Tag in ihrem kleinen Wohn-Esszimmer vor dem Computer mit einer Kamera und hat virtuellen Video-Unterricht gegeben.
Videos vom Unterricht aufzunehmen, ist allerdings nichts Neues für Frau Zhiping. "Das machen wir schon lange und schicken die Videos dann an Eltern oder Großeltern, damit sie die Leistung ihrer Kinder sehen und kontrollieren können."

Bis spät abends hat sie dann zusätzlich Nachhilfestunden gegeben, mit Eltern oder Großeltern gesprochen und die Hausaufgaben kontrolliert. "Es war nicht ganz leicht", gibt sie zu, "denn wir haben nur eine sehr kleine Wohnung und ich musste mich außerdem um meine 2jährige Enkelin kümmern. Meine Tochter arbeitet als Krankenschwester", fügt sie stolz hinzu. 

Wie lange sie noch an der Tür des Klassenzimmers stehen wird, um Temperatur zu messen, das weiß sie noch nicht, aber inzwischen findet sie es richtig gut, denn so kann sie alle Schüler einzeln begrüßen.

Kleingedrucktes zu meinen kleinen Geschichten: Personen, Namen, Handlungen und Zitate sind frei erfunden und nur ein neues Format meiner Bildkommentierungen.

trockenes Arinaga

Kommt man in Gran Canaria auf dem Flughafen an, findet man sich zunächst in einer wüstenhaften, kargen, sehr trockenen Umgebung. Dies gilt auch für Arinaga, einem kleiner Ort im Südosten und nahe des Flughafens, wo Monika con K am Anfang gelebt hat. Hier gibt es Gran Canaria noch fernab des Tourismus und man lebt inmitten der Spanier www.unaufschiebbar.de/reiseziele/arinaga. Den Weg zum Leuchtturm Faro de Arinaga (im Hintergrund) kann man hinauflaufen, aber sollte dies nicht an einem "Calima-Tag" tun, siehe gestrigen Blogeintrag.
Foto: karg
Unweit von Arinaga gibt es auch einen beliebten Kitesurfer- Strand. Da es hier immer sehr windig ist und die Wellen besonders hoch schlagen. Wir waren seinerzeit von Arinaga aus zum Tauchen los, aber mussten feststellen, dass auch die Unterwasserwelt sehr karg war. 

Allgemein gilt: der Norden von Gran Canaria ist grüner und auch kühler als der Süden. Der Grund für diese klimatische Zweiteilung sind die Passatwinde www.cancograncanaria.com/de/gran-canaria-wetter
Quelle: www.cancograncanaria.com/de/gran-canaria-wetter


11.06.2020

Calima und Wolfsmilch

Das Bild für diesen Blogeintrag beinhaltet gleich mehrere JTEBS. An einem Tag auf Las Palmas war die Luft plötzlich ganz schlecht (gelb und staubig). Monika con K hatte so etwas bisher noch nicht erlebt. Das Phänomen hat einen Namen: Calima, wenn sich plötzlich die Sicht vernebelt, es wird sehr heiß und der Ausblick auf Berge und Meer verschlechtert sich abrupt. Verantwortlich für dieses Spektakel sind die sogenannten Calimas. Unter Calima (oft auch: Kalima) wird eine Wetterlage verstanden, welche Sand aus der Sahara über die Kanaren und Kapverdischen Inseln trägt, deshalb wird vereinfacht auch vom „Sandwind aus Afrika“ gesprochen. Ein Calima kann zu jeder Jahreszeit entstehen. Der warme Wind ist im Winter recht angenehm, da die Temperaturen dadurch ein wenig steigen. In den Sommermonaten sorgt er allerdings für Temperaturen um die 40 Grad, im Extremfall im Inland sogar bis zu 50 Grad
Weitere interessante Details lassen sich hier finden: www.travelklima.de/calima-sandsturm-kanaren.

JTEBS Nr 2: wie heisst eigentlich die Kakteenart, vor der ich stehe? Es ist die Kanaren-Wolfsmilch, Euphorbia canariensis, auf spanisch "cardón". Sie ist endemisch auf den Kanarischen Inseln, also kommt von dort und ist das Natursymbol Gran Canaria.
Bildunterschrift hinzufügen
Dass Gran Canaria den grössten Kakteenpark Europas besitzt, darauf bin ich auch erst durch diese JTEBS Recherche gestossen. Er befindet sich im Ort La Aldea de San Nicolás im Westen von Gran Canaria auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern, die man bequem auf einem einstündigen Rundgang zurücklegen kann. 6 Meter hoch soll der grösste Kaktus im Cactualdea Park sein.

10.06.2020

eine kleine Geschichte: Abschlepper

Eine kleine Geschichte von Herrn Wang, einem Abschlepper.

Herr Wang ist Abschlepper, genauer Fahrer eines gelben Abschleppwagens, einem Tieflader und arbeitet für den Road Clear Rescue and Tow Service. Einen Großteil seines Dienstes wartet Herr Wang. Manchmal tut er es direkt an einer Autobahnauffahrt, manchmal an der Servicestation in Hongqiao. Natürlich freut sich Herr Wang eigentlich, wenn er nicht viel zu tun hat, denn das bedeutet, es gibt wenig Unfälle oder Liegenbleiber in seinem Bezirk. Andererseits, gibt er zu, sind die Tage besser, an denen er viel zu tun hat, beeilt sich aber hinzuzufügen, dass es in seinem Bezirk fast nur Blechschäden gibt. Die Autobahnen rund um den Hongqiao Bezirk sind nämlich meistens sehr verstopft und es geht oft nur im Schneckentempo voran. "Da ist es dann am schwierigsten schnell zum Ort des Geschehens zu kommen", sagt Herr Wang. Einen Seiten- oder Standstreifen gibt es in seinem Bezirk nicht. "So etwas", erklärt er, "gibt es nur auf den grossen Autobahnen ausserhalb der Stadt. Hier", so meint er, "braucht man jede Spur für den Verkehr."
Foto: Abschleppdienst
Heute ist er nochmal angefordert worden, obwohl er eigentlich gerade Schluss machen wollte, also kurz nach 19 Uhr, nach einem 12 Stunden Tag in seinem Abschleppwagen. Es ist ein ungewöhnlicher Einsatz, denn es soll ein laowai, ein Ausländer sein, der mit einem platten Reifen auf der Autobahn steht. Das weiss er, weil er deshalb einen zweiten Anruf erhalten hat, nämlich von dem Unternehmen, in dem der laowai arbeitet. Die haben mit ihm schon den Preis für das Abschleppen und Reifenwechseln vereinbart. Das findet Herr Wang gut, denn sonst ist es oft ein langes Verhandeln, weil die meisten Fahrer nicht den vollen Preis bezahlen wollen. Sie finden ihn zu hoch.

Für das Abschleppen und Reifenwechseln wird Herr Wang 600 RMB (ca. 75 Euro) bekommen. Das Reifenwechseln ist sein persönlicher Zusatzverdienst, was Herrn Wang besonders freut. Denn heute war kein guter Tag: es regnete. "Da fahren die Leute viel langsamer und vorsichtiger", sagt Herr Wang. Der Großteil seines Gehaltes ist variable, also hängt davon ab wie oft er gerufen wird. Daher sind solche Zusatzverdienste für Reifenwechseln oder zu einer Werkstatt fahren wichtig. Und genau deshalb hat er sich sofort bereit erklärt, diesen Notruf zu übernehmen, trotz laowai und Dienstschluss.
Foto: Tieflader
Der Einsatz dauert dann aber doch länger als erwartet. Erst fährt Herr Wang auf die falsche Seite der Autobahn und muss wieder umdrehen (Der laowai, der eine Frau ist, nämlich ich, muss deshalb fast 1,5 Stunde im Auto warten, zum Glück an einer guten Stelle, kurz vor einem Autobahnkreuz).

Als Herr Wang dann endlich da ist, hat es zum Glück aufgehört, in Strömen zu gießen, so dass das Aufladen schnell funktioniert. Die laowai scheint zu wissen, was gemacht werden muss, denn sie steigt aus dem Auto und lässt Herrn Wang in Ruhe aufladen. Die gemeinsame Fahrt im Führerhaus des Abschleppwagens ist kurz. Man muss ja nur irgendwie von der Autobahn runter. Denn Reifenwechsel auf der Autobahn ist auch für Herrn Wang ein Tabu.

Leider ist das Reifenwechseln dann auch etwas schwieriger als erwartet. Eigentlich geht es bei Herrn Wang ruckzuck, aber "jedes Auto ist anders". Heute müssen erst komische Plastikkappen von den Schrauben runtergefrickelt werden. Die sind schwarz, man kann sie kaum sehen und braucht etwas zum Hinterhaken. Das dauert am längsten. Auch die Schrauben selbst sitzen sehr fest, bei diesem ... ja, was ist das eigentlich für eine Marke, die die laowai da fährt? Ist Herrn Wang auch egal, es ist dunkel und hat wieder angefangen zu regnen.

Zum Glück hat der Wagen ein leichtes Reserverad im Kofferraum. Die laowai hilft beim Rausholen und macht auch Licht. Das ist sehr nett. "Das würde ein chinesischer Kunde nicht machen", sagt Herr Wang. "Die sind immer sehr fordernd".
Endlich ist es geschafft und die laowai weiss auch, dass sie 600 RMB bar bezahlen muss. "Das ist inzwischen das größte Problem", sagt Herr Wang, "die Leute haben kein Bargeld mehr dabei und wir sind noch nicht mit offiziellem QR-code zum Bezahlen ausgestattet." Das soll aber bald kommen.
Foto: platter Reifen
Herr Wang ist mit seinem letzten Einsatz am heutigen Tag dann doch sehr zufrieden. Es gab sogar noch zusätzlich Trinkgeld. Das passiert auch nur bei laowais. Er strahlt über das ganze Gesicht und winkt "bye bye" als die laowai mit ihrem Skoda Karoq auf 3 dicken und einem mickrigen Reserverad langsam davon fährt.

Kleingedrucktes zu meinen kleinen Geschichten: Personen, Namen, Handlungen und Zitate sind frei erfunden und nur ein neues Format meiner Bildkommentierungen.

El Açaí

JTEBS an der Wand eines Cafes in Las Palmas: Die Acai-Palme ist auch unter den Namen: Kohlpalme, Jucara-Palme, Manaca, Pinau, cabbage palm bekannt. Ihr wissenschaftlicher Name lautet: Euterpe oleracea. Ihre Heimat ist nicht nur Brasilien, sondern sie kommt auch in Panama, Kolumbien, Trinidad, Venezuela, Guyana, Suriname, Ecuador und Französisch-Guayana vor. Acai-Palmen wachsen in tief liegenden feuchten Orten, entweder in Flussnähe oder in Meeresnähe, d. h. in Gebieten, die durch Gezeiten beeinflusst werden. Sehr viel seltener wächst sie im Landesinneren und wenn, dann immer an nassen Standorten www.superfoods-abc.de/acai-beere/acai-palme-merkmale-und-verwendung
Foto: El Acai


Über die Frucht der Acai-Palme – die Acai Beere – wurde schon viel geschrieben. Sie wurde als "Wunderbeere Brasiliens" vermarktet aufgrund ihrer angeblich besonders hohen Konzentration an Antioxidantien (z.B. Vitamine und bestimmte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe) sowie lebenswichtigen Fettsäuren. Daneben soll die Acai-Beere "entzündungshemmendes Potenzial" besitzen und so das Risiko für etliche Krankheiten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs reduzieren. Acai-Produkte werden zudem häufig angepriesen die Gewichtsabnahme zu unterstützen, die Energie und Vitalität zu steigern und das Immunsystem zu stärken. Für die behauptete antioxidative und entzündungshemmende Wirkung der Acai-Beere gibt es bislang jedoch keine verlässlichen Studien www.verbraucherzentrale.de/nahrung/acai

Bei der Verarbeitung der Acai Beere fällt viel nicht-verzehrbarer "Abfall" an, denn sie besteht zu über 90 % aus einem Kern bzw. Samen, die zum Teil kompostiert oder als Schweinefutter genutzt werden. Die Samen werden aber auch in der Keramikindustrie verwendet.

09.06.2020

Radfahrland

Woran erkennt man, dass Spanien ein Land der Radsportler ist? Bei der Post kann man direkt ein Fahrradpaket kaufen.
Foto: Postpaket
Wieviel das Paket kostet, kann man auf dem Bild sehen, aber ich möchte nicht wissen, was das Verschicken kostest, denn Preise selbst für kleine Pakete haben in ganz Europa echt zugelegt...

08.06.2020

eine kleine Geschichte: Liu niao

Eine kleine Geschichte von Herrn Li und Herrn Chen, die einen Vogel haben.

Sie kommen schon früh, die beiden älteren Herren, ich nenne sie jetzt einfach mal Herr Li und Herr Chen. Sie treffen sich an dem Ahornbaum, Ecke Nanchang Lu und Xiangyang South Lu, genau am Zebrastreifen, den allerdings kein Auto-, Moped- oder Radfahrer beim Abbiegen interessiert. Gefährte mit Reifen haben Vorfahrt und auch unter ihnen gibt es eine klare Rangordnung: Autos vor Mopeds vor Fahrrädern. Fußgängern stehen ganz unten in der Verkehrsteilnehmerhierachie.

Als erstes hängt Herr Li seinen Vogelkäfig an den Baum. Sein Käfig ist größer als der von Herrn Chen, der gerade die beiden mitgebrachten Stühle und ein kleines Tischchen aufstellt. Dann erst hängt er seinen Vogelkäfig auf, allerdings an einen anderen dicken Ast des Baumes Sein Vogel hat freiere Sicht auf die Strasse und den Überweg. Vielleicht inspiriert ihn das zum lauteren Singen, denn Herr Chen's Vogel ist viel aktiver als der von Herrn Li.
Foto: Vogelkäfig
Ich kenne mich nicht mit Vögeln aus und kann Herrn Li und Herrn Chen - dank meiner fehlenden Chinesischkenntnisse - auch nicht fragen, was denn das für Vögel sind, die sie da haben. Ich könnte vielleicht eine App 'runterladen, die Vögel anhand des Gesangs erkennt. Ich bin mir sicher, dass es soetwas schon gibt, habe aber keine Lust danach zu suchen. Es ist eh schwierig in China Apps aus dem deutschen Appstore herunterzulagen. Das hat Apple inzwischen hinbekommen, dass man keinen weltweiten Store und Zugriff mehr hat. Egal. So, wie ich nicht weiss, ob die beiden älteren Herren Li und Chen heissen, schreibe ich jetzt einfach mal, dass es chinesische Spottdrosseln sind. (Sollte es einen Leser oder Leserin geben, die anhand der Bilder mich JTEBS machen kann, bitte hinterlasst doch einen Kommentar). 

Herr Li und Herr Chen hängen ihre Vögel immer zusammen auf. Sie sollen sich gegenseitig animieren. Spottdrosseln sind begabt darin, Töne aus der Umgebung nachzuahmen. Sie lernen also voneinander. Ob sie wohl bald den Strassenlärm imitieren können? Ist natürlich Quatsch und bald fahren ja eh nur noch Elektrogefährte herum, da hört man nichts. Wie es jetzt schon der Fall ist bei allen Mopeds - oder Scooter wie man hier sagt. Die chinesische Regierung hat in ihren Bemühungen um bessere Luft in den Megacities die herkömmlichen Zweitakt-Motorräder komplett verbannt. Alle fahren jetzt elektrisch, teilweise per Hand umgerüstet, was immer wieder zeigt, in welchem Abenteuerland wir aktuell leben.

Aber zurück zu Herrn Li und Herr Chen mit ihren Spottdrosseln: Sie hüpfen und flattern munter umher und zwitschern laut. Ich meine natürlich die Vögel und nicht die beiden Herren. Nach einer Weile werden sie stiller. Vielleicht ist es ihnen ja auch zu heiss? Oder sie mögen es nicht, von mir so intensiv beobachtet zu werden. Oder es ist wie bei der täglichen Morgengymnastik: in den ersten 5 Minuten ist man noch hochmotiviert, dann lässt die Lust nach: "ich hatte doch erst gestern Gymnastik gemacht!"
Foto: mit Blick auf die Strasse
Herr Li und Herr Chen sind Renter, aber haben, seit sie sich erinnern können, schon immer Vögel gehabt. Jetzt bringt es sie zu einem Spaziergang nach draussen und man trifft sich. "Früher gab es viel mehr Vogelbesitzer hier in der Gegend", erzählt Herr Li (habe ich mir jetzt ausgedacht). "Hier", er zeigt die Baumallee hinunter, "hing fast an jedem Baum mindestens ein Vogelkäfig. Das war bevor die grosse Shopping Mall aufgemacht hat." Er deutet hinter sich auf die moderne, Luxus Mall IAPM, die ein Grund ist, warum wir hierher gezogen sind: 3 Metrolinien und eine Shoppingmall direkt vor der Haustür, praktischer geht nicht, um sein Auto zumindest am Wochenende stehen zu lassen.

"Die Regierung hat dann überall Hecken und Blumenbeete gepflanzt. Jetzt kann man kaum mehr einen Stuhl auf den Bürgersteig stellen." Aber Herr Li beklagt sich nicht. Wie auch Herr Chen findet er den Fortschritt gut und es gäbe ja überall viele Bäume und Parks, die so schön gepflegt sind. "Das Leben ist viel besser als früher", sagt Herr Chen. Nur leider gäbe es kaum mehr Vogelfreunde. "Die nächste Generation will lieber Hunde", Herr Chen kichert. "So etwas haben wir früher gegessen", aber beeilt sich hinzuzufügen "heute aber nicht mehr." Herr Chen hat wohl davon gehört, dass Ausländer es abstoßend finden, dass in China Hunde gegessen werden. 

Die Haltung von Singvögeln hat eine lange Tradition in China und der Spaziergang mit dem Vogel sogar einen eigenständigen Begriff: Liu niao. Man nahm seine Vogel mit in den Park, um ihn gemeinsam mit anderen Vögeln singen oder sogar in Singwettbewerben gegeneinander antreten zu lassen. Aufgrund der Platzknappheit in den Wohnung gehörten Singvögel neben Fischen und Schildkröten zu den beliebtesten Haustieren. Nun sind sie ein Hobby der älteren Generation.

Gut gelaunt sitzen Herr Li und Herrn Chen auf ihren Plastikstühlen im Schatten des Baumes, rauchen gemeinsam ein paar Zigaretten, hören den Vögeln beim Singen zu. Ab und zu wird mit dem Strassenaufpasser, dem Straßenfeger oder einem Passanten palavert oder einfach die Morgenidylle am Strassenrand genossen. Zum Mittagessen, spätestens um 12, wird alles wieder abgebaut. Dann sind auch die beiden Spottdrosseln ganz verstummt und es ist voll auf der Xiangyang South Lu geworden. Nächsten Sonntag sind sie wieder da, Herr Li und Herr Chen mit ihren Spottdrosseln. Wochentags kommen sie nicht. Vielleicht weil es inzwischen verboten ist. Oder die beiden Rentner etwas Wichtigeres zu tun haben. Auch in China haben Rentner eigentlich keine Zeit.

Kleingedrucktes zu meinen kleinen Geschichten: Personen, Namen, Handlungen und Zitate sind frei erfunden und nur ein neues Format meiner Bildkommentierungen.

Imaginario

Ein schöner Name für eine kleine Kneipe, wo Zahra ihren allerersten Auftritt hatte. Wir hatten sie in unserem Hotel als fröhliche Rezeptionistin kennengelernt und waren ins Gespräch gekommen, was man denn wohl so macht, wenn man Nachtschicht in einem kleinen Hotel wie dem Lemon & Soul hat. Daraufhin erzählte sie, dass sie Songtexte schreibt, komponiert und selbst singt. Keine Frage, wir waren als Unterstützer und Applaudierer bei ihrem ersten Auftritt am Start.
Foto: Drinks & Music
Sie war total aufgeregt, aber hat sich prima eingesungen. Gar nicht so leicht, wenn man eigentlich nur Hintergrundmusik zu Bargesprächen ist - was dann wiederum auch beruhigend sein kann https://allevents.in/org/imaginario-drinksandmusic
Foto: Imaginario

07.06.2020

Normaler Badbetrieb

Während es in Deutschland noch schwer ist, spontan Schwimmen zu gehen, denn man muss die Eintrittskarte 24 Stunden vorher online kaufen, ist hier seit Juni die nächste Stufe der Lockerung eingetreten: Öffnungszeiten sind wieder wie vor Corona und man muss nicht mehr seinen grünen Shanghaier Gesundheit-QR-Code zeigen. Allerdings liegt noch das Fieberthermometer bereit und es wird am Handgelenk die Temperatur gemessen.
Foto: Wills Fitness Pool
Quelle: https://baeder-wolfsburg.de/vwbad
Leider gibt es kein Freibad in Shanghai (ausser den kleinen Hotelpools) und schon gar kein so schönes wie das VW Bad oder Fallerslebener Bad.

Dulces de Portugal

Hmmmm —lecker! Delicious! Superbe! Muy ricoMuito bom! Das perfekte Frühstück zum Kaffee. Das kleine Pudding-Törtchen aus Portugal ist einfach zu lecker: süß, knusprig, trotzdem weich, am besten noch ein bisschen warm. Das Pastel de Belém, besser bekannt als Pastel de Nata, ist ein Törtchen aus Blätterteig, gefüllt mit Sahnepudding. Auf Englisch heissen sie custard tarts. 
Für mich bitte ohne canela (=Zimt).
Foto: Shop Dulces de Portugal


Foto: pastel de nata

Vermutlich wurde diese Verführung bereits vor dem 18. Jahrhundert von den Mönchen des Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymus-Kloster) in Belém, heute ein Stadtteil Lissabons, hergestellt http://portugal-kultur/pastel-de-nata

Jedenfalls werden sie seit 1837 von der Casa Pastéis de Belém hergestellt und vertrieben. Die Pasteis de Belém erfreuten sich einer derart großen Beliebtheit, dass in der Konditorei eigene Verkaufs- und Verzehrräume eröffnet wurden.

Die kleinen Törtchen bestehen aus Blätterteig, der mit einer Creme aus Eigelb, Zucker und Sahne gefüllt wird. Die gebackenen Pastéis werden "oben schön braun" und werden dann bei Tisch meist mit Zimt oder Puderzucker bestreut. Kaum eine Pastelaria (Kaffehaus mit Gebäckproduktion) in Portugal, die nicht diese Pastéis anbietet. Deshalb heißt sie inzwischen auf neutraler bzw einfach Pastel de Nata oder nur "Nata" (= Sahne, Sahnetörtchen).

06.06.2020

Piscina Julio Navarro

Das Schwimmbad Julio Navarro war mein damaliges "Auszeit-Schwimmbad" auf Las Palmas, wurde inzwischen renoviert und im Herbst 2019 wieder eröffnet. Es ist mehr ein Trainingsbad geblieben, denn beherbergt den Club Natación Las Palmas. Es ist nach wie vor unbeheizt, ein Grund, so sagte uns ein anderer Schwimmgast, dass es immer recht leer außerhalb der Trainingszeiten ist (note to myself for location: c/Plazoleta, Calle Emilio Ley, cerca del parque Doramas).
Foto: Piscina
Quelle: www.laprovincia.es/las-palmas/2019/07/16/piscina-50-metros-julio-navarro
Besonders der neue Eingangsbereich und Fitnessgebäude sind auffällige Neuerungen, ansonsten ein gelungenes Beispiel wie man aus viel "alt" neu machen kann.

05.06.2020

Poema del Mar

Las Palmas hat seit 2018 ein grosses Aquarium: Poema del Mar, benannt nach der gleichnamigen Bilderreihe des kanarischen Künstlers Néstor Martín. Gleich vorweg: wir waren nicht drin, denn die Eintrittspreise sind gesalzen (komischer Ausdruck) und Tiere in Gefangenschaft sind eh nicht unser Ding.
Foto: Blick von der AidaNova
Das Aquarium befindet sich am Muelle Sanapú, nicht weit von der Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe. Es ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise für den auf etwa 2 Stunden Besuchszeit angelegten Rundweg liegen für Erwachsene bei 25€, Kinder bis 12 Jahre zahlen 17,50€ und Kinder bis 4 Jahre sind frei (als Residente zahlt man 18€ bzw 13€). Einen ausführlichen und auch kritischen Erfahrungsbericht mit Bildern finden man hier und kann sich den Besuch dann sparen: https://lavidacanaria.de/stadtleben/aquarium-poema-del-mar/

04.06.2020

schattige Gassen

Wer kein Strandlieger oder Wasserschwimmer ist (das Meer war noch "Luft-bleib-weg-kalt") findet in Las Palmas auch Abkühlung in den engen, schattigen Gassen, durch die oft auch ein kräftiger Luftstrom geht, also die echte Luftschneisen sind.
Foto: Gasse

03.06.2020

La barra

Das Kalkriff "La Barra" liegt rund 400 Meter vor dem Canteras Strand und begleitet den selben parallel über eine Länge von rund 1,5 Kilometern. Dieses Riff ist der Grund dafür, warum ein guter Teil des Strandes vor den Wellen geschützt und deshalb ein sicheres und ganzjähriges Badeerlebnis ermöglicht. Zwischen Canteras Strand und Riff ist das Wasser bei Flut rund 4 Meter und bei Ebbe nicht mehr als 2 Meter tief www.las-palmas-24.com/kalkriff-la-barra-canteras-strand.
Foto: im Hintergrund zu sehen - la barra
Foto: seltener Anblick - Taucher
Ein anderer Blick auf die La Barra zeigt im Hintergrund auch den Teide von Teneriffa.
Foto: Playa de Las Canteras

02.06.2020

Strandwetter

Die Lufthansa hatte am Anfang festgelegt, dass wir keine Routenänderungen bei unserer Umbuchung zurück nach Shanghai vornehmen können. Wir hatten daher beschlossen zunächst bis 9.2. auf Las Palmas zu bleiben und abzuwarten, denn der landesweite CNY/Neujahrsurlaub in China war um eine Woche, bis zum 10.2., verlängert worden, damit sich der Rückreiseverkehr entzerren konnte und die Lage etwas besser zu überschauen ist.
Foto: Strandlieger
Anders als vor unserer Kreuzfahrt war es in Las Palmas nun ordentlich warm geworden, am Wochenende war der Strand voll (viele Einheimische aber natürlich auch Touristen).

Ab 2.2. (eigentlicher Rückflugtermin) hatten wir ein tolles, neues, kleines, erschwingliches Hotel gefunden, das 10min von Monika con K und keine 2min vom Strand entfernt lag.
Foto: Lemon & Soul 

01.06.2020

verhüllter Reichstag

Aus aktuellem Anlass: Es sind 25 Jahre her, dass der Reichstag als Kunstprojekt des Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude verhüllt wurde. Das Projekt wurde lange und viel diskutiert - die Idee entstand 1971 und wurde erst über 20 Jahre später (vom 24. Juni bis zum 7. Juli 1995) umgesetzt: wrapped, wie man im Englischen sagte, also verpackt und verschnürt, vollständig in einem aluminiumbedampftem Polypropylengewebe, von dem wir noch ein Stück haben.
Foto: mit Flo und Lini
Foto: vor 25 Jahren
Christo, ein gebürtige Bulgare wurde mit seinen aufwendigen Verhüllungs-Installationen weltbekannt www.welt.de/kultur/Verhuellungskunst-Christo. Zu den berühmtesten seiner Projekte zählten die safranfarbenen Tore im New Yorker Central Park („The Gates“), die schwimmende, mit Nylongewebe bezogene Stege auf dem Wasser des Iseo-Sees in der Lombardei („Floating Piers“) sowie der 1995 verhüllte Berliner Reichstag ("Wrapped Reichtstag") und die verpackte Pont Neuf in Paris.

Die teils aus vielen Kilometern Entfernung sichtbaren Installationen, etwa der „Valley Curtain“ in Colorado oder gelben und blauen Riesen-Sonnenschirme in Japan und Kalifornien („The Umbrellas“), entstanden bald nur noch im Team. Mit seiner Frau Jeanne-Claude, mit der er seit den 90er Jahren stets als Duo auftrat, kämpfte Christo von ersten Plänen bis zur Realisierung eines Projekts teils mehrere Jahrzehnte. Die aus Casablanca in Marokko stammende und am selben Tag wie Christo geborene Jeanne-Claude war 2009 gestorben.

Paseo de las Canteras

Die Strandpromenade in Las Palmas war lange wegen Covid19 geschlossen. Seit 2. Mai durften Menschen wieder "gruppenweise" raus. Die Ab-70-Jährige hatten z. B. zwischen 10-12 Uhr und 19-20 Uhr Ausgang und die Promenade war voller Senioren-Spaziergänger, denn Cafes und Restaurants waren weiterhin geschlossen. Per Lautsprecher-Durchsage und Polizei wird darauf geachtet, dass alle anderen wieder drin sind, wenn die Senioren kommen.
Foto: Freigang - Paseo des las Canteras
Die Strandpromenade ist ca. 3km lang und erlaubt einen langen Spaziergang mit Meerblick.