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20.07.2020

Testen

Die Corona Krise hat ja viele ungeahnte, vergessene oder neue Talente von Menschen (wieder)erwachen lassen: online-Konferenz-Expertise, Wohnzimmer-Konzerte, Yoga auf dem Badvorleger, Videographie u.v.m. Ich versuche mich jetzt (wieder) im Brot backen, allerdings ohne Ei, vegan und glutenfrei sowieso.
Foto: Testen - Maismehl Brot 

Aber zurück zu einem super-simple Brot, was gut funktionierte in der mini-Japan-antiklebe-Kuchenform (22cm lang, 9cm breit, 6cm tief). Alles ca.-Angaben, denn ich bin ja Profi und "mach das einfach mal so", hihi, und habe weder Messbecher, Waage oder sonstige Backgeräte):

1 Tasse Maismehl
3/4 Tasse Wasser
einen ordentlichen Schuss Olivenöl
mehr als eine Prise Salz
1/2 Pck Trockenhefe (3-4gr)
1/2 Tasse Haferflocken oder andere z. B. Cornflakes
bei Bedarf andere Körner dazu (Sonnenblumen-, Kurbiskerne, Leinsamen etc)

alles mischen und ab in die Form. Kurz stehen lassen und warten, dass der Ofen heiss wird.
Haferflocken oben drauf streuseln, eventuell noch ein bisschen Wasser drauf tröpfeln und ab in den Ofen bei ca 160-180 Grad, für ca. 60min.

Es wird nicht nur das Backen gerade wieder neu entdeckt, sondern auch das "Alles-in-einem-Topf-oder-Wok-Kochen", ohne Rezept versteht sich und schon als Übung für Camperzeiten.
Foto: Testen - Lachs-Gemüse-Pfanne mit Kartoffel Beilage




31.10.2019

farewell, October

Zum Oktober sind einige Leute bei uns gegangen. Bruce, der Kanadier und Marketingleiter. Er bleibt allerdings in Shanghai und arbeitet wieder für das nördliche China-Joint Venture, die FAW-VW, und zwar in dem Regionalbüro Shanghai als Regionalleiter. Er stellt sich auf eine langweilige, aber schöne Zeit ein, denn als westlicher Partner in der Verkaufsregion lässt sich nicht viel ausrichten, so meint er. Obwohl man ihm es bis zum Schluss nicht anmerkte, macht er drei Kreuze hinter die Skoda-Zeit. Warum? Die Zusammenarbeit im Joint Venture zwischen chinesischen und westlichen Partnern ist aus seiner Sicht viel schwieriger als bei der FAW-VW, weil es eher zwei Parallel-Welten sind. Ausserdem waren die Zentralen, also Mlada Boleslav und Beijing, viel schwieriger im Umgang. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass Skoda innerhalb des grossen Volkswagen Konzerns nicht mehr sehr stark auftreten kann, vor allem nicht in China, wo es immer erst heissen wird: VW first.
Foto: westlicher und chinesischer Marketingleiter
Auch verabschiedet haben wir Jiang Lin und Dylan. Jiang Lin, aus dem digitalen Team, gefiel die SAIC Volkswagen Kultur nicht (zu hierarchisch, zu traditionell, zu langweilig) und Dylan, aus dem Event Team, muss nun in das Business seines Vaters einsteigen (Architekturbüro).
Foto: Team Farewell

17.08.2019

Wurmloch

Wo wir gerade bei "talents" waren: wir haben auch eines in der Familie, der ganzen Klassen in seinen Bann zieht, wenn er Vorträge hält z. B. über Wurmlöcher. Und da kann man echt JTEBS werden. Ein weiteres seiner Talente: er könnte den Vortrag auch ohne Probleme auf Englisch halten, denn das spricht er wie ein Muttersprachler (Kindergarten & Internet sei Dank).
Foto: Präsentationspappe
Foto: travel time in Wurmlöchern

16.08.2019

Beyond Show

Jedes Jahr versuchen neue TV Show Formate, die Millionen an chinesischen Zuschauern für sich zu gewinnen. Das Rezept ist einfach: je mehr, je bekannte und je aktueller die teilnehmenden Celebrities sind, desto größer ist die Chance auf Erfolg...und dann ist der Showinhalt auch fast egal. Irgendwas mit Singen & Tanzen ist ja eh immer dabei. Allerdings: für Sponsoren, die die Shows für die Steigerung ihrer Bekanntheit nutzen wollen, sind diese Big Hit Shows auch super teuer und starten bei 15 Millionen Euro für kleine Randsponsoren. Wir haben aktuell auch wieder eine Show gesponsert, nicht als Titel-/Hauptsponsor (das war eine chinesische Joghurt Marke), aber doch mit vielfältigen Platzierungsmöglichkeiten.
Foto: alte Frau und alternder Celebrity der Beyond Show

Allerdings hatten wir eher nach einem inhaltlichen Passung zu unserer Markenkampagne geschaut und sind dabei auf eine Talent Show gestossen, in der Künstler, Musiker, Begabte oder einfach Ideenreiche Menschen ihre Performance zeigen, die dann von Celebrities kommentiert und bewertet werden. Tatsächlich waren die Performances besonders z. B. auch ein behinderter Mann (ohne Arme und Beine), der im Mund einen kleinen Papierflieger faltet. Die Celebrities waren nicht ganz so berühmt oder schon etwas "alternd" (womit man in China alles über 30 Jahre meint), so dass die Show es definitiv nicht in die Top 10 schaffen und wahrscheinlich keine 2. Saison haben wird. So schnell geht das hier, obwohl die, die sie geguckt haben, wirklich fanden, dass es ein tolles, ungewöhnlich-authentisches Showformat war. Zum ersten Mal haben wir per "eyeball tracking" (Blickaufzeichnung) auch getestet wie gut unser Sponsorship wahrgenommen wurden, und haben exzellente Ergebnisse erzielt - besser als die Joghurtmarke, obwohl wir nicht mal die Hälfte bezahlt haben und 3 eigene Performances dabei hatten z. B. einen Balance-Akt auf einem fahrenden Kodiaq.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht alles schreiben, denn mir ging es eher um den Titel. Der Showname stand noch nicht fest als wir die Gespräche mit dem TV Sender (Jiangsu TV) begonnen hatten und wurde immer nur als "Talent Show" oder "Transformer Talent Show" übersetzt. Dann war ich doch sehr überrascht als wir im Studio bei den ersten Aufnahmen dann "Beyond Show" auf Englisch überall stehen sahen. Es dauerte ein bisschen, bis die Chinesen verstanden haben, warum ich so irritiert bin. Denn: das Chinesische Zeichen für "Talent" und "Beyond" ist das selbe. JTEBS.
Foto: Nanjing Film Studio Gebäude 

19.04.2019

VAPDS

Die Ausstellung "Art Express 2019" in der Art Gallery of NSW startete mit einer Wand voller "VAPDS". Das sind Visual Arts Process Diaries in Form von Aufzeichnungen, Fotos, Skizzen, die Entstehungsprozess, Gedanken, Gefühle, Beweggründe, technisches Interesse, Schwierigkeiten etc. dokumentieren. Deshalb stand man vor den VAPDS oft länger als vor den eigentlichen Werken.
Foto: ArtExpress mit VAPDS
Aber auch die kurzen Bildbeschreibungen der StudentInnen waren immer wieder interessant, die Bandbreite der Arbeiten weit gefächert.
Foto: ArtExpress 1
Foto: ArtExpress 2
Foto: ArtExpress 3
Foto: ArtExpress 4