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24.07.2020

little needle

Auch wenn man sie auf dem Bild kaum sieht, so little/klein sind sie nicht und wären definitiv keine Therapie für mich mit meiner "Piekephobie". Das Setzen einiger Nadeln ist auch bei husband recht schmerzhaft, aber dann piekt Dr. Xu nur wenig und dreht später etwas nach, wenn der erste Schmerz abgeklungen ist.
Foto: Männerhaare und Little needles
Akupunktur - was ist das genau?

https://deutsche-akupunktur-gesellschaft.de:
Die Akupunktur ist eine aus China stammende Therapieform, die ihre Wurzeln im System der Traditionellen Chinesischen Medizin von vor etwa 2.000 Jahren hat. Im Mittelpunkt dieses Medizinsystems steht die Vorstellung von einer im Körper fließenden Lebenskraft, auch Lebensenergie genannt, chinesisch Qi, auf deren Wirkung alle Lebensäußerungen beruhen. Die Lebensenergie ist in ständigem Fließen, immer in Bewegung, Veränderungen bewirkend. Auch die Funktionen innerer Organe wie Atmung, Verdauung der Nahrung, Körperabwehr, Muskelbewegungen wird von der Lebensenergie hervorgebracht und durch sie beeinflusst. Ähnlich wie die Flüsse das Land durchziehen, ziehen Energiebahnen, Meridiane genannt, durch den Körper und versorgen ihn mit der lebensnotwendigen Energie. Auf diesen Leitbahnen liegen die Akupunkturpunkte, mit deren Hilfe man die Energieflüsse beeinflussen und regulieren kann.

Wenn man gesund ist, fließt die Lebensenergie in Harmonie, die Funktionen der Organe sind kräftig und ungestört. Krankheiten sind nach chinesischer Vorstellung auf eine Störung im Fließen der Lebensenergie Qi zurückzuführen, entweder liegt eine Schwäche oder eine Fülle der Lebenskräfte vor. Auch Blockaden im Lebensenergiestrom können Schmerzen oder andere Gesundheitsstörungen und Krankheiten hervorrufen.

Die Nadelung der Akupunkturpunkte hat eine harmonisierende Wirkung, Fülle wird gedämpft, Schwäche angeregt und Blockaden gelöst, so dass ein ungestörtes harmonisches Fließen gefördert wird.

Ganz wichtig: Die Lebensenergie Qi

Im Mittelpunkt des chinesischen Denkens über die Natur steht die Vorstellung einer universellen Lebenskraft, auch Lebensenergie genannt, Qi auf chinesisch. Diese Lebenskraft, Grundlage allen Lebens, bildet die Basis der chinesischen Naturbeschreibung von der Antike bis zur Neuzeit.

Für die Chinesen ist Qi die allem Lebendigen innewohnende Lebenskraft der Natur. Qi ist Leben, ständig in Bewegung, fließend, Veränderungen hervorbringend. Jede Verlangsamung oder Stagnation des Fließens bedeutet Störung der Lebensvorgänge.

Das kosmische Qi fließt nach chinesischer Auffassung überall in der Natur, z.B. im Wind oder im Wasser der Flüsse. Im menschlichen Körper sammelt sich Qi in den Organen, deren Funktionen sie hervorbringt. Die Lebensenergie Qi fließt auch in Bahnen, die die Oberfläche und die Peripherie des Körpers. Diese "Qi-Kanäle" wurden von den Europäern aufgrund ihrer polaren Anordnung im Körper mit dem Meridiansystem der Erde verglichen und folglich "Meridiane" genannt. Die Lebensenergie kommt aus drei "Quellen" in den menschlichen Körper:

1. In die Lunge wird das Qi aus der Atemluft aufgenommen. Dieses Qi des Atems, Zong Qi, wird "Qi der Mitte" oder auch Yang-Qi genannt, weil es aus der Luft, von oben, vom Yang, kommt. Ähnliche Vorstellungen gibt es in der indischen ayurvedischen Medizin, wo dieses Atem-Qi Prana genannt wird. 

2. Aus der Nahrung wird durch die Verdauung im Magen und Milz-Pankreas- System "Nähr-Qi" chinesisch Ying-Qi. Das Nähr-Qi wird im chinesischen Organsystem Milz-Pankreas aufgenommen und nach seiner Transformation im Körper verteilt, um die Organe, das Blut und die Gewebe zu ernähren. 

3. Die dritte wichtige Quelle des Qi im Körper ist das "Erb-Qi", chinesisch Yuan Qi (Quell-Qi) genannt, die von den Eltern ererbte Lebenskraft. Dieses erhält man bei der Zeugung von beiden Eltern. Es wird nach chinesischer Vorstellung im Nierensystem gespeichert und an die Nachkommen weitergegeben. Dieses "ererbte Qi" ist auch für das individuelle Wachstum und die Entwicklung des Menschen verantwortlich.

Die Lebensenergie Qi gestaltet die Funktionen der Organe und deren vielfältiges Wechselspiel. Jeder Lebensvorgang, jede Organfunktion ist Ausdruck des Wirkens und der Bewegung von Qi.

Die Diagnose ist wichtig

Vor einer jeden Behandlung mit Akupunktur stehen eine ausführliche Erhebung des Gesundheitszustandes und die Stellung einer Diagnose. Der Weg zu einer Diagnose ist in der chinesischen Medizin grundverschieden von dem Vorgehen in der heutigen westlichen Medizin. Der Arzt benutzt seine Sinne, um anhand der Symptome, den gestörten Funktionen von Organen, der äußeren Erscheinung des Patienten und der äußeren Untersuchung zur Diagnose von Störungsmustern der Lebensenergie Qi in den einzelnen Meridianen und Organen zu gelangen. Elementare Bestandteile sind etwa die Zungen- oder Pulsdiagnose, die Gesichtsdiagnose oder die Frage nach Kälte- oder Wärmeempfindungen.

Die Befunde bzw. die Symptomatik einer Funktionsstörung oder einer Erkrankung werden nach 8 klassischen diagnostischen Kategorien Hitze-Kälte, Fülle-Schwäche, Außen-Innen, Yang-Yin analysiert. So entsteht eine Diagnose im chinesischen Sinne. Diese sollte mit der schulmedizinischen Diagnose zusammengeführt werden, wonach dann der Therapieplan erstellt wird.

20.07.2020

Testen

Die Corona Krise hat ja viele ungeahnte, vergessene oder neue Talente von Menschen (wieder)erwachen lassen: online-Konferenz-Expertise, Wohnzimmer-Konzerte, Yoga auf dem Badvorleger, Videographie u.v.m. Ich versuche mich jetzt (wieder) im Brot backen, allerdings ohne Ei, vegan und glutenfrei sowieso.
Foto: Testen - Maismehl Brot 

Aber zurück zu einem super-simple Brot, was gut funktionierte in der mini-Japan-antiklebe-Kuchenform (22cm lang, 9cm breit, 6cm tief). Alles ca.-Angaben, denn ich bin ja Profi und "mach das einfach mal so", hihi, und habe weder Messbecher, Waage oder sonstige Backgeräte):

1 Tasse Maismehl
3/4 Tasse Wasser
einen ordentlichen Schuss Olivenöl
mehr als eine Prise Salz
1/2 Pck Trockenhefe (3-4gr)
1/2 Tasse Haferflocken oder andere z. B. Cornflakes
bei Bedarf andere Körner dazu (Sonnenblumen-, Kurbiskerne, Leinsamen etc)

alles mischen und ab in die Form. Kurz stehen lassen und warten, dass der Ofen heiss wird.
Haferflocken oben drauf streuseln, eventuell noch ein bisschen Wasser drauf tröpfeln und ab in den Ofen bei ca 160-180 Grad, für ca. 60min.

Es wird nicht nur das Backen gerade wieder neu entdeckt, sondern auch das "Alles-in-einem-Topf-oder-Wok-Kochen", ohne Rezept versteht sich und schon als Übung für Camperzeiten.
Foto: Testen - Lachs-Gemüse-Pfanne mit Kartoffel Beilage




19.07.2020

TCM

Im United Family Hospital, kurz UFH, hat husband nun mit einer TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Therapie begonnen, die sein "Qi" besser fliessen lassen soll und vielleicht auch gegen die vielen "Lebensmittelunverträglichkeitssensibilitäten" etwas machen kann, in dem eine bessere Balance hergestellt wird. Dazu wird jetzt mit Nadeln, Glässchen und Kräutern gearbeitet und einer Ärztin, die ihre TCM Ausbildung sowohl in Australien (Melbourne) als auch in China (Shanghai) gemacht hat.
Foto: Schröpfen, englisch: Cupping

Was ist TCM? www.apotheken.de/alternative-heilkunde/traditionelle-chinesische-medizin

In der langen Geschichte Chinas entstand eine Vielzahl von medizinischen Heilverfahren. Manche davon wurden auch im kommunistisch geprägten modernen China beibehalten. Sie fanden unter dem Begriff der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ihren Weg in den Westen.

Die TCM stützt sich auf viele Säulen, die zusammen ein komplexes Heilsystem ergeben, darunter die Akupunktur und das daran angelehnte Verfahren der Moxibustion (Wärmebehandlung der Akupunkturpunkte), Arzneimittelkunde, Ernährungslehre, meditative Übungstechniken wie Tai Chi und Qigong sowie die Tuina-Massage. Im Westen am häufigsten angewendet wird die Akupunktur.

TCM ist aber nicht nur eine Behandlungsmethode – viele ihrer Bestandteile, wie etwa die Ernährungslehre und die körperübenden Verfahren – sind vorbeugender Natur.

Yin und Yang – das Grundprinzip der TCM

Die Denkweise der Traditionellen Chinesischen Medizin ist in unseren Breiten aus mehreren Gründen ungewohnt: Während die moderne Medizin versucht, einen Defekt möglichst genau zu lokalisieren und diesen dann zu behandeln, nimmt die TCM bei gesundheitlichen Problemen eine Störung von Kräfteströmen an, die normalerweise unseren Organismus im Gleichgewicht halten – und dieses Gleichgewicht beschränkt sich keineswegs auf unseren Körper, sondern bezieht den sozialen Organismus, ja sogar den Kosmos mit ein. Eine zentrale Rolle in diesem Konzept nimmt die Lebensenergie Qi (sprich Tschi) ein. Sie wird durch ein ausgewogenes Wechselspiel der beiden Lebenspole Yin und Yang im Fluss gehalten. Yin und Yang verkörpern dabei unterschiedliche Prinzipien des Lebens, die oft mit „Schattenseite“ und „Lichtseite“ in Verbindung gebracht werden – Yin steht für Ruhe, Passivität und Kälte, während Yang Dynamik, Aktivität und Hitze einschließt.

Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass die Lebensenergie Qi Grundlage jeder Substanz ist und allem Lebendigen innewohnt. Während das kosmische Qi im Wasser der Flüsse, in der Luft und im Wind fließt, konzentriert sich das Qi im menschlichen Körper in den Organen und strömt in einem energetischen Netzwerk von Kanälen oder Leitbahnen, den Qi-Kanälen, durch den Körper. Diese Kanäle verlaufen von Pol zu Pol, d. h. von Kopf bis Fuß, und sind damit dem Meridiansystem der Erde vergleichbar. Sie werden deshalb oft auch Meridiane genannt.

Die Lebensenergie Qi hat unterschiedliche Funktionen: Sie schützt, ernährt, erwärmt, transportiert, kontrolliert und verwandelt. Gesundheit liegt dann vor, wenn die Lebensenergie ausgewogen vorhanden ist und sich austauschen, d. h. ungehindert fließen kann. Krankheit entsteht dann, wenn der Energiefluss behindert ist.

Diagnose

Die Diagnose wird durch Befragung sowie durch eine genaue Betrachtung des Patienten gestellt – letztere beschränkt sich auf die am bekleideten Patienten zugänglichen Körperregionen Augen, Haut, Haltung und Zunge. Zudem wird der Puls an verschiedenen Körperpunkten beurteilt. Dabei werden bis zu 28 verschiedene Pulsqualitäten unterschieden.

Die festgestellte Erkrankung wird meist durch eine mehrmals täglich einzunehmende Arzneimischung aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Komponenten behandelt.
Es wird in kleinen Beutelchen als Flüssigkeit zugeschickt und husband soll sie 2x pro Tag 30min nach dem Essen erhitzen und trinken. Er hat damit nach den ersten 2 Wochen mit Akupunktur und Schröpfen begonnen, weil Dr Xu doch erstmal den "Qi" in Gang bringen wollte.
Foto: chinesische Kräutermischung
In vielen Fällen ist es anders herum: erst werden Kräuter, dann weitergehende Verfahren wie die Akupunktur, Moxibustion, Schröpfen oder eine der Übungs- oder Massagemethoden verordnet.

Anwendungsbereiche

Die TCM behandelt alle Krankheiten, die meisten Anwender im Westen sehen sie jedoch zumindest bei schwerwiegenden Erkrankungen als ergänzendes Verfahren. Auch im heutigen China werden westliche Medizin und TCM parallel angewendet. Schwerpunkte der Behandlung sind chronische Krankheiten und Schmerzzustände.
Foto: sag's im Comic


18.07.2020

united family hospital

Es ist das erste Mal, dass wir in den neuen Location des United Family Krankenhauses waren. Es ist ein internationales, privates Krankenhaus und gleichzeitig eine Art ambulantes Ärztehaus, denn man geht für alles dorthin, ob als Notfall, mit Termin, ob zum Zahnarzt, Augenarzt oder einem Routine-Gesundheitscheck. Es ist "unser" Vertragskrankenhaus und Anlaufstelle für alle Expats von SAIC Volkswagen.
Quelle: shanghai-united-family-hospital
Wir waren beeindruckt: alles sehr großzügig und hervorragend organisiert. Aktuell darf nur eine Person den Patienten begleiten und noch vor der Eingangschleuse müssen alle Besucher: 1. Temperatur messen 2. ihren Shanghaier Gesundheitskontrolle-QR Code vorzeigen und 3. sich im Krankenhaus registrieren mit Adresse und Ausweisdaten. Alles per smartphone versteht sich. Erst wenn der Krankenhauscomputer die Registrierung bestätigt, geht es rein.
Foto: Registrierung
Zum Hauptempfang muss man nur, wenn man nicht weiss, wohin man muss.
Foto: Hauptempfang
Ansonsten kann man gleich zur Rezeption in der richtigen Abteilung gehen, in unserem Fall 3. Etage: Innere, Sportmedizin, Urologie und einiges mehr z. B. auch die TCM (traditionelle chinesische Medizin)
Foto: Stations-Rezeption