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23.07.2020

little crystal

Nicht beim MRT, sondern beim Ultraschall wurde ein Mini-Gallenstein entdeckt, harmlos aber doch deutlich sichtbar. Statt "stone" (Stein) wurde er als "little crystal" bezeichnet, was sich doch wirklich gleich ganz nach "no problem" anhört.
Foto: Gallensteinchen wird vermessen

22.07.2020

Röhrentester

Husband hat zum ersten Mal eine MRT Aufnahme, also Magnetresonanz- oder Kernspintomografie, machen lassen, eine Technik, in der man u.a. die Organe des Körpers detailliert sehen kann. MRT heisst im Englischen MRI (magnetic resonance imaging), was ein JTEBS war.
Foto: MRT oder MRI Röhrentester
Was ist eine Kernspintomografie genau? 

Die Kernspintomografie ist aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Weil die Untersuchungsmethode auf Magnetismus beruht, ist der Körper keiner Strahlenbelastung ausgesetzt www.apotheken-umschau.de/diagnose/mrt:

Die Kernspintomografie – oft auch als Magnetresonanztomografie oder kurz MRT bezeichnet – gehört zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Mit Hilfe eines starken Magnetfelds, zusätzlichen Wechselfeldern, Messantennen und eines Computers erzeugt der Kernspintomograf Schnittbilder des Körperinneren. Der Name ist abgeleitet vom altgriechischen Wort "tome" für Schnitt.

Die MRT-Bilder sind sehr detailgenau, so dass auch kleine Veränderungen nachgewiesen werden können. Außerdem ermöglichst das MRT Aufnahmen in jeder gewünschten Körperebene – also nicht nur quer durch den Körper, sondern auch längs und schräg. In vielen Bereichen ist die MRT momentan das bildgebende Verfahren, das krankhafte Veränderungen am besten sichtbar machen kann.

Wer es noch genauer wissen will, kann weiterlesen. Sonst bitte hier aufhören.

Die Physik der Kernspintomografie

Die Kerne von Wasserstoffatomen haben die Eigenschaft, sich um ihre eigene Achse drehen zu können – wie winzige Kreisel. Durch diese Kernspin genannte Drehung erzeugen sie ein eigenes schwaches Magnetfeld, werden also selbst zu Magneten. Dies sowie die Tatsache, dass Wasserstoff das vorherrschende Element im menschlichen Körper ist, macht man sich bei der Kernspintomografie zu nutze.

Im Inneren des MRT-Geräts befindet sich ein Magnet. Er erzeugt ein Magnetfeld, das viele Tausend Mal stärker ist als das der Erde. Dieses Magnetfeld richtet die Wasserstoffatome wie Kompassnadeln parallel zueinander aus – statt dass sie weiterhin ungeordnet in alle möglichen Richtungen zeigen.

Diese Ordnung wird dann absichtlich gestört. Und zwar durch Radiowellen einer bestimmten Frequenz und Stärke, die der Kernspintomograf als kurze Impulse in die zu untersuchende Körperregion sendet. Die Wasserstoffatome nehmen die in den elektromagnetischen Wellen enthaltene Energie auf. Dadurch geraten sie quasi ins Wanken und kippen aus der Reihe.

Sobald der Radiowellenimpuls vorbei ist, richten sich die Atomkerne wieder parallel zum Magnetfeld aus, kehren also in ihre ursprüngliche Lage zurück. Während dieser so genannten Relaxation geben sie die aufgenommene Energie wieder ab, in Form von Radiowellen. Diese Signale registrieren hoch empfindliche Antennen im MRT-Gerät. Ein Computer verrechnet die Messdaten dann zu Schnittbildern des menschlichen Körpers.

Wie schnell die Wasserstoffatome sich zurückdrehen, welche Energie sie also wann abgeben, hängt davon ab, in welcher Art Gewebe sie sich befinden. Anders formuliert: In jedem Gewebe haben die Atomkerne eine charakteristische Abklingzeit. Daher unterscheiden sich die Gewebearten in ihrem Signal. Diese Signalverläufe setzt der Computer dann zu einem MRT-Bild um, das Organe und Gewebe sehr detailliert darstellt und an Hand ihrer Helligkeit voneinander abgrenzbar macht.

AHA!

Wie läuft die Untersuchung ab?

Das UFH Krankenhaus hatte einen offenen MRT-Scanner, zumindest der Röhreneinsschub blieb geöffnet. Für die Untersuchung fährt eine Liege den Patienten so weit in den ringförmigen Magnettunnel, bis der zu untersuchende Körperbereich sich in der Röhrenmitte befindet.

Aus technischen Gründen erzeugen Kernspintomografen laute Klopfgeräusche. Ohrstöpsel oder Schallschutzkopfhörer dämpfen sie auf ein erträgliches Maß. Wenn das medizinische Personal alle Vorbereitungen abgeschlossen hat, verlässt es den Untersuchungsraum. Die medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA) steuern die Untersuchung vom Bedienplatz. Dieser hat ein Fenster, so dass sie immer sehen können, wie es dem Patienten geht. Außerdem stehen Untersuchter und Untersucher die ganze Zeit über eine Gegensprechanlage miteinander in Verbindung.

Je nach Fragestellung und Zahl der Aufnahmen dauert eine Magnetresonanztomografie zwischen wenigen Minuten und einer Stunde. Meistens liegt die Untersuchungszeit zwischen 20 und 30 Minuten, was auch bei husband der Fall war. Bitte schön ruhig liegen, denn schon kleine Bewegungen des Patienten können die Bildqualität stark beeinträchtigen.
Foto: Auf zum MRT

19.07.2020

TCM

Im United Family Hospital, kurz UFH, hat husband nun mit einer TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Therapie begonnen, die sein "Qi" besser fliessen lassen soll und vielleicht auch gegen die vielen "Lebensmittelunverträglichkeitssensibilitäten" etwas machen kann, in dem eine bessere Balance hergestellt wird. Dazu wird jetzt mit Nadeln, Glässchen und Kräutern gearbeitet und einer Ärztin, die ihre TCM Ausbildung sowohl in Australien (Melbourne) als auch in China (Shanghai) gemacht hat.
Foto: Schröpfen, englisch: Cupping

Was ist TCM? www.apotheken.de/alternative-heilkunde/traditionelle-chinesische-medizin

In der langen Geschichte Chinas entstand eine Vielzahl von medizinischen Heilverfahren. Manche davon wurden auch im kommunistisch geprägten modernen China beibehalten. Sie fanden unter dem Begriff der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ihren Weg in den Westen.

Die TCM stützt sich auf viele Säulen, die zusammen ein komplexes Heilsystem ergeben, darunter die Akupunktur und das daran angelehnte Verfahren der Moxibustion (Wärmebehandlung der Akupunkturpunkte), Arzneimittelkunde, Ernährungslehre, meditative Übungstechniken wie Tai Chi und Qigong sowie die Tuina-Massage. Im Westen am häufigsten angewendet wird die Akupunktur.

TCM ist aber nicht nur eine Behandlungsmethode – viele ihrer Bestandteile, wie etwa die Ernährungslehre und die körperübenden Verfahren – sind vorbeugender Natur.

Yin und Yang – das Grundprinzip der TCM

Die Denkweise der Traditionellen Chinesischen Medizin ist in unseren Breiten aus mehreren Gründen ungewohnt: Während die moderne Medizin versucht, einen Defekt möglichst genau zu lokalisieren und diesen dann zu behandeln, nimmt die TCM bei gesundheitlichen Problemen eine Störung von Kräfteströmen an, die normalerweise unseren Organismus im Gleichgewicht halten – und dieses Gleichgewicht beschränkt sich keineswegs auf unseren Körper, sondern bezieht den sozialen Organismus, ja sogar den Kosmos mit ein. Eine zentrale Rolle in diesem Konzept nimmt die Lebensenergie Qi (sprich Tschi) ein. Sie wird durch ein ausgewogenes Wechselspiel der beiden Lebenspole Yin und Yang im Fluss gehalten. Yin und Yang verkörpern dabei unterschiedliche Prinzipien des Lebens, die oft mit „Schattenseite“ und „Lichtseite“ in Verbindung gebracht werden – Yin steht für Ruhe, Passivität und Kälte, während Yang Dynamik, Aktivität und Hitze einschließt.

Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass die Lebensenergie Qi Grundlage jeder Substanz ist und allem Lebendigen innewohnt. Während das kosmische Qi im Wasser der Flüsse, in der Luft und im Wind fließt, konzentriert sich das Qi im menschlichen Körper in den Organen und strömt in einem energetischen Netzwerk von Kanälen oder Leitbahnen, den Qi-Kanälen, durch den Körper. Diese Kanäle verlaufen von Pol zu Pol, d. h. von Kopf bis Fuß, und sind damit dem Meridiansystem der Erde vergleichbar. Sie werden deshalb oft auch Meridiane genannt.

Die Lebensenergie Qi hat unterschiedliche Funktionen: Sie schützt, ernährt, erwärmt, transportiert, kontrolliert und verwandelt. Gesundheit liegt dann vor, wenn die Lebensenergie ausgewogen vorhanden ist und sich austauschen, d. h. ungehindert fließen kann. Krankheit entsteht dann, wenn der Energiefluss behindert ist.

Diagnose

Die Diagnose wird durch Befragung sowie durch eine genaue Betrachtung des Patienten gestellt – letztere beschränkt sich auf die am bekleideten Patienten zugänglichen Körperregionen Augen, Haut, Haltung und Zunge. Zudem wird der Puls an verschiedenen Körperpunkten beurteilt. Dabei werden bis zu 28 verschiedene Pulsqualitäten unterschieden.

Die festgestellte Erkrankung wird meist durch eine mehrmals täglich einzunehmende Arzneimischung aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Komponenten behandelt.
Es wird in kleinen Beutelchen als Flüssigkeit zugeschickt und husband soll sie 2x pro Tag 30min nach dem Essen erhitzen und trinken. Er hat damit nach den ersten 2 Wochen mit Akupunktur und Schröpfen begonnen, weil Dr Xu doch erstmal den "Qi" in Gang bringen wollte.
Foto: chinesische Kräutermischung
In vielen Fällen ist es anders herum: erst werden Kräuter, dann weitergehende Verfahren wie die Akupunktur, Moxibustion, Schröpfen oder eine der Übungs- oder Massagemethoden verordnet.

Anwendungsbereiche

Die TCM behandelt alle Krankheiten, die meisten Anwender im Westen sehen sie jedoch zumindest bei schwerwiegenden Erkrankungen als ergänzendes Verfahren. Auch im heutigen China werden westliche Medizin und TCM parallel angewendet. Schwerpunkte der Behandlung sind chronische Krankheiten und Schmerzzustände.
Foto: sag's im Comic


18.07.2020

united family hospital

Es ist das erste Mal, dass wir in den neuen Location des United Family Krankenhauses waren. Es ist ein internationales, privates Krankenhaus und gleichzeitig eine Art ambulantes Ärztehaus, denn man geht für alles dorthin, ob als Notfall, mit Termin, ob zum Zahnarzt, Augenarzt oder einem Routine-Gesundheitscheck. Es ist "unser" Vertragskrankenhaus und Anlaufstelle für alle Expats von SAIC Volkswagen.
Quelle: shanghai-united-family-hospital
Wir waren beeindruckt: alles sehr großzügig und hervorragend organisiert. Aktuell darf nur eine Person den Patienten begleiten und noch vor der Eingangschleuse müssen alle Besucher: 1. Temperatur messen 2. ihren Shanghaier Gesundheitskontrolle-QR Code vorzeigen und 3. sich im Krankenhaus registrieren mit Adresse und Ausweisdaten. Alles per smartphone versteht sich. Erst wenn der Krankenhauscomputer die Registrierung bestätigt, geht es rein.
Foto: Registrierung
Zum Hauptempfang muss man nur, wenn man nicht weiss, wohin man muss.
Foto: Hauptempfang
Ansonsten kann man gleich zur Rezeption in der richtigen Abteilung gehen, in unserem Fall 3. Etage: Innere, Sportmedizin, Urologie und einiges mehr z. B. auch die TCM (traditionelle chinesische Medizin)
Foto: Stations-Rezeption