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09.02.2022

Blitzlicht



"Blitzlicht“ ist eine der ersten Methoden aus den 80er Jahren, die in Trainings und Erwachsenenbildung eingesetzt wurde, um die Kommunikation in  Lerngruppen zu verbessern. Sie wurde verwendet, damit alle Teilnehmer*innen schnell und hierarchieunabhängig ihre Meinung zu einem Thema oder eine kurze Zwischenevaluation abgeben können. Sie wurde meist am Anfang und Ende einer Lerneinheit eingesetzt. Dabei ging es reihum und jede*r antwortete mit ein bis zwei Sätzen auf eine gestellte Frage. Dabei sollten Ich-Botschaften verwendet werden. 

Heute heisst das Blitzlicht am Anfang oft "Check-in" und wird nicht nur im Training, sondern in Team-, Projektrunden eingesetzt, gern auch als Warm-up mit einer Spaß-Komponente. Das Check-in vor dem Meeting hilft dem Team, Ablenkungen zu beseitigen und sich ganz auf das Thema zu fokussieren. Es ist eine bewusste Vorgehensweise. Es geht dabei weniger um das Projekt, sondern mehr darum die Gedanken zu ordnen, die Zusammenarbeit zu fördern, ein gemeinsamen Verständnis und Vertrauen aufzubauen, die soziale Komponente von Meetings nicht zu vergessen. Das Check-in ist also das neue Blitzlicht.

Typische Fragen für ein Check-in sind beispielsweise: Wie geht es mir? Und was erwarte ich vom heutigen Meeting? Was ist mein Beitrag zu diesem Meeting? Was beschäftigt mich gerade? Und was ist das zentrale Thema des Meetings? Welches entscheidende Problem soll gelöst werden? Wie war mein Tag bis jetzt?
Und klar, das Blitzlicht am Ende einer Sitzung heisst Check-out.

Und wo wir gerade dabei sind: Aufgaben- oder Themenspeicher heissen jetzt ‘backlog’. 
Ein Stand-up (weekly/wöchentlich oder daily/täglich) ist ein kurzer Überblick zum Projektstand und was jede*r z. B. bis zum Ende der Woche erreicht haben will. Gern in einer informellen ‘Stehrunde’.



08.04.2019

jump cuts

Unser Ausgangspunkt in Sydney ist meist Bondi Junction, Meriton Apartments: ca 15min zum Strand per Bus, genauso lange in die Stadt oder Schwimmen per Metro und keine 3min zu einem Apple Store. Deshalb gab es auch in diesem Urlaub jede Menge Kurse: von Einführung ins Coding/Programmieren, über Illustrieren mit Procreate, App Entwicklung und Video Skills. Unter letzteres viel die Einführung in eine Film Dreh- und Schneide-Technik, inspiriert von einem Amerikanischen YouTube Star Zach King, der die jump-cut Technik inzwischen perfektioniert hat und jede Menge Tutorials dazu anbietet https://www.youtube.com/Kingfilmschool
Foto: Skill class

27.04.2015

50 Jahre Singapur

Jahrzehntelang prägte Lee Kuan Yew den Stadtstaat Singapur, den er gegründet hatte. "The old man" ist im März im Alter von 91 Jahren gestorben. Er hat ein Staatswesen mit viel Kontrolle über 30 Jahre lang sehr autoritär regiert aber das Land auch zu wirtschaftlichem Erfolg geführt. In diesem Jahr feiert Singapore seinen 50jährigen Geburtstag. Die damals rückständige Insel an der Südspitze Malaysias stieg innerhalb weniger Jahrzehnte in die Spitzengruppe der Länder mit dem höchsten Lebensstandard der Welt auf. Mit heute 5,4 Millionen Einwohnern ist Singapur eines der weltweit führenden Finanzzentren www.zeit.de/ausland/2015-03/lee-kuan-yew
Foto: Designausstellung in Singapur
Die Designausstellung '50 Jahre Singapore Design' im National Design Centre war nicht groß, aber eine willkommene JTEBS Gelegenheit nach einem langen Konferenztag zum Thema Contentmarketing in unmittelbarer Nähe des Design Centre.
Foto: NDC, www.designsingapore.org/FIFTY
Foto: alle Singapur Kenner erkennen auf dem Teller viel Singapur

19.04.2015

lunch box wisdom

Inzwischen haben wir die Person hinter der Marke nala kennengelernt, Lisette Scheers, die am Wochenende in ihrem neuen Cafe Dr. Inc. in Bangsar anzutreffen ist. nala startete mit einer kleinen Briefpapier-Kollektion, die sich alter malaiischer (inkl. chinesischer) Muster bedient, diese sehr schön neu interpretiert, so dass mir die Marke als bekennender Papier-Schreib-Fan schon früh ins Auge gefallen ist. Inzwischen gehören Stoffe, Schmuck, Bilddrucke, Geschirr etc, mit ins Programm. Es wird ausprobiert und getestet, was man noch alles mit Mustern bedrucken kann. Bei uns Zuhause steht z. B. der Test-Prototyp der 365-Lunch-Wisdom-Box, die jeden Tag ein bisschen schlauer macht. Hier ein Video-Link zu einem Interview mit Lisette: http://naladesigns.com/content/4-story-of-nala.
Foto: nala's lunch Box Wisdon
Dr. Inc. ist ein neues Projekt von Lisette und eine neue Ära von Coffeeshop: neben gutem Kaffee, kann man die neuen und Vintage Möbel kaufen, auf/an denen man sitzt oder die man im Laden sieht. Es werden natürlich auch alle Druck-Produkte von nala aber auch anderen Designern verkauft. Neu im Programm: das Angebot von Druck-Workshops.
Foto: www.facebook.com/drincbangsar
Nachtrag: nein, ich habe nicht teilgenommen, denn ich bin schon JTEBS während meiner 'Sydney Sabbatical Zeit' geworden, als ich an derartigen Workshops teilgenommen habe. Die Drucktechnik zu erlernen (and get your hands dirty) macht zwar viel Spaß, aber noch wichtiger: man sollte sich vorher schon ein tolles Motiv überlegt haben, damit man am Ende auch mit dem Ergebnis zufrieden ist - und dafür ist aktuell wenig Zeit und Kopf.

31.10.2014

Dringend

Seit längerem erfreue ich mich daran, dass Piktogramme für öffentliche Toiletten als Teil der Corporate Identity in das Gesamterscheinungsbild einbezogen werden und immer häufiger mit viel Kreativität gestaltet werden. Wer hätte gedacht, dass eines meiner Favoriten gleich aus Kuala Lumpur kommt.
Foto: Toilette für dringende Bedürfnisse
Wäre ich im Sabbatical würde ich glatt mal eine kleine Fotoserie hierzu starten und dabei an meinen Fotokurs in Sydney denken.

23.06.2013

Emerging Design Talents 2013

Am letzten Tag in Hong Kong habe ich es noch in die Ausstellung des HK Design Institutes geschafft, in der die Abschlussarbeiten der Absolventen für Produkt-, Mode-, Grafik- und Multimediadesign präsentiert werden: jung, kreativ und teilweise wirklich sehr professionell.
Foto: HKDI Gallery I
Hut ab. Weiter so. Und wen es interessiert (das Gebäude allein ist schon sehr beeindruckend, siehe Blogeintrag vom 19.03.2013): die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Juni.
Foto: HKDI Gallery II

20.03.2013

Design Talentschmiede

Das Hong Kong Design Institute liegt in Ost Kowloon, ein bisschen in the middle of nowhere (was es hier ja nicht gibt, also genauer: inmitten anonymer Wohnblocks.) Wenn man die MTR Station (Tiu Keng Leng) verlässt, steht man erst mal davor und staunt ob der Größe und Form. Ein junges, französisches Architektenteam aus Lille (Thomas Coldefy und Isabel Van Haute, die als Coldefy & Associates Architects Urbanists (CAAU) firmieren) gewann 2006 die Ausschreibung für den Uni Campus, der 2011 fertig gestellt und inzwischen zahlreiche Preise gewonnen hat. www.caau.fr/projects
Foto: Zeichnungen für das HKDI von: www.caau.fr
Das 100x100m Plateau steht auf 4 Beinen (legs of education) und kann über diverse Treppen, Fahrstühle oder einer 60m langen Rolltreppe erklommen werden. Neben Hörsälen, Seminarräumen, Werkstätten, Ausstellungsräumen und Büros befinden sich auch kleine Gärten, zwei Sportplätze und ein Schwimmbad (4 Bahnen, aber das Becken war leer - es ist ja Winter) auf der Mittelebene. So richtig viel los war nicht, aber in einigen Räumen wurde doch fleißig gewerkelt und designt. 


Foto: Der HKDI Campus


Es gibt sogar auch ein paar short courses am Samstag oder abends, die - wie es scheint - jeder belegen kann (Kosten: 2.000-10.000 HK$ für 30-120 Std.): www.hkdi.edu.hk

Und leider war die Ausstellung German Design Standards schon vorbei. Guck mal, hk roomie, da war sogar eine Nomos Uhr als deutsche Designikone auf dem Werbeplakat abgebildet.
Foto: German Designausstellung bis Anfang März


Die meisten Blogleser/-innen sollten spätestens jetzt aufhören zu lesen. Mich interessierte aber noch die Markenstrategie des Designinstituts (www.hkdi.edu.hk/brand center):

Vision
The HKDI is a leading design education institution in Hong Kong under the VTC group providing quality education that cultivates knowledge, professionalism and new talents for the evolving creative industries.
Mission
We are committed to nurturing design talents with critical thinking, cultural sensitivity, social responsibility and an international perspective.
Brand Strategy
A brand is simply a collection of perceptions and associations about a product, service or organisation that people hold in their minds.
This is WHY maintaining the strength and stature of the HKDI brand is important, WHY the right image is critical and WHY our brand matters.
HKDI Brand Positioning Platform (BPP)
All the key ingredients of the HKDI brand, including its strengths, uniqueness and competitive edge, are summarised under the HKDI Brand Positioning Platform (BPP). The BPP aligns with the VTC brand strategy and has the following components:
- Business Description
- Brand Positioning
- Brand Attributes
- Brand Promise
- Brand Strapline
Each of the above elements serves a slightly different purpose and when used together, gives a thorough explanation of the HKDI brand in its entirety.
The BPP is expressed through the HKDI visual identity, both of which are of critical importance to the brand. Familiarising yourself with the information in this BPP will give you a deeper appreciation and understanding of the HKDI brand story.
Business Description
HKDI is a leading design education institution in Hong Kong under the VTC Group.
This is an essential description of what HKDI does, and is used commonly in external communications and public relations.
Brand Positioning
Creativity in Action
This is what the HKDI brand stands for. It is the "lead thought", that is, the first thing that we want people to think about when they say HKDI.
This dynamic positioning encapsulates HKDI's hands-on curriculum, teaching methods and emphasis on practical skills. Its unique learning experience is based on a "think-and-do" approach, cultivating students' passion for creative learning while imparting the necessary skills and know-how for them to succeed.
Brand Attributes
- Creative
- Dynamic
- Passionate
- Stylish
- Versatile
These describe who the HKDI brand is, and the qualities that define its personality.
Core Values
- Encourage Openness
- Celebrate Diversity
- Embrace Cultures
- Nurture with Passion
- Learn with Fun
These are operating principles that guide HKDI's internal behaviour and conduct, as well as its relationship with the external world.
·  We encourage openness in our thinking and communication.
·  We celebrate diversity in our interests and abilities.
·  We embrace cultures from all worlds.
·  We nurture with passion to empower our students.
·  Our students learn with fun inside and outside the classroom.
Brand Promise
HKDI is committed to nurturing design talents with critical thinking, cultural sensitivity, social responsibility and international perspective.
A brand promise is what the HKDI brand pledges to its stakeholders. It is the end benefit that the brand delivers, which further brings out its positioning and states.
To reflect the HKDI's uniqueness, our curriculum is enhanced with elements of culture and sustainability to instil students with the interests, inspiration and knowledge in these areas. It is relatively easy to make a promise, but it takes a lot more effort to live up to it. To make sure it is not forgotten, we are especially sharing it with you.
Brand Strapline
Creative Talents New Horizon
This is the summary of HKDI's brand strategy in a short, memorable form for communication purposes. So if you cannot remember all the details about the HKDI brand, just remember these few words.

22.02.2013

Digital Marketing

Gestern gab's was Fachliches: eine Marketingkonferenz rund um digitale Themen (dank dir, roomie!) zu der TNS/Group M seine Kunden eingeladen hatte.
Nichts bahnbrechend Neues und trotzdem immer wieder interessant zu hören:
> 'social' is the crack of mobile addiction (Wofür wird das Smartphone inzwischen am häufigsten genutzt? zu 53% um sich in den sozialen Netzwerken auszutauschen. Das sagt zumindest eine Studie von TNS mit 78.000 Befragten in 80 Ländern)
> stark angestiegen ist die Nutzung zum watching/streaming videos (45%) aber auch das sog. showrooming  (46%), der online Preisvergleich von Produkten.
> Frauen sind inzwischen the Queens of mobile gaming (mit 61:54 haben Frauen die Männer überholt und spielen häufiger auf ihren Smartphones)
> aber: noch hat das Smartphone den Laptop/Computer nicht überholt. Total facetime: die eigene Zeit an digitalen Endgeräten wird aktuell verteilt auf ca. 50% PC/Laptop, 30% Smartphone, 20% Tablet
> Branded Apps (Apps von Marken) bringen nicht viel, denn es fehlt meistens an den wichtigen Erfolgsfaktoren: eine App will immer wieder benutzt werden, sie muss einen echten Zusatzwert für den User bieten und/oder sehr sehr unterhaltsam sein. Will man nur Informationen zur Verfügung stellen, ist eine Web- oder Microsite nach wie vor die bessere Wahl für Unternehmen.
> persönlich bestätigen kann ich den Anstieg der Nutzung des Smartphone while commuting (während der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel) auf 64%. Denn es gibt kaum mehr einen Menschen unter 50, der hier in den Sydney Bussen nicht sein Telefon zückt sobald er/sie Platz genommen hat.
> und: mobile-only-users are here (es gibt inzwischen nur-noch-smartphone-Nutzer, die keinen Festnetzanschluss oder PC/Laptop mehr haben, sondern alles per Smartphone machen)

Foto: www.tnsaustralia.com/digitalnextaustralia/2013/sydney/

Ganz nicht-digital gibt es von der Konferenz bisher keine Twitter-Tweets oder sonstige online-Doku. Nun ja, wahrscheinlich wird sie noch von den 'traditional-old-media-guys' organisiert ;)

17.02.2013

Runde Sache

In meiner Photography Class sollten wir u.a. lernen, die Perspektive zu wechseln oder mit einem Motto an die Arbeit zu gehen. Gesagt, erinnert, getan und mit dem Blick für´s Runde durch Sydney gewandert. Es schärft den Blick ungemein, allerdings mit mittelmäßigen Einzelergebnissen, die ich wieder löschen wollte. Aber - jedes Mal ein bisschen schlauer (und natürlich ein bisschen Zeit zum Probieren mit Photoshop gehabt) - Muster und/oder Bildkomposition können eine ganze neue Wirkung erzielen. In der Zusammenstellung wirken sie nicht schlecht, oder?
Foto: Runde Sache(n) in Sydney

15.02.2013

Blog creating in Sydney

Ich bin gerade wieder in Sydney, meiner letzte lange Reise (knapp 2 Monate) bevor es zurück in die Arbeitswelt geht. Wer genug Sightseeing gemacht hat, gern was Neues lernen und dabei auch ein paar Locals treffen will, der gehe zur den netten Community Colleges, die jede Menge Kurse anbieten. Schon gemacht im letzten Jahr: Photography Fundamentals, Magic of the Harmonica, Introduction to Sailing, Calligraphy, Ukulele Essentials, Introduction to Adobe InDesign CS4:
www.sydneycommunitycollege.com.au, www.weasydney.com.au/

Dieses Mal habe ich mich noch ein bisschen schlauer gemacht und einen Blog Creating Kurs belegt, der mir Lust zum online Schreiben machen soll. Ziel erreicht, bei Mark im kleinen CityEast Community College in Bondi: www.cityeastcc.com.au/
Foto: Zumindest fasadentechnisch macht das SCC am meisten her. Die Unterrichtsräume sind dann genauso einfach wie überall.
Was ist ein Community College?
Das WEA ist gerade 100 Jahre alt geworden und daher eines der ältesten Institute zur Erwachsenenbildung hier in Sydney. Vergleichbar mit dem deutschen System der Volkshochschule, wird ein Community College in der Regel vom Staat subventioniert, finanziert sich aber auch durch die Kursgebühren (ein 2-Std. Kurs kostet aktuell um AU$ 30, ein Eintageskurs ca. AU$ 110, ein Sprachkurs über 9-10 Wochen à 2 Std. ca. AU$ 210-300) Das Angebot reicht von Kunst, Kultur, Sprachen, Lifestyle bis zur Berufsweiterbildung.