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14.10.2020

Day 2/Essen

Um 8:00, 12:00 und 18:00 Uhr wird Essen vor die Tür gestellt. Ca. 30min danach erfolgt ein Anruf, dass das Essen jetzt reingeholt werden darf. Wir interpretieren den Anruf allerdings eher als "Erinnerung", falls man es nicht gehört hat, denn sonst wäre alles noch kälter als es ohnehin schon ist. Es gibt die Auswahl zwischen einem chinesischen Menü und einem westlichen. Letzteres ist alles, was nicht explizit chinesisch ist, also beinhaltet z. B. auch indonesisch, japanisch, Currys sowie Undefinierbares (theoretisch kann man dafür auf den Essensplan schauen, aber das haben wir nach Tag 2 schon aufgegeben und lassen uns überraschen). 

Essen in der (strengen-man-darf-nicht-raus) Quarantäne ist eigentlich ein Highlight, denn unterbricht den Tag in Abschnitte. Nach dem ersten Frühstück schwante uns allerdings sofort, dass es dieses Mal nicht so sein wird.

Nun sind wir alles andere als Gourmets und einiges gewöhnt, aber der Großteil des Essens fällt wirklich unter die Kategorie "nur, wenn du wirklich nichts anderes hast". 

Und auf Menschen mit besonderen Sensitivitäten oder Allergien kann natürlich keine Rücksicht genommen werden. 
Zum Glück ist beim Lunch und Dinner aber fast immer Reis dabei und inzwischen bestellen wir auch wieder per Sherpa App Essen und Getränke ins Hotel, was prima klappt, allerdings darf nur gut verpacktes Essen und kein Alkohol bestellt werden. 


14.04.2020

Multiservice App

Ja, das mit den Liefer-APPs hier in Shanghai klappt wirklich prima. Dank der Hilfe einen Freundes hatten wir nicht nur die Englisch sprachige App "Sherpa's" genutzt (siehe früherer Blogeintrag), sondern auch eine der beiden größeren lokalen Liefer-Apps... komischerweise gibt es in China am Ende immer Zwei/ein Duopol. Im Falle der Lieferservices sind es die blauen Fahrer von Ele.me und die gelben "Kängurus" von Meituan. Keine Frage, wir nutzen die Kängurus :)
Foto: Meituan Kuriere
Der Vorteil der lokalen Apps: weit mehr Restaurants und Geschäfte sind angeschlossen. Inzwischen kann man auch den englischen Namen eines Restaurants eingeben (vorausgesetzt es gibt einen) und, schwupps, öffnet sich die bebilderte Speisekarte. Supermarkt-Lieferungen sind nach Gruppen sortiert wie "Obst & Gemüse", "Milchprodukte" etc. Welche Supermärkte dahinter stecken, wird nicht ersichtlich, aber auch hier erfolgt die Produktauswahl über Bilder.
Foto: so funktioniert's

Wie funktioniert's: per App bestellt man das Essen und bezahlt. Die App erledigt alles weitere, sendet parallel eine Nachricht an den Lieferanten (Restaurant oder Shop) sowie den Kurier. Man erhält umgehend eine Information, wann mit der Lieferung zu rechnen ist. Im Falle eines Restaurants wird die Entfernungzeit + Kochzeit scheinbar automatisch berechnet. Im Falle eines Shops kann man die Anlieferzeit auswählen z. B. 16-18 Und oder 18-20 Uhr oder am darauffolgenden Tag vormittags.

Der nächst-wartende Kurier wird informiert, so dass er bereits vor dem Restaurant oder Shop wartet, wenn das Essen an ihn ausgehändigt wird. Er kennt durch die App auch die Kontaktnummer des Bestellenden und ruft an, wenn er da ist oder fragen zur Adresse hat. Ok, das ist dann ein Problem für nicht Chinesisch-Sprechende wie wir aber man weiss sich inzwischen zu helfen: entweder ständig den eigenen Straßennamen möglichst chinesisch klingend wiederholen und dazwischen ein "ok ok" einfliessen lassen, bis der Kurierfahrer merkt, da kommt er nicht weiter und muss sich anders helfen. Oder es geht per Textmessage weiter, die man Dank Übersetzungs-App sogar auch Chinesisch schreiben kann.

Speziell für husband hier noch mehr Details zu Meituan:

1. Man muss sich auf der App registrieren.
Foto: Register



Next, either register at the top right using your phone number (enter in a verification code sent via text, then set your password) or sign in through WeChat (click the green button to allow Meituan to access your public information, then verify your phone number).

Click the bottom option for ‘other methods’ of signing in: Weibo, QQ or an existing Meituan username and password.
Foto: Register II

Further details are needed and requires BIG ATTENTION: the address. This, in fact, is the trickiest part of this whole process. Get this wrong, and you may soon be fielding calls from lost, confused and possibly upset deliverymen and women.

First step: select the (Chinese) name of the specific apartment complex, building or school you’re currently in. Enter the name into the search bar, or scan the provided map to find what you’re looking for.
Foto: input address


Once you have it, specify the building number (if applicable) and room number in the blank below. You’ll need Chinese for this part too. If you’re not sure what building (‘楼’ and ‘栋’ are commonly used terms) and room (‘室,’ ‘房’) you need, consult Tini.

If you get confused about order and punctuation, keep in mind that Chinese addresses are generally listed from broadest to most specific region, with no spaces or commas in between. For instance: [Guangdong province] [Shenzhen city] [Futian district] [Street name, number] [Apartment complex name] [Building number] [Room number].

You can add and edit addresses later, so don’t worry too much if you mess up the first time.

In the rare case that your building isn’t listed in the app, never fear – there may be a workaround. On the map, select the building closest to you, and in the blank below, make your address as detailed as you can. You may get occasional calls from delivery guys, but as long as you can provide clear directions they should still be able to find you.

If you simply can’t pinpoint a place near you, try registering on a different delivery app, as coverage may vary slightly among various platforms.

2. Wähle ein Restaurant aus.

Congratulations, you’ve passed the biggest hurdle. Next up: finding out what places deliver to your door.

Go back to the homepage (首页, see first step) and select the fork and spoon icons to order delivery, or 外卖. If you successfully entered your address in the last step, it should be visible at the top of the screen. Tap it to check your current address details, switch addresses or add a new one by clicking '新增地址' at top right.
Foto: Restaurant Suche


From the delivery menu, you’ll have the choice of a few options, as shown above. If you’re looking for normal food, simply click the top left option, 美食.
You’ll be presented with an overwhelming list of places that deliver to you.

3. Bestelle
Once you’ve chosen a place, peruse the menu and tap on whatever you like. Most restaurants handily list their ‘bestsellers’ at the top of the list. You’ll need to fill the minimum order amount before you can check out. When you’re done, click the yellow button at bottom right.
Foto: Order
Review again your order and confirm.
Foto: Confirm
The last step is easy:
4. Bezahle
www.thatsmags.com/shanghai/post/how-to-order-delivery-on-chinese-food-apps

Um keine Schleichwerbung zu machen, hier auch die blauen "Eleme"s
Foto: Ele.me
Foto: Warten auf Aufträge


27.03.2020

Sherpa's Lieferservice

Sherpa's war der ersten Lieferservice innerhalb Shanghai, die von einem Ausländer für Ausländer entwickelte wurde und ist immer noch der beste und bekannteste unter Ausländern, weil ein englischer Service, sogar mit einem englisch sprachigen Callcenter, das sich zur Not meldet, wenn etwas nicht klappt oder nachfragt, ob die Lieferung angekommen ist.

Der Amerikaner Mark Secchia gründete sie vor 20 Jahren www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sherpas
Er war Mitte der Neunziger seiner heutigen Ehefrau nach China gefolgt. Sie arbeitete damals bis spät in die Abendstunden, Secchia studierte und kam ebenfalls immer erst abends nach Hause, zu spät, um noch zum Essen auszugehen. "Also rief ich bei einigen der Restaurants an und fragte, ob sie uns das Essen auch nach Hause liefern würden. Sie alle hatten die gleiche Antwort: 'Nein, aber viele Kunden fragen uns das.'" Da war sie, die Geschäftslücke.
Foto: Sherpa's
Secchias "Sherpa's" ist eigentlich nichts anderes als ein Lieferservice - nur größer. Egal ob Pizza vom Italiener oder Sushi vom Japaner, Burger aus der Sports Bar oder doch chinesisches Gong Bao Ji Ding: Kuriere fahren auf ihren Motor-Rollern Restaurants und Geschäfte aus ganz Shanghai an und liefern bis an die Haustür. Der Service musste auch hier vom 28. Januar bis 19. Februar ausgesetzt werden, aber nun läuft er wieder reibungslos.
Foto: Sherpa's Lieferservice App
Aus dem 23. Stock konnte Husband dann immer genau beobachten, wann unsere Lieferung gebracht wird. Die Sherpa's Kuriere dürfen allerdings nur bis zum roten Zelt (Tor), dann muss man selbst übernehmen bzw. hat uns jemand das Essen hochgebracht (meist jemand vom Wachpersonal oder Nachbarschaftskomitee)
Foto: Lieferung