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26.10.2021

Maroni! (Esskastanien)

Maroni! Heiße Maroni!“ Viele Kinder haben von „Maronis“, also den Esskastanien, zum ersten Mal erfahren, als sie Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ lasen www.sn-online.de/Edelkastanien-Wald: Da gibt es den erkälteten Maroni-Mann, der geröstete Kastanien verkauft und den jungen LeserInnen, die nicht aus dem Süden Deutschlands stammen, das Rätsel aufgibt, ob man denn Kastanien wirklich essen kann. So manches Kind hat wohl daraufhin mal eine unserer Rosskastanien angeknabbert, pfui, die sind bitter und ungenießbar für Menschen. 
Am Schweineberg wächst seit 180 Jahren Europas nördlichster Edelkastanien-Wald. Der Waldlehr-Pfad im Naturschutzgebiet des Hamelner Stadtwaldes ist ein kleines Wunder. Die „edlen“ Bäume können normalerweise eigentlich nur da überleben, wo Klima und Boden auch einen guten Wein heranwachsen lassen. Es dauert 25 bis 30 Jahre, bis Edelkastanien zum ersten Mal Früchte tragen.
Diese Früchte, die auf den ersten Blick den hiesig üblichen Rosskastanien ähneln, gehören zu den Nüssen. Man nennt sie auch „Plumpsfrüchte“, weil sie im Herbst, wenn sie reif sind, aus ihren stacheligen Schalen herausspringen und auf den Waldboden plumpsen. 

Ross- und Esskastanien sind botanisch nicht miteinander verwandt, auch wenn man das kaum glauben mag angesichts der in beiden Fällen braun glänzenden Früchte mit dem typischen weißlichen Fleck, die jeweils in einem Fruchtbecher stecken, der allerdings bei den Esskastanien so stachelig daherkommt wie ein Seeigel. Die Edelkastanie gehört zu den Buchengewächsen, so wie Eiche und Buche, während die Rosskastanie ein mit dem Ahorn verwandtes Seifenbaumgewächs ist. Walnussbäume, die am Schweineberg ursprünglich zusammen mit den Edelkastanien gepflanzt wurden, bilden eine eigene Kategorie der Nussfruchtbäume. Und all das gibt's auch in einem Gutshaus-Park in MVP.

20.10.2021

Teterow

Teterow liegt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird als Stadt des Bergrings und Perle der Mecklenburgischen Schweiz bezeichnet und ist bekannt für das alljährliche Motorsport- Grasbahnrennen. Es gibt aber auch das Hechtfest zu Pfingsten, dessen Höhepunkt die Aufführung der Schildbürgerstreiche durch Teterower Laienkünstler ist www.teterow.de/stadt. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war das kleine Städtchen eine AckerbürgerInnen und HandwerkerInnenstadt. Heute ist es eine sehenswerte Kleinstadt. Auf der Insel im Teterower See stehen noch die Reste einer slawischen Fliehburg. Die Teterower Heidberge, die bis zu 100m sind, eröffnen einen Blick auf das Panorama der Mecklenburgischen Schweiz (Quelle: "Hinaus ans Wasser", ADAC 2020)

Was ist eine Bergringstadt?
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits eine Reihe von Städten und Gemeinden, die aufgrund ihres Status, ihrer Eigenart oder ihrer Funktion in aktueller oder historischer Hinsicht ein eigenständiges Namenselement genehmigt bekommen haben. Teterow liegt auf einem Berg und hat vier Ringstraßen. Seit September 2017 trägt sie den Titel "Bergringstadt" wirklich auch im Namen und auf den Ortsschildern. Es gibt von diesen Stadtnamensergänzungen in MVP eine ganze Reihe. So darf sich Gnoien “Warbelstadt” nennen (2017), Rostock hat den Namenszusatz “Universitätsstadt” (2016), Ueckermünde ist “Seebad” (2013), Neustrelitz “Residenzstadt”, Neukalen ”Peenestadt” (2012), die Stadt Malchow “Inselstadt” (2011), Ribnitz-Damgarten ist seit 2009 “Bernsteinstadt”, die Gemeinde Ankershagen hat den Zusatz “Schliemanngemeinde” (2009) und Woldegk ist seit 2008 “Windmühlenstadt”, die Gemeinde Heringsdorf seit 2007 “Ostseebad” und Güstrow seit 2006 “Barlachstadt”. Nun ja, wenn's touristisch hilft.


 

11.10.2021

Rotmilan

Ob es wirklich Rotmilane waren, vier an der Zahl, werden wir wohl nicht herausfinden, denn selbst der Fotograf neben uns, war sich nicht ganz sicher („sie müssten eigentlich schon weg sein“), aber es ist trotzdem ein guter Grund für JTEBS. Der Rotmilan gehört zu den bekanntesten Greifvögeln. 

In Deutschland gibt es nach Schätzung von Fachleuten etwa 15.000 Brutpaare der Vögel, die auch Gabelweihe oder Roter Milan genannt werden. Die Hauptvorkommen liegen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Rotmilane sind Zugvögel, die im Winter nach Südeuropa und Nordafrika ziehen und zum Teil schon im Februar zurückkommen. Einige überwintern auch. Sie fressen vor allem Mäuse und benötigen bewirtschaftetes Grünland. www.kindernetz.de/wissen/steckbrief-rotmilan.