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15.09.2021

erstes Meeting

Das erste physische Meeting im Marketing hat nicht (im etwas trostlosen leeren) Büro stattgefunden, sondern draußen bei McDonalds nebenan. So wünschte es sich die Kollegin. Die Zeiten des Homeoffice haben offensichtliche Spuren hinter lassen ;)


13.09.2021

alt & kompliziert

Zum erstmaligen Anmelden meiner PKI-Karte (Public Key Infrastructure für unser VW IT-Netzwerk) sollte ich mir eine Kolleg*in suchen, die sich im Büro am eigenen Computer anmelden. Dann meine Karte reinschieben und aktivieren, zusammen mit diversen Zertifikaten. 
All dies ist ein grössere Aufwand, denn a) gibt es keine Kolleg*In im Büro wegen Homeoffice und b) sind die nächsten Schritte am eigenen Laptop erforderlich, der aber Password geschützt war. Also, ein erfolgloser Termin mit einem alten Laptop, den irgendwer nicht mehr brauchte (Auslauf des Leasingvertrags 2019!) aber mit einem Bitlocker versehen hatte. Nun ja, dafür aber mal im alten-neuen Büro gewesen, an dem noch nicht mal das neue Logo hängt und in das seit 10 Jahren offensichtlich nichts mehr investiert wird. Na gut, zumindest hing ein relativ neues Bild des ID Buzz am Empfang.





15.10.2020

Day 2/sich beschäftigen - Gymnastik

Die Fläche in unserem Zimmer ist begrenzt, aber das hindert husband nicht daran, fleißig seine Gymnastik zu machen. 

Ich bin da wesentlich fauler, aber habe auch eine gute Ausreden, denn ich bin ja im Homeoffice an unserem Multifunktions-Hoteltisch. 


Allerdings waren die ersten 2 Tagen sehr ruhig, weil viele noch im Urlaub sind (die erste Oktoberwoche ist Golden Week und daher war vom 1.-7.10. frei). 

Aber ich zehre bestimmt noch von meinen Übungen in Wolfsburg im Kletterpark :)


20.04.2020

ein Platz auf Las Palmas

Auf Las Palmas herrscht jetzt sehr strenge Kontaktsperre. Wie schön, dass wir nun den "Heimquarantäne Platz" dort kennen. Und damit folgen in der nächsten Zeit Blogeinträge von Ende Januar/Februar als wir zum Chinesischen Neujahr dort waren, u.a. auch auf unserer ersten Kreuzfahrttour.
Foto: Las Palmas

02.04.2020

Multifunktionssitzsack

Husband's home office Platz ist direkt am Fenster im Multifunktionssitzsack, der sich hervorragend zum Computern, Telefonieren, Lesen, Sonnen und Beobachten des Lieferservice eignet.
Foto: Multifunktionssitzsack
Quelle: Jean Jullien https://www.instagram.com/jean_jullien
Und für alle die, die sich Zuhause langweilen sollten (dazu gehört husband definitiv nicht, was ich nach 2 Wochen mit ihm Zuhause ausdrücklich bestätigen kann), gibt es hier eine Jean Jullien Zeichnung: Finde 7 Fehler!

01.04.2020

Multifunktionstisch

Unsere Wohnung hier in Shanghai ist möbliert gemietet - was uns prima passte, weil wir ja nach 2 Jahren in Korea unsere Möbel nach Deutschland zurück geschickt hatten, denn man wusste nicht wie und ob es in Korea weitergeht nach dem Verkaufstop. Wir sind dann für das letzte Jahr in einem Hotel-Apartment gewesen... aber das alles lenkt vom eigentlichen Thema ab, nämlich dem Esstisch, der definitiv ein Multifunktionstisch bei uns ist. Auch wenn der in Shanghai bei weitem nicht so groß ist wie unser eigener, ist er zum Glück groß genug für 2 Computerarbeitsplätze und zum Essen. Er war mein Home Office Arbeitsplatz in den letzten 2 Wochen. Seit Montag bin ich nun wieder im Büro... und was soll ich sagen: ich vermisse das Home Office.

Foto: Zwischendurch bitte Recken und Strecken

Nicht nur weil man Zuhause viel besser lüften kann. Wenn immer möglich (und das war an ca. 50% der Tagen der Fall) kann man Zuhause richtig auf Durchzug stellen, so dass "warm anziehen" angesagt war. Das ist im Büro zwar auch noch der Fall, denn die Heizungen dort sind auf niedrig gestellt, weil sich Viren angeblich weniger gut ausbreiten... Nein, ich vermisse besonders auch die Effizienz des häuslichen Arbeitens: wenn man mal wieder auf sich verschiebende, abgesagte, neu anberaumte Meetings wartet, kann man die Zeit dazwischen einfach besser nutzen und natürlich sind über 2 Stunden Pendeln eingespart gewesen. Aber auch klar, nach einem Tag im Büro ist es natürlich schön gewesen, das Team und die Kollegen live zu treffen.

26.03.2020

Heimquarantäne 3

Weil wir bisher noch Verfechter des realen Einkaufens waren, hatten wir uns noch nicht mit den China-Annehmlichkeiten des Online Shoppings vertraut gemacht. Das hat sich nun schlagartig geändert. Erster Erfolg: Lunchlieferung von Din Tai Fung.
Foto: home delivery
Das Restaurant hat keine eigene App und das Registrieren auf einer chinesischen Liefer-Webseite wäre ohne die Hilfe eines chinesischen Freundes kläglich gescheitert, aber nun bin ich registriert und seitdem ein Bestellprofi, denn in maximal 3 Minuten mit der Bestellung durch. Die Karte ist allerdings auch bebildert und sehr überschaubar, zum Glück ist husband's Lieblingssuppe dabei: Wonton Soup. Leider natürlich im Plastikbehälter geliefert, der aber sogar die Wontons von der Suppe trennt.
Foto: Wonton Soup
In wenigen  Schritten bis zur Lieferung an die Haustür:
Foto: Bestellvorgang
1. Klicke auf das gewünschte Produkt/Essen. Bestimme die Menge.
2. Bestätige deine Bestellung, zahle direkt per WeChat/Alipay (Bestellung & Liefergebühr), wofür nur die Geheimzahl eingegeben werden muss.
3. Du erhältst eine Mitteilung, wann die Lieferung bei dir sein wird, im obigen Fall in 33min (12:24 Uhr bestellt, 12:57 Uhr geplante Anlieferung)
Ein wenig verzögert sich die Anlieferung bei uns, weil wir sie nicht direkt bekommen können, sondern sie vom Sicherheitspersonal nach oben gebracht und vor die Tür gestellt wird.

Inzwischen hatten wir auch schon die erste Lebensmittellieferung und tralalala, die App war sogar auf Englisch.
Foto: Lieferung am selben Tag


25.03.2020

Heimquarantäne 2

Zwischen 9 und 10 Uhr sowie 14 und 15 Uhr sollen wir an die zuständige Ärztin täglich unsere Temperatur schicken. Und zwar als Video. Bei den Schlawiner, wie die Chinesen es oft sind, gab es wahrscheinlich schon viele Schummelfälle und man hat festgestellt, dass sich ein Video schlechter bearbeiten/fälschen lässt, also sicherer ist. Kein Problem, also dann per Videobeweis.
Foto: tägliche Fiebermess-Routine

Dafür bekommen wir dann immer ein niedliches "Sticker-Thanks" als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit.

Foto: Thanks


22.03.2020

erste Woche Heimquarantäne

Die erste Woche Heimquarantäne ist nun um. Es klappt gut, obwohl wir natürlich das Rausgehen vermissen, denn wir haben in unserer Wohnung weder Garten noch Balkon (aber dafür Aussicht vom 23. Stock). Zum Glück war die Luft diese Woche an 3 von 6 Tagen gut mit frischem Wind, bei 8-20 Grad, so dass wir auf Durchzug schalten konnten. Don't give upHang in there. Eine Woche noch Durchhalten.
Foto: so lässt es sich aushalten, oda?
Die coole Yogamatte aus Bondi ist viel im Einsatz. Neu für sie: sie wird als "Maschier-Teppich" genutzt: 5.000 Schritte sollte mindestens das Ziel pro Tag sein.
Foto: Wochenend-Laufweg-Tracking :)
Home office ohne Zeitzonen-Differenz ist definitiv besser und nun kann ich endlich auch meinen Computer wieder nutzen - die Zeit des "mobile phone only" ist vorbei. Trotzdem ist die Mitarbeit schwerer geworden, denn inzwischen ist hier der Büroalltag wieder eingekehrt mit vielen live Meetings, zu denen man sich nicht mehr so einfach per Telefon dazu schalten kann.
Aber egal, das sind ja die Vorteile der Arbeit in einem Joint Venture: es gibt eine komplette chinesische Mannschaft/Frauschaft, die eigentlich allein entscheidet und umsetzt. Die westliche Seite versucht zwar, Richtungen mit vorzugeben, fragt nach, bremst, fordert und kann Nein sagen, aber es läuft auch ohne uns.
Foto: was wir vermissen: Waldlufttanken
Foto: viele lustige Sprüche in den sozialen Netzwerken

17.03.2020

home office 4 & home quarantine

Wir sind wieder zurück in Shanghai, ein größeres Abenteuer, denn durchaus mit Sorgen verbunden, weil Deutschland seit 15.03. in China auf der Liste der schwer betroffenen Ländern steht und damit bedeutet jede Einreise aus Deutschland ein hohes Risiko. Ob man daher vielleicht direkt in ein zentrales "Quarantäne-Zentrum" gebracht wird, war nicht klar und auch nicht, wie so etwas aussieht. Oder vielleicht ein Hotel? Ja, das ist in den letzten Tagen passiert, so unser Personalwesen, aber inzwischen sind es sehr einfache Hotels, weil die Kapazitäten nicht ausreichen. Oder doch vielleicht noch Haus-Quarantäne? Who knows...

Bilder von unseren Erlebnissen werden ein anderes Mal folgen, aber hier schon ein erstes update für alle im Detail-Interessierten, denn ich hatte auch einige Kollegen informiert, die noch einreisen.
Also, Stand Sonntag, 15.03. Landung 13Uhr in Pudong. 

1. Der Flug
Der Air China Flug war komplett ausgebucht, huch. 1x Temperaturmessung am Boarding Gate, 2x Temperaturmessung an Board während des Fluges. Eingeschränkter Essens- und Getränkeservice (nur Wasser in Flaschen und spärliche Lunchbox). Man sollte nicht hungrig an Bord gehen.
Die Crew war sehr professionell und gut ausgestattet. Passagiere waren sehr unterschiedlich geschützt: von einer einfachen Maske bis hin zum Vollanzug.
Ja, und es ist kein angenehmes Gefühl, über 20 Stunden durch eine Maske zu atmen.

2. Die Gesundsheitskontrolle am Flughafen
Im Flugzeug wurden Exit/Entry Health Declaration Formulare verteilt, die wahrheitsgemäß auszufüllen sind, sonst droht Strafe. Beim Verlassen des Flugzeuges in Shanghai kam dann das Quarantäne Team an Bord, 4 Ärzte/medizinisches Personal, in Vollmontur = "ganzkörperverpackt'. Sie haben die Eintragungen im Formular und Pass kontrolliert sowie nochmal eine offizielle Fiebermessung durchführt (und mit denen der Messungen an Board verglichen).

Die Passagiere wurden in Gruppen herausgelassen. Die erste Gruppe waren alle Passagiere, die in den letzten 14 Tagen in Italien waren. Dann Belgien, dann Deutschland (=Rest der Passagiere, denn der Flieger kam ja aus Frankfurt)

Vor dem Health Check musste man sich dann auf einer Regierungs-App registrieren. Die erfolgreiche Registrierung wurde 2x überprüft.  Dann wurde ein weiterer Fragebogen ausgefüllt und entschieden, welche Farbe Punkt auf den Reisepass geklebt wird: grün = fast kein Risiko gelb = Risiko.
Was genau Gelb bedeutet, ob Haus- oder Hotel-Quarantäne oder Quarantäne-Zentrum, war nicht ganz klar, aber Herr Gu, aus unserem Personalwesen, war doch sehr erleichtert als wir telefonierten, dass es kein roter Punkt geworden ist. Er muss wohl doch Sorge gehabt haben. In der Befragung musste man angeben, was man in den letzten 14 Tagen gemacht hat und ob man mit Menschen in Berührung kam, die Symptome wie Husten, Schnupfen, Erkältung, Fieber hatten. Zum Glück hatten wir uns in den letzten 2 Wochen in Deutschland "rar" gemacht und konnten mit gutem Gewissen "Nein" angeben. 
Also, Ergebnis: gelber Punkt (weil aus Deutschland, aber keine Symptome und vorsichtig gewesen)
Unsere Wartezeit: ca 2 Std

3. Immigration und Gepäck
Zwei Einreisekarten müssen ausgefüllt werden. Der sog. E-channel zum Ausweis-Scannen war geschlossen. Trotzdem ging es hier - anders als sonst - super schnell, denn kein Andrang weil der Gesundheitscheck schon automatisch "kanalisierte". Viel länger dauerte es dann allerdings beim Gepäck, vermutlich weil gewartet wird, bis alle Passagiere durch die Gesundheitskontrolle durch sind.
Ein Koffer ist nicht angekommen, wird aber in den nächsten Tagen nach Hause geliefert.
Unsere Wartezeit: ca 2 Std

4. Der Transportservice am Flughafen
Nach dem Verlassen des Gepäck- und Zollbereiches wurden Personen mit gelbem Punkt zu dem Transportservice Shanghai geleitet. Der Bereich ist nach Shanghai Distrikten unterteilt. Hier musste man sich erneut registrieren und Fiebermessen lassen und hätte dann die Option gehabt, sich auch von einem Familienangehörigen oder Fahrer persönlich abholen zu lassen, der aber ebenfalls einen Registrierungsprozess durchlaufen hätte müssen.
Wir haben einen Shuttlebus nach Hause genommen.
Unsere Wartezeit: ca 2 Std

5. Der Abtransport und Ankunft Zuhause
Mit einem netten ganzkörperverpackten Polizisten vorne weg und einer genauso verpackten Freiwilligen hinterher wurden wir zum Bus eskortiert. Bitte nur jede 2. Sitzreihe besetzen. Wir waren Familie Nr. 3, die innerhalb des Xuhui  Bezirks abgesetzt wurde. Ein Empfangskommittee wartete schon: 1x Ärztin, 1x Arzt-Helferin, 2x andere Helfer. Wieder Temperaturmessung, Formulare ausfüllen und kurze Einweisung zur Hausquarantäne: wir dürfen die Wohnung wirklich nicht verlassen und müssen 2x pro Tag unsere Temperaturmessung per Video an die Ärztin schicken. Müll direkt vor 9 Uhr morgens vor die Tür stellen, dann wird er abgeholt. 
Zu guter Letzt wurden wir durch die Garage zum Fahrstuhl eskortiert. Hinter uns lief Helfer Nr. 2 mit einer Sprühvorrichtung a la Unkrautbekämpfung und desinfizierte direkt unseren Laufweg. Huch. Helferin Nr 1 fuhr noch mit dem Fahrstuhl hoch, winkte und wartete bis wir die Tür hinter uns geschlossen hatten. Alle erleichtert: Ausländer sind erfolgreich eingewiesen und verwahrt. Hihi, und wir waren natürlich auch froh.
Unsere Fahr- und sonstige Zeit: ca 2 Std

Also, 8 Stunden nach der Landung, um 21 Uhr waren wir dann endlich Zuhause und müssen sagen: toll, wie super, professionell, organisiert, gut ausgestattet, durchdacht, nett und hilfsbereit alle waren. So wie hier, geht es allerdings auch nur hier :)

Foto: update

11.03.2020

Homeoffice 3

Ja, am 27.02. war eigentlich unser Rückflug geplant. In Zeiten wie diesen tut man aber gut daran, sich vorher nochmal schlau zu machen, ob man wirklich in den Flieger steigen soll. Und siehe da: aus dem Volkswagen Büro in Peking lag eine noch nicht verschickte Mitteilung vor, dass die Einreisebedingungen nach China verschärft wurden und es einem passieren kann, dass es bei einem Verdachtsfall im Flugzeug dazu kommen kann, dass alle Mitreisenden auch in 14-tägige Zwangsquarantäne geschickt werden und zwar nicht Zuhause, sondern einem allgemeinen Krankenhaus. Daher sollten Rückflüge nach China verschoben werden bis die Situation wieder klarer ist. Schauen wir mal. Jetzt ist ein Rückflug für den 14.3. gebucht.
Seit gestern gibt es nun auch ein neues Update vom Auswärtigen Amt zu China: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/chinasicherheit/200466

    Aktuelles
    Derzeit müssen alle China-Reisenden damit rechnen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nach Einreise bzw. nach einer innerchinesischen Reise zu einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet zu werden. Diese erfolgt zuhause oder in einem Hotel, auf besondere Anordnung auch in einem Quarantänezentrum. Die Entscheidung über diese Maßnahmen werden von unterschiedlichen Behörden auf verschiedenen Ebenen getroffen und können sich auch innerhalb einer Stadt unterscheiden. Kontaktieren Sie daher vor Einreise Ihre Hausverwaltung bzw. Ihr Hotel sowie sonstige Kontaktpersonen wie Arbeitgeber oder Universität und erfragen Sie die dort für Sie geltenden Bestimmungen. Während der Quarantänezeit werden Sie keine Möglichkeit haben, wieder aus China auszureisen.

    Einreisende aus Risikogebieten werden zur Einhaltung einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet. Hierzu zählen Iran, Italien, Japan und Südkorea. Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien, den USA und möglicherweise auch aus anderen Staaten werden oftmals ebenfalls einer 14-tägigen Quarantäne unterworfen, insbesondere bei Einreise nach Peking und Shanghai.

    Bei Ankunft internationaler Flüge werden noch an Bord und nach Verlassen des Flugzeugs intensive Gesundheitskontrollen durchgeführt. Hierdurch kommt es zu erheblichen Wartezeiten. Abhängig vom Ergebnis der Gesundheitskontrollen können verschiedene Quarantänemaßnahmen angeordnet werden. Bei einem Coronavirus-Verdachtsfall auf dem Einreiseflug, müssen Sie damit rechnen, direkt nach der Einreise oder im Nachhinein verpflichtend für 14 Tage in einem Quarantänezentrum untergebracht zu werden.

    Am Flughafen Shanghai ist nach Anordnung einer Quarantänemaßnahme ein privater Transfer vom Flughafen nur noch nach vorheriger Registrierung möglich. Im Übrigen erfolgt der Transport in die einzelnen Bezirke mit Shuttlebussen, die von der Stadt Shanghai zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt auch bei geplanter Weiterreise in eine andere Provinz.

    Grundsätzlich gilt, dass die Situation weiterhin dynamisch ist und die Vorgaben der örtlichen Behörden sich ohne Ankündigung ändern können. Die Botschaft und die Generalkonsulate haben auf die gemäß nationalen Infektionsschutzbestimmungen beschlossenen Quarantänemaßnahmen keinen Einfluss.

    Die chinesischen Behörden haben seit dem 23. Januar 2020 für Wuhan und andere Städte der Provinz Hubei Reisebeschränkungen erlassen. Eine Ausreise mit Zug, Flug, Bus, Fähre oder Auto ist dort weiterhin nicht möglich. Auch andere Provinzen Chinas haben Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit unterschiedlichen Ausmaßes verhängt. Bei Ein- und Ausreise wie auch bei Überlandreisen im Land sind Fieberkontrollen möglich; bei Symptomen ist mit Quarantänemaßnahmen zu rechnen.

    Nachbarländer, darunter Russland, haben Grenzübergänge vorübergehend geschlossen, viele Fluggesellschaften haben den Flugverkehr vorübergehend eingeschränkt oder eingestellt.
    Durch die enorme Beanspruchung des Gesundheitssystems kann es zu Einschränkungen bei der allgemeinmedizinischen Versorgung kommen.

    Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt.
    Von nicht notwendigen Reisen in das übrige Staatsgebiet der Volksrepublik China mit Ausnahme der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao wird bis auf weiteres abgeraten.
    Sollten Sie sich in China aufhalten, erwägen Sie in Anbetracht der vielfältigen Einschränkungen Ihre vorübergehende bzw. vorzeitige Ausreise.

11.02.2020

Homeoffice

Dies ist mal ein Blogeintrag komplett ohne Bild, denn nicht vom Computer, sondern iphone geschrieben. Und dies ist aktuell auch mein einzig und unverzichtbares Arbeitswerkzeug. Aber beginne ich von vorn mit einem kurzen Update für alle die, die mich nicht direkt kontaktiert haben: der Chinesische Neujahrsurlaub startete bei uns schon am 18.1. bevor die Nachrichten über das Coronavirus die Welt in Aufruhr versetzte. Welch ein Glück! Wir also in einem Spitzen- und ungewöhnlichen Urlaub, denn es ging erst nach Gran Canaria und dann auf Kreuzfahrttour (Premiere!! Aber dazu ein anderes Mal) als uns die Nachricht erreichte, dass unser LH Flug zurück nach Shanghai storniert wurde und wir uns mit Lufthansa in Verbindung setzen sollen. Gesagt getan (auf Spanisch: dicho y hecho) aber der erste wieder verfügbare Flug ist erst am 3.3., huch, einen Monat später. Dann überschlugen sich die Updates in Medien und von der SAIC Volkswagen, aber weil ich eine Erkältung mit Husten hatte und immer noch ein bisschen habe, hiess es: Abwarten und Husten- und Bronchial-Tee trinken, denn damit will man definitiv nicht nach China einreisen.
Dann wurde in China der CNY Urlaub ganz offiziell im ganzen Land bis zum 10.2. verlängert, um den Rückreiseverkehr nach den Feiertagen etwas zu entzerren. Deshalb war auch unsere Planung bis zum 9.2. in Las Palmas zu bleiben, um dann weiter zu schauen. Als nächste Massnahme wurde in Shanghai verkündet, dass bis 17.2. Fabriken geschlossen bleiben und Büro-Angestellte Home office machen sollen. Daher war unser Plan, am 9.2. nach Deutschland zu fliegen, denn das ist meine ‚homebase’. Sollte aber irgendwie auch nicht sein, denn es kam der Orkan ‚Sabine‘ und unser Flug wurde abgesagt. Zum Glück haben wir noch ein kleines Hotel gefunden, was nicht selbstverständlich war, denn es herrscht hier Hochsaison und Karneval. Ja, und nun sind wir also noch in Las Palmas, die Erkältung ist noch nicht ganz abgeklungen, aber home office hat gestartet, d.h. ab spätestens 6 Uhr morgens bin ich verfügbar für Telefonate, Telcos, Vicos (Telefon-/Videokonferenzen), ob per wechat, Skype oder ‚dial in‘. Dazwischen wird per App kommentiert, angewiesen, angeleitet, recherchiert, nachgedacht, Verständnisprobleme geklärt und versucht, Klarheit in Diskussionen zu bringen. Das bis ca. 14 Uhr, dann wird es auch in China ruhiger (= 22 Uhr) und wir gehen an den Strand. Also, keine Klage, sondern nur Glück, uns geht es gut und wir warten noch ein paar Tage ab, bevor wir schauen, ob es eine früheren Rückflug als den 3.3. gibt.
Eine tolle Erklärung zum Coronavirus gibt es von einem Infofluencer hier: m.youtube.com/watch?v=CxzQtg-zIJo