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08.01.2022

HM - Bad und Kolumbus

Hola, hola (2011),

Die Schwimmbad-Suche war erfolgreich (allerdings erst beim dritten Versuch. Gestern war das erste Bad über Winter (= jetzt) bereits geschlossen; heute war das erste super, aber leider teuer und nur für Clubmitglieder. Für dieses (= dritte) musste ich all meine Spanischkenntnisse nutzen um es 

a) zu finden 
b) herauszufinden wann es für die Öffentlichkeit geöffnet hat
c) mir die richtige und günstigste Karte kaufen...puh. Ausprobieren konnte ich es dann leider nicht, weil ich zu spät war - es macht um 16 Uhr zu ;))

Dafür ging's dann weiter in die alte Altstadt mit netten, aber ausgestorbenen Gassen zum Kolumbushaus. Muss nochmal nachlesen, warum es eigentlich so heisst. Auf jeden Fall hat er ja von Gran Canaria aus seine 4 Entdeckungstouren gestartet. Abenteuer pur!




04.01.2022

HM - Unterricht

Hola hola (2011),

Auch der 4.Tag war gut.Inzwischen fehlt mir mein Mittagsschläfchen ein wenig, denn die Schule ist sehr intensiv und nachts klappt es mit den Schlafen auch nicht so super (Strasse unten ist sehr laut/befahren von Bussen und Autos, die die ganze Nacht unterwegs zu sein scheinen, was durch ein geschlossenes Fenster zwar  lärmtechnisch erheblich verbessert werden könnte, aber dann wird mir zu warm...) Zum Glück aber doch keine Dauer-Baustellenarbeit nebenan!

Heute gibt's noch ein paar mehr Bilder von der Schule (war heute mal 10min früher da). Das kleine orange Schulgebäude kennt ihr schon von einem anderen Bild. Kaum hat man sie betreten, weist ein Schild darauf hin, dass ab jetzt nur noch Spanisch gesprochen werden soll. Es befinden sich der Empfang/Büro und 4 Unterrichtsräume unten und weitere oben. Ich muss ganz unten hinten durch......und war dann heute mal als erste da. 
Neben mir sitzt Geli, der 63j Schweizer  Zeitungsredakteur und Guilia, eine 20j Holländerin, die gerade noch nicht weiss was sie mit ihrem Leben anfangen will und deshalb ihren Verkäuferinnenjob hingeschmissen hat und in Playa del Inglés für ein paar Monate leben will. Sie ist schon sehr jung, aber auch faul ('Stadtpläne mag ich nicht', 'oh, heute habe ich meine Hausaufgaben vergessen')





Ja, und dann fiel das Mittagsschläfchen ja aus, nicht wegen des Baulärms (gab ja keinen), sondern weil ich jetzt eine Monatskarte für's entdeckte Schwimmbad habe, das um 16Uhr zu macht.
War super. Ja, alt. Wasser statt chlorig eher salzig und ungeheizt. Viele Schwimmer. Ab 16 Uhr kamen dann Vereine und Kurse. Ich habe beim Schwimmunterricht (ca. 4-5jährige) und Training lange zugeschaut. Super: hier lernt man definitiv kein Brustschwimmen und ich konnte ehrlich gesagt auch nicht sehen, ob die Kinder schon schwimmen können, aber irgendwie hielten sie sich über Wasser oder tauchten und strampelten. Muy interesante!

Neben Schwimmgruppen jeden Levels kann man auch Synchronschwimmerinnen zuschauen.

So, heute bin ich ein bisschen früher dran. Die Hausaufgaben sollen heute schwieriger sein (und die werde ich jetzt gleich machen). Viel sind es nicht, aber wenn man noch wiederholen und ein paar Vokabeln lernt, komme ich auf 'ne Stunde.

Sind die Bilder eigentlich jetzt viel unschärfer? (Ich verschicke sie nämlich inzwischen in 'mittlerer Größe' weil das viel schneller geht.)

Muchas saludos,
Tini



03.01.2022

HM - mu, gua, pio, cua, be, ba, ca

Hola hola (2011),

Heute nachmittag in der Bibliothek gelernt: in Spanien macht ein Hund (perro): gua, gua?!? Das kommt mir aber sehr spanisch vor ;)) Katz' und Kuh sprechen aber die gleiche Sprache wie bei uns. Kinderbücher sind doch was Nettes. 

Aktueller Nachtrag: Tanja und Raul haben neben einem ‚Gua-Gua‘ (Coca, die kleine Terrierdame, die gerade läufig ist) nun auch eine ‚Miau-Miau‘ (Pancho, einen schwarzer Kater).

 


30.12.2021

HM - escuela

Hola, hola (2011),

Mir geht's prima hier: Morgens schon 23 Grad und stets eine schöne Brise. Bisher habe ich das Meer aber noch nicht getestet, weil ich zu spät aufgewacht bin, um es vor der Schule zu probieren (und es mir nachmittags bzw. nach Schule&Essen zu voll ist am Strand).
Auch der 2.Schultag hat Spaß gemacht. Wir haben ein ziemlich flottes Tempo, aber sehr praxisorientiert, so dass ich vieles nachmittags gleich anwenden kann. In den Unterrichtsstunden darf auch nur Spanisch gesprochen werden, da ist Lehrerin Marta super konsequent und streng (neben mir sitzt ein 63jähriger Schweizer Wirtschaftszeitung-Chefredakteur, der deshalb immer von ihr zusammengestaucht wird, wenn er mich auf Deutsch was fragt;)
Hier ein leider etwas unscharfes, aber bisher einziges Bild vom Klassenzimmer. Muy pequeño, sehr klein, aber ausreichend (so kann man Martas Blickkontakt auch nicht entfliehen)
Nach der Schule um 13Uhr wird gemeinschaftlich gegessen, unter dem noch strengeren Regiment von Köchin Suraya. Essen ist ok, haut mich bisher nicht um, aber füllt. Danach habe ich bisher erstmal genug von sozialen Kontakten und unternehme was allein (auch mit der Sorge, dass man die Leute dann nicht mehr los wird;) 

Am Strand zurück und oh Schreck, wie schrecklich voll. Noch nix für mich zum allein dort liegen (obwohl es durchaus einige gibt, die alleine sonnenbaden)


Zurück am Zimmer, auch oh Schreck. Sie haben direkt neben mir angefangen zu bauen. Also, nix mit Siesta, auf zur Schwimmbadsuche ;)


28.12.2021

HM - 2011 Ankunft

Hola, hola,

Ich komme gerade von meinem 'Einstufungstest' an der Schule, den ich aber glatt ausfallen hab lassen, weil ich mich selbst als Anfängerin einstufe (dann muss ich morgen auch nicht schon um 8Uhr hin, um einen mündlichen Test zu machen...hihi)

Beim Zurückschlendern an der Strandpromenade (Schule und Zimmer sind keine 100m entfernt vom Stadtstrand) fällt an einer Stelle auf, dass es viele 'Laptopsitzer' gibt. Na, da zück ich doch glatt mein iPhone und teste...und ja, tatsächlich: hier gibt's freies WiFi, also eine Internetverbindung.


So bekommt ihr gleich am ersten Abend ein paar Impressionen, die ich bei inzwischen 21Grad und kühler Brise schicke. Hinter mir ist noch viel los (es wird promeniert ;)
 
Hier also ein Bericht meiner Ankunft in Las Palmas:

Wirklich leicht zu finden war die richtige Bushaltestelle, denn der Flughafen ist sehr überschaubar. Ich musste zwar 45min warten, denn der Bus bis zur Endstation fährt nur alle Stunde, war aber nicht schlimm, habe mir gleich ein spanisches Kinderbuch gekauft und gelesen.

Der Strand ist ganz nah und da war heute viel los (wahrscheinlich weil Sonntag). Eine gute Mischung aus Einheimischen und Touris, so mein erster Eindruck, aber nach dem einsamen Hospitalet bei Mama Lossau viel viel zu voll ;)

Das Zimmer ist wirklich super spatanisch, aber sauber und doch recht gross. Also ok.


Freu mich hier zu sein, auch wenn es erstmal ja wieder komisch ist weg zu sein ;)

Schicke gleich noch ein paar unkommentierte Bilder vom spartanischen Zimmer, in das ich jetzt gehen werde, um mir ne Jacke zu holen - wird kühl. Mal sehen, ob ich dann wirklich nochmal um die Ecken ziehe ;)) Milch brauch ich auf jeden Fall noch für den Morgenkaffee, aber das ist hier kein Problem: an jeder Ecke Mini-Markets (meist vom Asiaten betrieben), die lange offen haben.

Liebe Grüsse
Hasta la proxima (bis zum nächsten Mal)


27.12.2021

HM - 2011 WOMAD

Auch 10 Jahre ist es her, dass ich das erste Mal in Las Palmas zum Sprachunterricht in einer kleinen Schule war. Es geht in den nächsten Tagen weiter mit ein paar weiteren HM-Blogeinträge (HM = happy memories, schöne Erinnerungen) aus Las Palmas. Denn dort sind wir nun wieder für 2 Wochen, um Mama L. zu besuchen.

Hola hola,

Die Krise ist in Spanien viel mehr zu spüren als bei uns - nicht nur weil Marta es im Unterricht immer mal wieder erwähnt, sondern z.B. weil gestern ein sonst 4-tägiges kostenloses Festival hier in Las Palmas, das WOMAD (world of music, art, dance), dieses Jahr nur an einem Tag stattfand - wegen der Krise!

Für gestern Abend wurden schon seit Tagen Konzertbühnen aufgebaut (da fragt man sich zwar doch, ob sich dieser Aufwand für nur einen Tag lohnt...) 
Ich war dann tatsächlich auch den ganzen Tag dort (fand praktischerweise keine 100m entfernt von der Unterkunft statt), denn es gab bereits am Vormittag tolle Filme über/aus Afrika (Afrika ist der Grund des Festivals, das 1982 ins Leben gerufen wurde, um dem westlichen Publikum Afrika näher zu bringen, was ja von hier aus nur 200km entfernt ist.) Tolle, beeindruckende Filme (von Experimentell bis Dokumentar). Meistens auf französisch mit spanischen Untertiteln, so dass ich sehr viel verstanden habe (naja, hatten auch nicht so viel Text und die Bilder sagen sowieso mehr als...ihr wisst schon).

Neben den Filmvorführungen gab es Workshops für Kinder/Jugendliche, kleine Aufführungen und natürlich auch Verkaufsstände. 

Abends/Nachts dann auf zwei Bühnen eine Vielzahl von Musikgruppen, allerdings jetzt weniger mit Bezug zu Afrika, sondern sehr international. Sogar eine deutsche Band (17 Hippies) war dabei. Und Party, Party, Party, natürlich auch Trinken, Trinken, Rauchen (was will ich gar nicht wissen) und Tanzen, Tanzen, Tanzen. Ich war mit 3 Leuten aus der Schule abends da (um 19Uhr gibt's am Wochenende gemeinsames Abendessen, aber kein Frühstück oder Mittag) und da kommt man sich als Nordeuropäer bei all dem südländischen Flair doch mächtig steif vor. Naja, ein bisschen mitgewippt haben wir schon ;)

Muchos saludos,




25.12.2021

Weihnachten vor 10 Jahren

Vor 10 Jahren waren wir über Weihnachten in Spanien (Barcelona Zwischenstopp und dann weiter nach Hospitalet de L'Infant). Damals gab es noch keinen Blog, aber bebilderte Emails:

Wir sind hier gestern (nach)mittag gut angekommen. Das Hotel Praktik (75€/Nacht, für Barcelona Verhältnisse sehr günstig) ist ein umgebautes Wohnhaus, mittendrin. Das Zimmer klein und spartanisch, aber mit Balkon. Der Blick - wie wahrscheinlich für die meisten Spanier in Barcelona - auf eine recht schäbige Häuserfrontenlandschaft. Zur Altstadt ('ciutat vella' - das ist katalanisch, was ich nicht verstehe, in diesem Fall aber mal ähnlich dem Spanischen) sind wir zu Fuß gebummelt. Durch enge, aber später beleuchtete alte Gassen, die inzwischen auch hübsche Läden und Restaurants beherbergen.








Gaudí Bauwerke scheinen ständig renoviert oder noch fertiggestellt werden zu müssen, so auch die Kathedrale, vor der ein hübscher Weihnachtsmarkt (nur Handwerk, kein einziger Essstand!) war.