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19.03.2021

R Auto

Der SAIC Konzern bringt eine neue Marke heraus: R Auto, unter der die Elektroautos von Roewe/MG vermarktet werden. Dylan, ein ehemaliger Mitarbeiter im Eventteam, ist daher schwer beschäftigt, denn er hat Anfang des Jahres dort angefangen.

Der
 MG Marvel R soll künftig auch das deutsche Straßenbild prägen. Die Chines:innen wollen mit der britischen Traditionsmarke den europäischen Markt erobern. Das vollelektrische Kompakt-SUV ist aber keine brandneue Entwicklung, wie es den Anschein haben mag. Der Marvel R basiert auf dem Roewe Marvel X, ebenfalls aus den Reihen von Saic, der seit 2018 als kompaktes E-SUV auf dem chinesischen Markt erhältlich ist. Der Marvel R rollt in China weder als MG noch als Roewe vom Band: Das Elektroauto trägt ein "R" als Logo auf der Fronthaube und ist das erste Fahrzeug der neu etablierten R-Line, der Premium-Marke von Roewe. Premium ist also das Stichwort. Von außen betrachtet wirkt der Marvel R durch klare Kanten, dynamische Proportionen und leicht stromlinienförmige Schulterpartien durchaus elegant. Die Front bekommt durch große seitliche Lufteinlässe mit integrierten Scheinwerfern einen sportlichen Einschlag. Front wie Heck des MG Marvel R (2021) werden von einem Leuchtband durchzogen. 

23.06.2019

sea of sameness

Während im letzten Blogeintrag, das "parked in FFC" Fahrzeug definitiv aufgefallen ist, ist das in der Automobilbranche inzwischen ein echtes Thema: Selbst ich habe manchmal Schwierigkeiten, einen Passat, Magotan, Sanitar oder Bora von einem Octavia oder Superb zu unterscheiden.

Der Begriff "Meer der Gleichheit" hört sich irgendwie nicht so gut an wie der englische "Sea of Sameness", der in der Marketingsprache schon seit Jahren Einzug gehalten ist und die Forderung nach "herausragenden Ideen" immer lauter werden liess. Leicht gefordert, schwer getan. Und leider wird das "Meer" immer grösser, das Geld immer knapper, die Zeit für kreative Arbeit immer kürzer ...
Quelle: https://evolllution.com
Für China kommt erschwerend dazu, dass es schon immer weniger um Originalität geht, sondern darum, gute Ideen zu kopieren. Um dann hervorzustechen und Reichweite zu erzielen, braucht man viel Geld, denn man muss lauter und weiter "schreien".

Was mich kurz zu unserer schwierigen Skoda Situation in China bringt: Der Markt ist von Januar bis Mai um 13% zurück gegangen (versus Vorjahr), ein absolutes Novum für China und entgegen aller Erwartungen Ende letzten Jahres, weil man da noch der Meinung war, dass sich die Regierung etwas einfallen lassen wird, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Skoda hat allerdings sogar 26% gegenüber Vorjahr verloren, so dass Alarmstufe Rot herrscht. Als erste Ursache/Problemfeld sind nun die Händler identifiziert, die es nicht schaffen, mehr von den täglichen fast 10.000 !!! Interessenten in Kunden umzuwandeln. Das machen andere Marken weit besser (bessere "conversion rate" / Umwandlungsquote) und es gibt auch grosse Unterschiede zwischen den 467 Skoda Händlern, die wir aktuell haben. Damit ist gerade der Fokus ein wenig weg von "schwacher Marke", die aber auch einen grossen Anteil daran hat, denn in Krisenzeiten setzen Menschen nun mal lieber auf Nummer sicher und kaufen z. B. eher einen Volkswagen als einen unbekannten Skoda, denn "sameness" bedeutet hier ja nichts Schlechtes, sondern "bewiesen & bewährt". Die meisten Skoda Käufer kommen daher auch über Volkswagen bzw. SAIC zu uns, denn sie wissen, dass wir beide zum bewährten Joint Venture gehören und deshalb die gleiche Qualität haben.
Bis vor kurzem stand übrigens auch noch SAIC Volkswagen auf allen Skoda Autos (oberes Bild). So weit zum Thema "Sea of Sameness" und eigenständiges Markenprofil.
Foto: SAIC Volkswagen (oben), SAIC Skoda (unten)