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06.04.2021

phone verloren, Teil 2

Maya hat inzwischen ein neues Smartphone aber ich bin euch noch Teil 2 ihrer Story schuldig https://jtebs/2021/03/ohne-smartphone. Nachdem Maya es zurück zum Restaurant geschafft hatte, half einer der Restaurantangestellten und sie versuchten gemeinsam, ihr Telefon anzurufen. Aber Fehlanzeige, es war ausgeschaltet. Deshalb ging es zur Polizei des Distrikts, die tatsächlich auf ihrem Bildschirm die verschiedenen Kameras aufrufen konnte, die sich rund um den Tatort (= Metroeingang) befinden. Maya war schwer beeindruckt. Und tatsächlich: auf einer Kamera sah man, wie sie einen Gegenstand verlor und später ein Jemand den Gegenstand aufhob und einsteckte. Nach viel Debattiererei musste Maya aber einsehen, dass die Polizei keine Fahndung gegen diesen Jemand einleiten wird. Verstehen konnte sie es allerdings nicht, denn aus ihrer Sicht, ist es ein Krimineller, denn die Tatsache, dass er das Phone gleich ausgeschaltet hat, belegt seine Absicht, es nicht zurück geben zu wollen.

Aber, zumindest gab ihr ein Polizeibeamter den Tipp, sich mit Huawei in Verbindung zu setzen, denn die könnten viel besser tracken, auch wenn das Telefon ausgeschaltet ist. 

Gesagt getan und am nächsten Tag, nach einigem Registrierungsaufwand und weiteren vergeblichen Versuchen, das Phone anzurufen, gab es abends dann Erfolg: das Smartphone konnte lokalisiert werden: strassen-, hochhaus-, etagen-, wohnungsgenau. Yes! 

Aber was nun? Anrufe und Besuche bei der Polizei ergaben: sie sehen sich nicht zuständig, weder die Polizei des "Tatort-Distrikts" noch die Polizei des "Fundort-Distrikts" oder die Polizei in Maya's "Wohnort-Distrikts".  Maya war am Verzweifeln, denn wie konnte die Polizei erwarten, dass sich eine junge Frau abends und ganz allein auf Tätersuche macht, in ein Wohnhaus zu einem Menschen, der vielleicht gewalttätig wird, wenn sie ihn stellt und der Tat überführt. Aber es half nichts. 

Schwer enttäuschte Maya auch der Bekannte, mit dem sie am Abend zuvor ausgegangen war und der, wie sie fand, eigentlich mitschuldig ist am Verlust ihres Smartphones, denn wäre sie nicht mit ihm ausgegangen, hätte sie ihr Phone noch. Auch ihr Bruder, der in seinem eigenen Restaurant abends noch arbeitete, wollte das Restaurant nicht schliessen, um ihr zu helfen. Maya's Erkenntnis an diesem Abend: man hat wenig wirkliche Freunde und selbst auf die Familie ist kein Verlass in Zeiten grosser Not. 

Aber Maya ist eine Kämpferin und gibt nicht auf. Sie konnte schliesslich den Mann ihrer Nachbarin überzeugen, mit ihr in die Stadt zu fahren. Das Ende ist schnell erzählt, aber war extrem emotional und aufwühlend für Maya: sie standen nachher vor der Tür eines Apartments, aber niemand machte auf. Und auch der angebotene "Finderlohn" (ich glaube nicht, dass es dieses Wort hier gibt bzw. findet Maya dass es eher ein Anreiz für einen Dieb ist, ein besserer Mensch zu werden) hat keinen Erfolg gebracht. 

Die Moral von der Geschichte? Da gibt es mehrere: 1. Sichere die Daten deines Smartphones regelmäßig 2. Kaufe auf jeden Fall Huawei Smartphone, die haben eine tolle Verfolgungssoftware 3. Echte Freunde sind schwer zu finden.  




09.03.2021

ohne smartphone

Maya hat am Samstag ihr Smartphone verloren und ist seitdem völlig durcheinander. Nicht nur weil es ihr schlaflose Nächte bereitet hat, sondern auch weil der Verlust sie in eine echte, hoffentlich kurzzeitige, Lebenskrise stürzt. Sie beschrieb es mir gestern und ich war ehrlich betroffen, wie sehr es sie mitnimmt. “Es ist fast wie der Verlust eines Kindes. Mein ganzes Leben steckt da drin” erzählte sie mir gestern, halb hysterisch, halb weinend. 


Aber zurück zu Samstag Abend als sie das Phone verloren hat: es ist irgendwo zwischen “ein Bekannter hat mich nach dem Dinner mit dem Auto zur U-Bahnstation gefahren, im Auto hatte ich es noch, aber am Eingang zur Metro dann nicht mehr” passiert. Das ist schon mal gut: sie weiss wann und wo, aber es ist auch nicht schwer, denn “im Auto hatte ich es für die Navigation genutzt und als ich es dann zum Bezahlen an der U-Bahnstation brauchte, war es weg”. Kurz nachgedacht: Klar, man/frau/kind braucht sein Phone ja überall, ob zum Navigieren, Bezahlen, QR code zeigen, Foto oder Kurzvideos machen, Feeds checken, Telefonieren, Suchen, Chatten, Buchen, Kaufen, Kontakte, Passwörter Aufbewahren, Fotos von wichtigen Dokumenten Ablegen... völlig verzweifelt suchte Maya den ganzen Weg ab, aber Fehlanzeige. Was nun? Jemand finden, der ihr ein Telefon leiht und versuchen ihr eigenes Phone zu lokalisieren? Dafür muss man sich aber, wenn man jemand gefunden hat, richtig einloggen. Wie aber das? Ohne Passwörter im Kopf oder Ausweis in der Tasche? Es war abends, schon dunkel, niemand auf der Straße und man/frau weiss, die Hilfsbereitschaft untereinander ist nicht sehr groß, vor allem wenn jemand fragt, ob er/sie sich in wechat neu einloggen kann. Denn das kann dauern und man selbst wird aufgrund ‘ungewöhnlicher Aktivitäten’ auffällig. Also, Maya beschloss zum Restaurant zurückzulaufen, denn dort war sie ja ‘bekannt’. Aber: wie finden ohne Navigationssystem? Es war nur ein kurzes Stück vom Restaurant zu U-Bahnstation, das wusste sie, vielleicht 1-2km, aber sie hat sich fürchterlich verlaufen, denn “ich habe keine Orientierung gehabt, ohne Navigationsystem, wie sollte ich da das Restaurant wiederfinden?”... langsam erahnt ihr, was es bedeutet, sein Smartphone hier zu verlieren. Fortsetzung folgt.

25.09.2020

tech neck

Form follows function gilt auch für den Körperbau und inzwischen wird der "Tech neck" oder "Nerd Neck" (auf Deutsch "Handy Nacken") uns wohl bald zu der Spezies Homo oeconomicus smartphoniensis werden lassen: Weil die Bänder im Halsbereich den immer schwerer nach unten ziehenden Kopf halten müssen, werden die Knochen der Wirbelsäule mitwachsen.
Foto: Tech-Neck Generation 2000
 Ich spüre es definitiv auch - es ist natürlich kein ganz neues Phänomen, oft auch als "Geiernacken" bezeichnet und die Folge einer Rundrücken-Haltung am Schreibtisch und Computer. 
Der Blick auf das Handy verstärkt diese Entwicklung weiter, denn findet meist in einem steileren Neigungswinkel statt... www.youtube.com/uebungengegenNerdneck
Quelle: www.sueddeutsche.de/aerzte-warnen-vor-dem-smartphone-nacken

14.02.2020

neu in Seoul: smartes cover

BJ ist immer top aktuell und probiert die neusten Gadgets aus: er hatte nicht nur ein smartes Phone sondern auch eine smarte Telefonhülle, die per eingebautem Chip das Displaybild auf sich abstimmt. War mir natürlich sofort aufgefallen und ihm ein wenig peinlich.

Foto: smartes phone


21.12.2019

smart

In China ist das Smartphone keine Angelegenheit der jungen Leute. Vielleicht liegt es daran, dass es kaum Vorgänger gab (wie Festnetzanschluss oder normale Handys) aber natürlich auch, weil man mit seinem Handy hier alles erledigen kann - inklusive bezahlen (dank WeChat oder Alipay), navigieren, Filme anschauen oder eben fotografieren. Ja, wenn es nur manchmal ein bisschen besser zu erkennen wäre.
Foto: smart for everyone
Aber was schreibe ich eigentlich über China, denn ein Hoch auf eine Mama, die ebenfalls eine fleissige Smartphone-Nutzerin ist und sogar weit, weit vor mir Whatsapp installiert hatte. Ein grosses, grosses Vorbild! Übrigens auch in Sachen "Jeden Tag ein bisschen schlauer", denn Selbst-Nachschlagen im Lexikon haben wir schon in frühen Jahren von ihr gelernt. Happy Birthday, liebe Mama.

19.09.2019

Smartphone Faszination

Nicht nur wir können nicht mehr ohne, auch Bobble hat eine ausgeprägte Faszination für Smartphone entwickelt. Ich bin gespannt, wann es eine erste Wellensittich-Trainier-App gibt. Oder gibt es die schon? Wahrscheinlich ist aber ein Vogelschnabel noch nicht touchscreen-kompatibel.
Foto: Faszination
Bobbel hat neben Husky Lutan einen weiteren tierischen Mitbewohner bekommen, den ich beim letzten Mal kennengelernt habe. Was für ein Trio.
Foto: hello Coby

12.02.2014

Schattenspender

Wer kennt das nicht: in der Sonne und insbesondere am Strand ist die Nutzung von smartphones nicht das Praktischste. Und da versteckt man sich schon mal etwas würdelos hinter Taschen oder unter Handtüchern, wenn man ohne einfach nicht mehr kann - und davon gibt es einige hier in Hong Kong. Jeder Hong Konger besitzt statistisch gesehen 2,3 Mobiltelefone. Die Smartphone Penetration liegt bei 63% und damit weit vorn im Länderranking.
Foto: Schattenspender
It’s often the first object we reach for in the morning and, for many, the last thing we look at before bed. We use them on the train – and sometimes even on the toilet.

Findings by Google and Ipsos MediaCT, a think tank, revealed that smartphone penetration in the city hit 63 per cent, compared to 49 per cent last year and 35 per cent in 2011.

The study found Hong Kong to have the highest mobile internet usage rate in the Asia Pacific region with 96 per cent of smartphone owners going online every day.

Smartphones appear to have become so important that 22 per cent of users said they would rather give up television than their smartphones. Nearly all respondents used their smartphones to look up local information with 70 per cent admitting to doing it at least once a week and 39 per cent doing it daily. The most popular searches among Hongkongers were for restaurants, pubs and bars (66 per cent), travel information (56 per cent), jobs (40 per cent) and housing information (36 per cent).

 “Some people actually look at their smartphones more than their own boyfriend or girlfriend these days” 
said Google Hong Kong’s head of sales Stella Cheung, adding that three-quarter of respondents don’t leave home without their beloved devices.www.scmp.com/hong-kong/hong-kong-smartphone-use-doubles-two-years