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22.09.2019

Fächer

Das erste Bild stammt auch noch aus Jiaxing. Ob es Wedding Photography, Coca Cola Werbung oder einfach nur Kostümverleih-Fotospass war, kann ich nicht sagen. Irgendwas zwischen modern und traditionell, inklusive roter Fächer. Was mich zum Thema Fächer bringt. Man sieht sie noch recht häufig im Sommer, aber meist bei der älteren Bevölkerung und definitiv als Form der Abkühlung.
Foto: Fotoshootings
In China wurden Fächer bereits vor mehr als 3.000 Jahren genutzt. Der älteste bekannte Fächer wurde aus Vogelfedern hergestellt http://german.china.org.cn/faecherkunst. Zudem ist bekannt, dass auch Bambusfasern oder Seide als Rohrmaterial für die Fächerbespannung genutzt wurden. Mit der aufkommenden Papierherstellung wurde auch gern Papier als Rohmaterial verwendet.

In der Song-Dynastie im 11. Jahrhundert wurden zusammenfaltbare Fächer populär. Zur Bespannung dieser Fächer wurde dünne Seide oder auch Papier benutzt. Ungefähr in dieser Zeit kam zu der rein praktischen Funktion der Fächer zur Abkühlung in der sommerlichen Hitze eine kunsthandwerkliche Bedeutung hinzu. Antike chinesische Dichter und Maler verewigten sich mit ihren Werken auf Fächern. Und oftmals galten bemalte oder beschriebene Fächer als Abschiedsgeschenk für Freunde. Meist war eine Fächerseite mit Kalligraphien, und die andere Seite mit Malereien versehen.
Bis heute haben sich vor allem zwei Fächertypen durchgesetzt: Der runde Blattfächer verfügt über eine starre Fläche in der Form eines Lindenblattes. Am unteren Ende ist ein Stiel zum Halten befestigt. Der Faltfächer hingegen ist so gestaltet, dass der Fächer nach der Nutzung auf eine kleine Größe zusammengefaltet werden kann. Der Faltfächer erfreut sich bis heute der größten Beliebtheit. Sie wurden in der frühen Ming-Dynastie (1368-1644) über Korea auch in China sehr populär und sind seit dieser Zeit ständige Begleiter der Chinesen an heißen Sommertagen.

21.09.2019

Jiaxing

Die Stadt Jiaxing liegt ca. 100km von Shanghai entfernt und ist mit dem Schnellzug in nicht mal 30min erreichbar. Sie liegt im Flachland des Yangtze-Deltas und hat deshalb auch eine (touristische) Wasser-Altstadt, die mit Shops, Restaurants und Museen gefüllt ist.
Foto: Wasser Altstadt
Mit ca. 3 Mio Einwohnern gehört Jiaxing zu einer der vielen Wachstumsstädte mit einem günstigen Investitionsumfeld und hat sich innerhalb des letzten Jahrzehntes in eine Industriestadt verwandelt. Sie hat auch einen grossen Tiefseehafen für den internationalen Seeverkehr, ist einer der wichtigsten Städte für Seidenindustrie. Darüber hinaus sind vor allem Textilfabriken, Autozulieferbetriebe und Elektronikunternehmen stark vertreten.
Wir haben nur die Wasser-Altstadt besucht und wie immer, wenn man mit Chinesen unterwegs ist, müssen die regionalen Essensspezialitäten probiert werden wie z. B. Fluss-Shrimps, Schnecken, junger Bambus, Wasserkastanien. 
Foto: lokale Spezialitäten 
Wir hatten Glück: es war nicht ganz so heiss und voll in den Gassen. Was auch die Paare erfreut hat, die sich für ein Fotoshootings Kostüme ausgeliehen hatten.
Foto: Kostümverleih
Foto: traditionelle Bekleidung


Foto: im Drachenbootmuseum