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10.04.2020

Masken Tipps

Vom Unternehmen erhalten wir jede Menge Tipps wie man sich richtig zu verhalten hat. Auch das richtige Masken tragen will gelernt sind. Ich bin mir sicher, dass die Tipps direkt von "oberer Stelle" überall hin verteilt werden.
Foto: richtige Maske
Foto: Tipps zur Maskennutzung


Auch für das sonstige Arbeiten gibt es jede Menge Tips: kleinere, weniger und kürzere Meetings sind (teilweise) immer noch angesagt. Wenn man mit jemanden spricht, sollte man immer noch mindestens 1m Abstand halten. SKYPE hat sich inzwischen als eine internationale Business Konferenz-Plattform gemausert. Externe Besucher im Büro sind nach wie vor selten.

Foto: weitere Tipps

12.08.2019

klare Regel: take your time

Apropos klare Regel (siehe Blogeintrag von gestern): Toilettenregeln gibt es jede Menge. Besonders schön: Nimm dir Zeit beim Aufstehen. Was wohl die kleinen "Qualmsymbole" bedeuten??
Foto: take you time

11.08.2019

klare Regel: no peeing

Immer mehr erkennen wir hier den Wert von klar ausgesprochenen Regeln und Verboten, denn Chinesen haben in dieser Hinsicht wenig Selbstkontrolle. Aktuelles Beispiel: in unserer Tiefgarage gibt es einen Durchgang von einem Parkdeck zum anderen. Er ist praktisch, denn eine Abkürzung zu meinem Auto, aber stank immer mächtig nach Urin. Keine Ahnung ob von Hunden, die oft in der Tiefgarage Gassi ausgeführt werden oder von den vielen Handwerkern, die hier arbeiten.
Foto: no peeing
Ich habe jetzt kleine Verbotsschilder angeklebt, von denen ich mir nicht sicher war, wie lange sie dort hängen werden, denn schliesslich sind sie ja nicht offiziell vom Gebäudemanagement angebracht und könnten daher prozesstechnischen Ärger bringen (hihi, beim Anbringen habe ich schon geschaut, ob mich irgendwo Kameras beobachten und die Schilder sind auch erstmal klein und in grau ausgefallen statt gross und rot) ABER & JUHU: es hat funktioniert, es stinkt nicht mehr und sie hängen immer noch.
Foto: please no peeing here (for dogs and men)

14.05.2019

Verkehrstipps

Tatsächlich gewöhnt man sich an die tägliche Fahrt zur Arbeit mit mehr oder weniger Stau, aber immer vollen Hochstrassen durch die Stadt. Weil man genug Zeit hat zum Beobachten, gibt es heute mal ein paar Verkehrsregulierungs-Tipps, die zugegebenermassen sehr an deutsche Verkehrsregeln angelehnt sind.
Foto: tägliche Blechlawine

Vorweg sei allerdings gesagt: Ja, es gibt einfach zu viele Autos auf den Strassen. Deshalb gibt es in Shanghai, Beijing und Guangzhou schon seit Jahren Regelungen, nach denen an bestimmten Tagen nur Autos mit geraden oder ungeraden Kennzahlen auf dem Nummernschild fahren dürfen. Zusätzlich wurde die Zahl der jährlichen Neuzulassungen gedeckelt, in dem Zulassungslizenzen verlost bzw. verkauft (ca. 1.200 Euro) werden. Das war auch der Grund, warum ich so lange mit einem Tiguan und keinem Skoda gefahren bin, denn es dauert ca. 5-6 Monate bis unser Unternehmen eine Neuzulassungslizenz für einen neuen Dienstwagen bekommt. Nun aber zu den Tipps bzw. Verbotsvorschlägen.

1. Führerscheinprüfung mit praktischen Fahrstunden
(Wie auch in Korea), erhält man seinen Führerschein in China, wenn man einen theoretischen Multiple Choice Test besteht. Deshalb sind junge Fahrer eine echte Verkehrsgefährdung, denn ihre Unsicherheit zeigt sich darin, dass sie z. B. die Fahrspur nicht halten, keine Übersicht haben, mitten auf der Strasse anhalten, wenn sie nicht wissen, was sie machen sollen etc. Ein paar Pflichtstunden gehören eingeführt, basta.

2. Verbot von Schleichern
Auch wenn es mal etwas mehr fliesst im Verkehr z. B. auf der 80kmh erlaubten Hochstrasse, kann es passieren, dass auf der linken Spur jemand auf einmal mit 30kmh fährt. Das könnte ein Fahranfänger sein, siehe Punkt 1, dem es schwer fällt, die enge Spur zu halten oder zu wechseln und der Sorge vor der linken Betonwand hat. Aber es könnte auch ein Handy-Reingucker sein. Im schlimmsten Fall ist es ein ins-Handy-guckender-Fahranfänger. Deshalb bitte:

3. Verbot von Handys am Steuer
Das bitte rigoros, denn auch auf der Autobahn bei bis zu 120kmh sieht man sie: Schleicher oder Schlangenfahrer, die nicht nur auf ihre Handys gucken sondern auch schreiben, reinsprechen und Korrektur lesen - anders als in Korea, sind nicht alle Autoscheiben so stark verdunkelt, so dass man wirklich sehen kann, dass das Handy fast immer der Grund ist, selbst bei mehrtonnigen, schlecht beladenen LKWs.

4. Rechtsfahrgebot und nur links überholen
Theoretisch gibt es diese Gebote auch in China, aber kaum jemand hält sich daran. Würde bestimmt helfen, denn aktuell wird links und rechts überholt, was vielleicht a la USA funktionieren könnte, wenn alle gleich schnell fahren, aber es gibt ja, siehe Punkt 2, die Schleicher, die auf allen Spuren unterwegs sind, je nachdem wo sie gerade sind wenn das Handy ruft.
Auch LKWs fahren gern ganz links.

5. Verbot von Spurwechslern und Reissverschluss-Einfädeln
Spurwechseln in Stausituation, weil man der Meinung ist, die andere Spur geht schneller voran, gehört verboten. Es bringt nichts, nur mehr Stau.
Das Reissverschlussverfahren ist hier auch unbekannt. Wenn es z. B. eine 2-spurige Auffahrt auf die Hochstrasse gibt, versuchen fast alle parallel nach links auszuweichen, nur die Betonwand nicht. Deshalb gibt es an fast jeder Auffahrt erstmal einen Stillstand. Hier wird bereits vom Staat versucht zu regulieren: es gibt Ampeln an einigen Auffahrten und zu Stosszeiten stehen Polizeiwagen an den Auffahrten. Wirklich helfen tut das aber auch nicht. Besonders, wenn Polizisten dann der Meinung sind, den Verkehr komplett anzuhalten, um einen Verkehrsteilnehmer zu verwarnen.

6. Blick auch nach hinten
Bei diesem Tipp bin ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich ein guter und realistischer Tipp ist. Denn irgendwie funktioniert es auch, wenn man sich nur nach vorn orientiert. Fakt ist: Rück- und Seitenspiegel kann man in China einsparen. Der Blick ist nur nach vorn gerichtet - hintere oder   schwächere Verkehrsteilnehmer wissen das und müssen mehr aufpassen.

7. Abfahren und Anhalten auf der Autobahn
Abfahren ist nur erlaubt, wenn man sich mindestens 1km vorher schon auf die rechte Spur eingeordnet hat. Gar nicht geht: auf der linken Spur 100m vor der Abfahrt anhalten und meinen, man schafft es noch rechts rüber.
Generell muss gelten: Anhalten auf der Autobahn nur im Notfall und dann bitte rechts. Und: Pinkeln ist KEIN Notfall.

8. Bessere, dynamische Verkehrsleitsysteme
Gilt wahrscheinlich in fast jedem Land der Welt: die Wegweis-Beschilderung in China ist eher bescheiden, besonders für Ort-Unkundige. Da hoffen wir einfach mal, dass zukünftige Navigationssysteme es richten werden.

9. vorausschauendes Fahren
Liegt definitiv nicht in der Natur des Chinesen. Da hoffen wir einfach mal, dass autonomes Fahren es richten wird.

Hmmmm, nun schaue ich mir diese Liste so an und denke: wenn es ein Land richten kann, dann China. Denn mit Kameras, strengen Ahndungen bei Verstössen und Erfahrungen wie man Massen  bzw. "Schwarmverhalten" reguliert, haben sie hier Erfahrung.


05.12.2018

traffic police hand signals

Für den Führerschein test muss man auch die Handzeichen der Verkehrspolizei kennen. Als Westler wünschte man sich, dass man irgendwie eine Übersicht findet, die erklärt und verstehen hilft. Denn die meisten sind alles andere als intuitive (das englische Wort ist perfekt: counter-intuitive) Als Chinese lernt man wohl einfach die Antworten auswendig aus dem insgesamt ca 1.500 Multiple Choice. 
Foto www.cram.com/flashcards/chinese-driving-hand-signals
Foto: Übersicht zur Programmierung einer Synchronisierung zwischen Ampel und Polizist 

02.09.2016

Trillerpfeife

Schwimmbad-Geschichte:
Wird man im koreanischen Freibad "angetrillert", stört das niemanden wahnsinnig doll, denn
1. es passiert ständig, dass die Trillerpfeife der Aufpasser im Einsatz ist (zu den üblichen Stimmengewirr-Plätscher-Schwimmbadgeräuschen gehört das Trillern einfach dazu) und
2. es gibt das typisch Deutsche "wir wollen die Regeln erst erkunden und kennen, um sie selbständig befolgen zu können" hier nicht. Nein, man erwartet, dass einem von offizieller Stelle gesagt wird, was geht und was nicht, bis dahin probiert man einfach aus. Angetrillert zu werden, scheint daher keinerlei negative Emotion auszulösen, dass man etwas falsch gemacht hat und sich fragt "wieso, wieso, was ist los", sondern einfach als Aufgabe der Life guards verstanden zu werden.

Dies ist wirklich ein interessanter kultureller Unterschied, nicht nur im Schwimmbad: wir Deutschen haben einen eingebauten "Selbstkontrollmechanismus", der uns auch dazu bewegt, anderen unaufgefordert zu sagen, wie die Regeln sind - begründet aus unserer Geschichte der Kleinstaaterei des 18./19. Jahrhunderts (JTEBS beim letzten interkulturellen Training).
Foto: gleich 2 Trillerpfeifen


Nachtrag: Manchmal haben wir doch auch im Deutschen tolle Wörter: 'Trillern' fällt für mich eindeutig in diese Kategorie.

26.06.2016

Zelten verboten

Es gibt sicherlich einen Unterschiede zwischen Campen und Zelten, aber diese allgemeine Recherche erspare ich mir, denn sie tut für diesen Blogeintrag nichts zur Sache. BJ (gesprochen "Bee Jay" und die Abkürzung für Byungju, dem Namen eines Mitarbeiters) hat mich schlau gemacht: in den Hanriver Parks ist Zelten verboten. Dies heisst zum einen, man darf nicht übernachten (was wahrscheinlich dem Campen gleichkommt), aber man darf auch kein Zelt aufschlagen.
Foto: KEINE Zelte am Hanriver
Meine Irritation konnte geklärt werden: es muss Sichtfenster/-netze in den Zelten geben, dann sind es KEINE Zelte. JTEBS.

13.03.2015

putra masjid

Die Moschee in der Regierungsstadt Putrajaya (Putra Moschee) ist in rosa gefärbtem Granit erbaut und bietet Platz für bis zu 15.000 Menschen. Will frau sie (außerhalb der Gebetszeiten, versteht sich) besuchen, muss auf jeden Fall eine rote Robe übergezogen werden. Männer in kurzen Hosen ereilt das gleiche Schicksal - die Robe ist aus dickem Stoff und daher kein Spaß bei über 30 Grad.
Beim Betreten der Moschee bitte Schuhe aus, was nichts mit dem Islam sondern viel mehr mit Sauberkeit zu tun hat. Schließlich knien sich die Gläubigen auf den Boden beim Gebet.
Foto: hinein in die Putra Moschee
Die Putra Moschee ist in drei Hauptbereiche gegliedert: die Gebetshalle, der Sahn (Hof) und verschiedene Schulungseinrichtungen und Veranstaltungsräume. Die höchste Stelle der Kuppel ist 76m hoch. Das Minarett ist 116m hoch und in 5 Ebenen eingeteilt, die die fünf Säulen des Islams darstellen www.tourism.gov.my/putrajaya/putra-mosque.
Foto: Putra Moschee aus der Ferne

14.11.2014

eine halbe Millionen

Pro Jahr werden hier über 540.000 Motorroller-/räder neu zugelassen www.jpj.gov.my/motorcycle-registration-statistics. Es gibt eine Helmpflicht, deren Sinn aber offensichtlich nicht einsichtig ist, denn auch wenn Papa einen trägt, Junior sitzt oft ohne auf dem Moped.
Foto: Ada helmet?
Die Zahl der zugelassenen Autos liegt übrigens bei ca. 590.000. Von einem Gesetz, das Kindersitze vorschreibt, wären wir noch meilenweit entfernt, so das Road safety Department, mit dem wir uns vergangene Woche getroffen haben, um mögliche Kooperationen zu besprechen.

02.11.2014

indecent behavior

Küssen in der Öffentlichkeit gilt in Malaysia als unanständig und ist daher neben Essen, Rauchen, Trinken u.a. in Taxis mit explizitem Hinweisschild verboten.
Foto: Verbotsschilder im Taxi

01.08.2014

Strafzettel

Hong Kong's erster Strafzettel für falsches Parken hat 320 HKD (= 32 Euro) gekostet. Bezahlen kann man ihn u.a. in der Post.
Foto: Strafzettel für falsches Parken
Es hätte uns eine Warnung sein müssen: normalerweise sind um die Autohäuser/-schauräume an der Gloucester Road jede Menge Probefahrzeuge geparkt, so dass man schwer einen Parkplatz findet. Dieses Mal war es ganz leer. Ob die Polizei vorher Bescheid gegeben hat?!!? Und ja, die Post ist hier grün inkl. der Briefkästen.

07.07.2014

Mr Finance fährt Bentley

Und selbst wenn ich der Finanzdirektor der Bank of China wäre, warum würde man sich dies auf sein Auto-Kennzeichen drucken lassen?
Foto: Personalisierte Kennzeichen in Hong Kong
Na gut, vielleicht ist das Schild einfach nur die praktische 'Parkplatzreservierungserkennung' im Büro.

Und Mr. Finance I fährt mit einem Bentley auch über die Grenze nach China, was man an dem zweiten Kennzeichen erkennt. Es soll teuer sein, so ein zweites Kennzeichen...JTEBS: Aufgrund der hohen Nachfrage und diverser Auflagen gibt es inzwischen einen Schwarzmarkt, auf dem man über 1 Mio Yuan/1,3 Mio HKD (ca. 130.000 Euro) für ein cross border licence plate zahlt www.scmp.com/cross-border-licence-plates. Will man es legal erhalten, muss man einiges nachweisen z. B. in Guangdong Stadt, dass man 1 Mio USD in ein Geschäft investiert hat und mindestens 300.000 Yuan jährlich Steuern zahlen.

Habe ich schon erwähnt, dass wir inzwischen einen Gentlemen's racer fahren? Und dieser hat natürlich nur das Hong Konger Kennzeichen und kein dual plate.
Foto: Golf R in Lapiz Blue Metallic

09.05.2014

Örtliche Polizeidienststelle

Ohne Florent Chavouet wären wir wahrscheinlich auch gar nicht auf die kleinen Polizeidienststellen (Koban) in Tokio aufmerksam geworden, die es in jedem Viertel in sehr unterschiedlicher Bauweise und Größe gibt.
Foto: Koban, Illustrationen von Florent Chavouet aus Tokyo on Foot, 2006
In der Regel machten die 'Kobanese' einen sehr freundlichen und hilfsbereiten Eindruck, aber wenn man gegen Verbote verstößt, kommt schon auch mal die schrille Trillerpfeife zum lauten Einsatz, wahrscheinlich abhängig vom Typ des Polizisten, wie Chavouet anschaulich illustriert hat. Und natürlich fährt die Polizei in Tokio auch Fahrrad.
Foto: Kobanese a la Chavouet

24.03.2014

Vorfahrt

Am Wochenende war viel los in der Big Wave Bay, denn endlich schien mal wieder die Sonne (bei 17-20 Grad) und die Wellen waren gut. Und so warteten viele Wellenreiter im Wasser auf die big waves. Wer hat eigentlich Vorfahrt?, überlegten wir gemeinsam mit den Beijing-rookies, die in den letzten Tagen zu Besuch waren.
Foto: Vorfahrt achten auch beim Wellenreiten
Vorfahrt hat immer derjenige, der sich am nächsten beim Weisswasser, also dem brechenden Teil der Welle, befindet. Eigentlich gilt auch: eine Welle, ein Surfer. Das scheint aber eher nicht zu interessieren. Außerdem hat der Surfer, der die Welle reitet, immer Vorfahrt vor dem Surfer hat, der raus paddelt. www.surfschool.de/wellenreiten-surfen-abc

Und weil die Beijing-rookies kein Problem haben in ihrem eigenen Blog aus Beijing diverse Bilder von sich zu posten, gibt es hier eines von ihnen, denn wir mussten das gute Wetter natürlich auch für einen Ausflug auf den Peak nutzen.
Foto: Beijing-rookies in Hong Kong

24.02.2014

Führerschein auf Probe



Es war mir bisher noch kaum aufgefallen, dass es hier P-Zeichen an Autos gibt. (Wahrscheinlich ist es mir an diesem Auto auch nur deshalb aufgefallen, weil der Beetle in Hong Kong ein seltener Anblick ist ;)
Foto: Probationary Driving Licence
Die Probezeit dauert 12 Monate und ist mit einigen Auflagen verbunden wie z. B. nicht schneller als 70 kmh zu fahren www.gov.hk/en/residents/transport/drivinglicense:
  • required to display a “P” plate at the front and rear of the vehicle he is driving (in the case of a private car or light goods vehicle, display of the “P” plate on the windscreens is also acceptable, but the “P” plate must be displayed on the left-hand side of the windscreens); 
  • not allowed to carry any passenger on the motor cycle or motor tricycle he is driving (applicable to motorcyclists only); 
  • not allowed to drive at a speed in excess of 70km/h even on roads with speed limit above 70 km/h; 
  • not allowed to drive on the offside lane of expressways where there are 3 or more traffic lanes.
Foto: Look, there is another one! (ja, den neuen gibt es auch schon, ist aber noch seltener zu sehen)

09.01.2014

Pinker Falschparker

Wer einen pinken Bentley (Continental GT) fährt, dem muss egal sein, was Leute denken inkl. was die City Ranger - wunderbarer Begriff aus Australien, hier ist es die Verkehrspolizei - von ihm halten, die ihm in regelmäßigen Abständen neue Strafzettel an die Windschutzscheibe klemmten.
Nach eigenen Angaben verbringt die Verkehrspolizei 60% ihrer Zeit damit, Parksündern Strafzettel auszustellen und deshalb werden die Rufe lauter, die Strafen für falsches Parken drastisch (um 500 HKD) anzuheben. JTEBS: aktuell zahlt man in Hong Kong 320 HKD (32 Euro) für einen Strafzettel. http://www.scmp.com/parking-fines
Hätte der Bentley im Wilson-Parkhaus gleich nebenan geparkt, kostet ihn dies pro Stunde 34 bis 42 HKD. Hier aber das Problem: in das enge Parkhaus hätte er wahrscheinlich nicht hinein gepasst bzw. hätte das Entfernen der Kratzer in die Parkkostenkalkulation einbeziehen müssen. Und das ist bei dieser interessanten Spezialfarbe bestimmt mehrere Strafzettel wert.
Und so wird das Falschparken auch bei einer Strafe über 800 HKD bestimmt weiterhin ein Thema bleiben, über das der ein oder andere Autofahrer nur müde lächeln wird.
Foto: Harry's View Karikatur aus www.scmp.com/hong-kong 13.12.2013


30.12.2013

Driver's Licence

In den meisten Teilen von Australien kann man mit 16 Jahren Autofahren. Man benötigt einen Beifahrer, der einen Führerschein hat und ein 'L' Zeichen an seinem Auto, der signalisiert 'Learner' (Anfänger). Ein rotes 'P' bekommt man dann nach 12 Monaten, 120 Fahrstunden und dem Absolvieren eines Fahrtests. Mit dem roten 'P' (provisional P1 licence) darf man dann schon allein bis 90km/h fahren, aber nie unter Alkoholeinfluss (0 Promille). Aber es gibt auch grüne 'P's? Es ist die zweite Stufe des provisorischen Führerscheins. Man muss ein weiteres Jahr Fahrpraxis haben und anschließend noch einen Computertest machen. L's und P's sind immer sichtbar am Fahrzeug anzubringen.
Foto: The P's

Und weitere 2 Jahre und einen Computertest später dauert es bis man dann endlich seinen richtigen Führerschein hat. So zumindest die Gesetzgebung hier in Sydney/New South Wales. www.rms.nsw.gov.au/licence/l_and_p_plate_drivers

18.09.2013

mister bigg

Über die besonderen Kennzeichen hier, muss man immer wieder schmunzeln. Wir wissen ja inzwischen schon wie es geht: rechtzeitig bewerben beim Transport Department und an einer Auktion teilnehmen, siehe Blogeintrag vom 18.03. http://jedentageinbisschenschlauer.blogspot.hk/2013/03/mr-leung-fahrt-porsche. Wieviel hat wohl Mr. Bigg für sein Kennzeichen bezahlt? Und man fragt sich doch als Europäer, ob nicht der Porsche gereicht hätte...
Foto: Personalisierte Kennzeichen in Hong Kong


15.08.2013

wait for green

Eigentlich hatten wir nicht den Eindruck, dass Ampeln von Fußgängern besonders respektiert werden. Aber der gemeinsame Weg mit Kollegen zum Lunch macht JTEBS, denn diese blieben artig stehen und erklärten, man sollte aufpassen, denn man könne aufgeschrieben werden. Über die Höhe der Strafen herrschte aber keine Einigkeit.
Foto: traffic light crossing




JTEBS: Die Hong Konger Polizei bestätigte, dass im letzten Jahr insgesamt 16.326 Fußgänger wegen non-compliance with the traffic lights einen Strafzettel erhielten. Und dafür können bis zu maximal 2.000 HK$ (ca. 200 Euro) Bußgeld verhängt werden. www.best-news.us/Hong-Kong-pedestrian-red-light-running-fine.
Also: besser bei Rot stehen und nur bei Grün gehen. Der Tipp der Kollegen war allerdings ein anderer: man sollte nur nicht als erster los gehen und nach Polizei Ausschau halten, insbesondere in Central, Wanchai und Causeway Bay.

Nachdem gestern gegen 13:30 Uhr das Taifun Signal Nr. 8 aufgehoben wurde und alle zur Arbeit strömten, war übrigens wieder buntes Straßenkreuzen angesagt, egal bei welcher Ampelfarbe. JTEBS: es strömten übrigens doch nicht ALLE wieder zur Arbeit, denn dies ist abhängig von der 'cut-off time' des Unternehmens. Unsere ist 14 Uhr d.h. wird vor 14 Uhr wieder Entwarnung gegeben, muss man innerhalb der nächsten 2 Stunden im Büro erscheinen. Banken z.B. haben ihre cut-off time um 12 Uhr, d.h. die Bänker mussten gestern nicht mehr arbeiten, genau wie Beamte, die ab 13 Uhr nicht mehr zur Arbeit müssen. Dies war natürlich Gesprächsthema Nr. 1 im Büro als wir so langsam alle eintrudelten.
Und es blieb übrigens dabei, dass wir vom Taifun Utor nicht viel mitbekommen haben, die Straßen waren zwar leergefegt und es wehte ein kräftiger Wind, aber der Himmel über uns blieb relativ hell und fast die ganze Zeit regenlos.

14.08.2013

Steuern in Hong Kong

Letzte Woche wurden wir über das Steuersystem in Hong Kong aufgeklärt, das zu einem der einfachsten und niedrigsten weltweit gehört. Und während wir den kurzen Ausführungen unserer Ernst & Young Tax Consultants lauschten, gab es unseren ersten rainbow über Hong Kong zu sehen.
Foto: Regenbogen über Hong Kong Island
Die Einkommenssteuer in Hong Kong wird auf Basis des Nettoeinkommens berechnet (Bruttoeinkommen  minus bereits abgezogener Pauschalbeträge, die ohne Beleg angerechnet werden). Es gibt 4 Stufen: 2% (bis 40,000 HK$), 7% (40,001-80,000 HK$), 12% (80,001-120,000 HK$) und 17% (ab 120,001 HK$). Kapitalertragssteuer, Erbschaftssteuer etc. sind unbekannt. Das Steuerjahr startet am 1.4. und endet am 31.03. des folgenden Jahres.

Nachtrag zum Regenbogen > Regen > Wetter > heutigen Wetter:
Die letzten Tagen waren extrem heiß und schön, was oft ein Zeichen für einen herannahenden Taifun ist. Der aktuelle heißt Utor und hat gerade die Signalstärke 8, bei der man Zuhause bleiben soll. Weil es aber bisher kaum regnet und die starken Windböen nur durch ein 'Fensterrauschen' in der Nacht spürbar waren, geht es bisher eher unspektakulär zu. Im Büro herrschte gestern aber schon richtige Vorfreude auf den Taifun, der möglicherweise ja einen bürofreien Vormittag beschwert ;) Zu verfolgen unter: www.hko.gov.hk/observatory
Foto: Typhoon Tracking im Hong Kong Observatorz
Foto: Typhoon No. 8 tips