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15.06.2014

Little Finger

Dies ist eigentlich auch noch ein Brüssel-Blogeintrag, auch wenn sich der Shop von Little Finger in Hong Kong befinden (genauer: im gerade neu eröffneten PMQ, einer aus kleinen Shops und Studios bestehenden Location, einem früheren Police Married Quarter=PMQ)
Foto: Little Finger im PMQ, Hong Kong (Aberdeen St.)
Im Little Finger arbeitet Pinky Wong als Schmuckdesignerin und da sie u.a. schlichten Silberschmuck herstellt, kamen wir ins Gespräch über meine in Brüssel erstandenen Silberringe von Mei Lee, einer seit 20 Jahren in Brüssel lebenden Taiwanesin.
Die Welt ist doch wirklich klein: Pinky kannte Mei Lee, zumindest vom Namen, denn sie ist unter Schmuckdesignern in der Region sehr bekannt, so Pinky.
Foto: Mei Lee O Gallery, Brüssel
Ich war durch Zufall an der O Gallery (http://www.ogallery.be/) von Mei Lee in Brüssel vorbeigekommen (auf dem Weg zu Manneken Pis) und wirklich jeder von ihr empfohlene Ring, den ich mal probieren sollte, war ein Treffer, so dass es eine wirkliche Qual der Wahl wurde. (Wie schön, dass ich gleich noch einen zum Geburtstag geschenkt bekommen habe - 1000 Dank, ihr Lieben. Sie erfreuen mich jeden Tag!)
Foto: Entworfen und gefertigt von Mei Lee




14.06.2014

Schwimmwagen

Vom Drachenboot zum Amphibienfahrzeug: Der Typ 166 stammt aus dem Jahr 1942 und ist einer von ca. 15.000 dieser militärischen Schwimmwagen, der gebaut wurde (engine: 4 cylinders horizontal, capacity: 1131cc, 4-wheel-drive).
Foto: Schwimmwagen, Innenansicht
Das Abendprogramm der Internationalen Marketingkonferenz von VWN fand im Museum des belgischen Importeurs in Brüssel statt.
Foto: Schwimmwagen, Außenansicht


11.06.2014

Manneken Pis

Die Brunnenfigur Manneken Pis ist der erklärte Liebling der Brüsseler und ein Pflichtbesuch aller Touristen. Als wir vor vielen Jahren zum ersten Mal dort waren, hatten wir den typischen 'Erstkontakteffekt': huch, der ist aber klein (nur 58cm) für soviel große Beachtung.
Foto: Manneken Pis und Taube
Aber er ist und bleibt einfach ein Sympathieträger und ideale Werbefigur, die mit inzwischen fast 900 Kostümen, die sie sich zu wichtigen Anlässen überwirft, für gute Laune sorgt. Als ich da war, war Manneken Pis unbekleidet und es sei erwähnt, dass sich jede Menge Touristen vor der Brunnenabsperrung tummeln, die auf den Bildern ausgeblendet sind ;)
Foto: Manneken Pis

Zahlreiche Legenden ranken sich um dieses Brüsseler Wahrzeichen. Eine der beliebtesten besagt, Manneken Pis habe mit Hilfe seines gezielten Wasserstrahls die brennende Lunte einer für den Grand Place bestimmten Bombe gelöscht. Tatsächlich wurde dieser niedliche Brunnen aber unter der Herrschaft der Herzöge Albert und Isabella gebaut, um das Viertel mit Trinkwasser zu versorgen www.belgien-tourismus.de/bruxelles-manneken-pis. Sein Spitzname "Ketje" ist übrigens die Bezeichnung für einen typischen Brüsseler Bengel, was mich - warum auch immer - daran erinnert, dass husband wieder für einige Zeit in Deutschland ist und ich ihn jetzt schon riesig vermisse. (Mal schauen, ob er bis zum Ende dieses Blogeintrags liest ;) Nachtrag: macht er, macht er ;)))

10.06.2014

Rigoletto

Als ich am ersten Abend allein in Brüssel durch die Straßen schlenderte, strömten kurz vor 20 Uhr jede Menge Menschen in ein Gebäude. Aha, das Opernhaus von Brüssel.
Foto: Das Opernhaus in Brüssel
Es gab Rigoletto und genau noch EINE Karte, die reserviert war, aber nicht abgeholt wurde. Und da sass ich also 5 Minuten später in einem wunderschönen Opernhaus, in einer wunderbaren Inszenierung (modern, mit Tanz, tolle Stimmen und Akustik) und war komplett überwältigt von allem, inklusive den schönen Erinnerungen an unsere früheren Berliner Opernbesuchen als wir klein waren. Neben mir saß eine amerikanische Reise-Journalistin, genauso überwältigt und der Meinung, SIE hätte die letzte Karte vor 4 Wochen erstanden und die deshalb ihren Aufenthalt in Brüssel verlängert hatte. Gesunden wurde auf Italienisch mit französischen und flämischen Übertiteln, was die amerikanische Journalisten veranlasste, mich immer mal zu fragen, ob ich verstehe was da passiert (das Progammheft, das sie sich extra gekauft hatte, war nicht auf Englisch. Na so was, aber warum auch?!) Psssssst, machte es hinter uns.
Foto: Rigoletto

Der Zusammenfassung von Hans Reul vom Bayerischen Rundfunk ist nichts hinzuzufügen http://brf.be/musik/grossartige-rigoletto-premiere: Wer kennt sie nicht die Geschichte des buckligen Hofnarren Rigoletto, der seinem Dienstherren, dem Herzog von Mantua die jungen hübschen Frauen zum Liebesspiel zuführt und sich über die gehörnten Ehemänner lustig macht, bis, ja, bis der Herzog sich an Rigolettos Tochter Gilda ran macht und auch sie seinem Reiz erliegt. Rigoletto sieht nur eine Möglichkeit, Gildas Ehre und auch seinen eigenen Stolz zu retten: Ein Auftragsmörder soll den Herzog töten, aber Gilda selbst geht für den Herzog in den Tod. Damit erfüllt sich der Fluch, la maledezione, mit dem Rigoletto belegt worden war.

Der Regisseur Robert Carsen verlegt die Handlung in eine Zirkusmanege, eine Metamorphose, die zum einen dem tieferen Sinn der Geschichte gerecht wird und Carsen zum anderen die Möglichkeit zu beeindruckenden Bildern gibt. Seien es die Akrobaten, die bei der vermeintlichen Entführung einer Comtessa virtuos an der Leiter turnen oder die spärlich bekleideten Gespielinnen des Herzogs, die gleich zum Auftakt der Oper wie Raubkatzen den Dompteur umgarnen oder – besonders eindringlich – Gilda auf einer Schaukel mehrere Meter über dem Abgrund schwebend, ihre Liebe besingt.

Alles Bilder, die stimmig und treffend sind. Ganz zu schweigen von der Schlussszene, als Rigoletto bemerkt, dass nicht der Herzog, sondern eben seine Tochter Gilda getötet wurde und sie wohl mit ihrer Mutter im Tod eins wird, die rasend schnell aus einem Tuch von der Bühnendecke zu Boden herunter wirbelt.

Das ist phantasievolles Musiktheater, das uns eine tragische Geschichte näher bringt. Carsen stehen aber auch eindrucksvolle Protagonisten zur Umsetzung der Geschichte zur Verfügung. Dabei musste Donnerstag am Premierenabend kurzfristig die komplette sogenannte Zweitbesetzung einspringen. Wer wagt es, hier überhaupt von einer Zweitbesetzung zu sprechen? Nein, die drei Hauptpartien konnte man sich mit kaum adäquateren Interpreten wünschen: Arturo Chacon-Cruz sang mit sehr virilem Tenor einen Herzog von Mantua, dem man den Spaß an der Verführung und auch seinen Erfolg bei den Frauen sofort abnahm, Anne-Catherine Gillet war eine wunderbare Gilda.
I can not agree more.

09.06.2014

chocolatier

Jean Neuhaus gilt als Erfinder der Praline als er vor 100 Jahren einen mit Butter und Sahne gefüllten Schokoladenkonfekt herstellte. Der süße Fortschritt geschah im Keller der kleinen "Confiserie et Chocolaterie" in der Galerie de la Reine 23, eine der ersten überdachten Einkaufspassagen Europas. Seitdem zählen Pralinen und Schokolade zur Lebenskultur der Belgier.
Foto: Belgische Chocolatiers




Neben den großen Marken wie Neuhaus, Godiva und Leonidas pflegen heute noch mehr als 400 Chocolatiers in Belgien die handwerkliche Tradition www.spiegel.de/chocolatiers-in-belgien. Und man wird wirklich angesteckt von der 'Schokomania'. Die Kekse von Maison Dandoy sind allerdings auch sehr zu empfehlen inkl. Verpackung und Vermarktung www.maisondandoy.com. Der einzige nicht-belgische Laden von Maison Dandoy befindet sich übrigens in Tokio.
Foto: Maison Dandoy

08.06.2014

We love comics

Auch eine Belgische Eigenart: die Liebe zu Comics, die sich überall im Stadtbild zeigt.
Foto: Comic Streetart 1

Foto: Comic Streetart 2

07.06.2014

2,5 days in Brussels

Meine letzte Dienstreise im Mai ging nicht nach Wolfsburg, sondern Brüssel und Berlin. Ich war ganz begeistert von Brüssel. Nun ja, das Wetter spielte definitiv eine entscheidende Rolle, aber die Stadt fühlte sich so herrlich europäisch an: alte Fassaden, große Plätze, Kirchen, Traditionen (insb. Pralinen, Bier und Waffeln) und Menschen mit guter Laune, weil die lang ersehnte Sonne schien.
Foto: Brüssel, can the sky be any bluer?
Foto: Kathedrale, so Europe!
JTEBS durch eine Stadtführung: Belgier mögen es individuell - tatsächlich gleicht kein Haus dem anderen.
Foto: Stadtführung durch Brüssel