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15.02.2022

9 Jahre

Heute vor 9 Jahren habe ich diesen fast täglichen Blog in Sydney gestartet, lange genug, um ihn nun ausklingen zu lassen bzw. nur noch sporadisch, Blogeinträge zu schreiben. 
Von Reiseberichten, Auslandserfahrungen, Rechercheergebnisse, Mini-Momenten (a la Instagram) und ausgedachte China-Geschichten war alles dabei. Es hat mir viel Spaß gemacht, euch damit regelmäßig auf dem Laufenden zu halten. Jetzt bin ich wieder ein ‚Boxfisch‘ in Deutschland und gespannt, was als nächstes kommt.



31.10.2014

Dringend

Seit längerem erfreue ich mich daran, dass Piktogramme für öffentliche Toiletten als Teil der Corporate Identity in das Gesamterscheinungsbild einbezogen werden und immer häufiger mit viel Kreativität gestaltet werden. Wer hätte gedacht, dass eines meiner Favoriten gleich aus Kuala Lumpur kommt.
Foto: Toilette für dringende Bedürfnisse
Wäre ich im Sabbatical würde ich glatt mal eine kleine Fotoserie hierzu starten und dabei an meinen Fotokurs in Sydney denken.

22.01.2014

Urbanes Häkeln

Seit kurzem finden sich immer mehr umhäkelte Geländer, Pfeiler, Pfosten in Hong Kongs Stadtbild. Erst hatte ich gedacht, sie gehören zu Geschäftsdekorationen, aber es wurden immer mehr. Grund genug, sich mal JTEBS zu machen.
Foto: Urban Knitting (und kaligraphische Neujahrsgrüße auf Bestellung, Bild oben) 

Esther Poon, local textile artist, macht auf sich aufmerksam www.facebook.com/Knitter.esther. Diese Art der Kunst ist zwar nicht mehr ganz neu und hat inzwischen auch schon vielfältige Begriffe (yarn bombing, was ich mal mit 'Wollinversion' übersetzen würde, yarn storming, guerilla knitting, urban knitting http://hongwrong.com/yarn-bombing-hong-kong/), aber mir gefällt's trotzdem, denn es macht die Stadt bunter und lustiger. Und jeder, der mal einen 'Pferdeohrenfliegenschutz' für die Nichte oder Eier-Hüte für den DU roomie gehäkelt hat (Auszeit lässt grüßen!) weiß, wie viel Arbeit in einem ganzen Geländer stecken muss.
Foto: Häkelwork 2011

30.04.2013

Die Spezie der 'Unterbrecher'

Mindestens 40% träumen davon, aber nur ca. 4% machen es. Harpe Kerkeling hat es gemacht, 'war dann mal weg' und hat ein Buch darüber geschrieben. Pep Guardiola, der designierte FC Bayern München Trainer, macht es gerade in New York, wo er hingezogen ist nachdem er seinen Trainerjob beim FC Barcelona 2012 an den Nagel gehängt hat. Jetzt genießt er das Bildungs- und Kulturangebot der Stadt, besucht Vorlesungen an der Columbio-Universität, geht mit Woody Allen essen und hat endlich mal wieder Zeit für sich, seine Frau und Kinder. www.zeit.de/2013/FC-Bayern-Trainer-Pep-Guardiola, www.sueddeutsche.de/karriere/sabbatical-raus-aus-der-muehle, www.handelsblatt.com/sabbatical-wenn-die-auszeit-die-karriere-befluegelt

Das Sabbatical wird langsam salonfähig. Kein Wunder: es ist einfach eine wunderbare Zeit der Selbstbestimmung, voller neuer Ideen, Inspiration und Tatendrang. Und wer glaubt, 2 Jahre sind ganz schön lang: forget it - sie sind genauso schnell vergangen wie eure letzten zwei ;)
Foto: New Beetle Turbo Anzeige 2004

Und da stimmt es mich froh zu hören, dass zunehmend mehr Fach- und Führungskräfte den Wunsch nach flexibleren Arbeits- und Auszeiten haben, was eine Studie der Unternehmensberatung Bain&Company zeigt. Bisher mangelt es zwar oft an sichtbarer Unterstützung der oberen Führungsebenen und die Angst vor dem Karriere-Aus dominiert (noch). So gaben 86% der Befragten in der Studie an, dass die Unterstützung seitens der Führungsspitze ein ausschlaggebendes Kriterium für sie ist, flexible Arbeitszeitangebote zu nutzen. Wird dies getan, steigen Loyalität, Arbeitszufriedenheit und Bindung erheblich (bei Männern um 25%, bei Frauen sogar um 40%). Die Studie bescheinigt auch: in Deutschland gibt es einen großen Nachholbedarf, wenn es um flexible Arbeitszeitmodelle für Fach- und Führungskräfte geht, dabei wird der Gruppe der sogenannten 'Unterbrecher' bescheinigt, dass sie gereift und kreativer zurückkehren. Na, da schau'n wir mal ;)))
www.presseportal.de/bain-studie-zu-flexiblen-arbeitszeitmodellen
Diese Woche geht es bei mir wieder los in Wolfsburg. Ich kann bestätigen, dass es interessante Jobangebote gab, die in der Tat keinen Karriereknick bedeutet hätten und statt kritisch über Beweggründe für die Auszeit befragt zu werden, kommen eher alle ins Träumen, wenn ich von meinem Sabbatical erzähle.
Für uns soll es aber am liebsten gleich weiter ins Ausland/nach Asien gehen, sehr wahrscheinlich schon im Juni. Will keep you (blog)posted.

15.02.2013

Reisender Fisch


Let's get started: Dieser Blog setzt das Reisetagebuch Boxfish goes sabbatical fort, das in der Zeit meines 2jährigen Sabbaticals entstand. Aber weil es jetzt bald wieder Boxfish goes back to work heißt, muss etwas Anderes her: ‚Jeden Tag ein bisschen schlauer’ stolpert über tägliche Dinge und Fragen, die beantwortet werden wollen.

Was ist ein Boxfish? Im Deutschen: Kofferfisch. Lustig (weil kantig) kleiner Einzelgänger oder 'Paarschwimmer', der sich hubschrauberähnlich fortbewegt d.h. sich auch im Kreis drehen kann.
Foto: Pulau Sipadan 2010