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15.07.2019

Räucherstäbchen

Buddhistische Tempel sind zentrale Gebetsorte. Gongs, Trommeln, Gemurmel der Mantras ziehen zusammen mit dem Duft von Räucherstäbchen durch die Anlagen. Gerade am Eingang sieht man Menschen, Räucherstäbchen kaufen, anzünden und sich in alle Richtungen verbeugen.
Foto: Tempel Impression
Wie macht man das so mit den Räucherstäbchen? 
https://www.bambooblog.de/2017/08/08/vor-buddha/ Es gibt sie immer in größeren Bündeln. Davon nimmst Du drei und zündest diese an den überall vorhandenen Kerzen an. Die Stäbchen sollen glühen aber nicht in Flammen stehen. Wenn die Flammen nicht von alleine ausgehen, schüttelst Du die Stäbchen kurz. Dann glühen nur noch die Spitzen und eine dünne Rauchfahne verbreitet ihren Duft. 

Dann nimmst Du die rauchenden Stäbchen in die respektvoll zusammengeführten Hände und hebst sie so hoch, dass die glühenden Spitzen über dem Kopf sind. Nun wendest Du Dich zuerst dem Altar zu und verbeugst Dich leicht. Danach drehst Du Dich in alle Himmelsrichtungen und verbeugst Dich jeweils. Auch den Himmel solltest Du nicht vergessen: also kurz nach oben strecken und auch in die Tiefe sich verneigen. Damit hast Du Deine Wünsche allen Himmelsrichtungen mitgeteilt.

Die Räucherstäbchen steckst Du anschließend in das Bronzebecken mit dem Sand. Dies kannst Du vor jeder Halle wiederholen, das heißt überall dort, wo so ein Bronzebecken bzw. ein Altar steht. Es reicht aber auch aus, wenn Du das nur vor der Haupthalle machst. Aber manchmal hat man ja einen Lieblingsbuddha, an den man sich mit einem besonderen Gebet wenden möchte. Wenn nach all den Ritualen noch Räucherstäbchen übrig sind, kannst Du sie auf den Altar oder neben den Bronzekessel legen.

13.07.2019

golden

Der Jing’an-Tempel (übersetzt „Tempel des Friedens und der Ruhe“) ist ein buddhistischer Tempel direkt an der Hochstrasse, die ich jeden Tag entlang fahre und den man nicht übersehen kann, denn die goldenen Dächer glänzen toll im sonst eher grau-in-grauem Städte-Meer. Er ist einer der 3 bedeutendsten buddhistischen Sakralbauten in China. Besuchen kann man den Jing'an Temple täglich von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr - zumindest am Wochenende ist dann nicht allzu viel von "Frieden und Ruhe" zu spüren, denn wir Besucher sind da.
Foto: morgens noch Ruhe
Foto: goldene Dächer
Erbaut wurde der Temple im Jahr 247 nach Christus, damals jedoch noch an anderer Stelle. Wegen Überschwemmungen wurde er an seinen heutigen Standort verlegt. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts brannte er nieder, wurde aber originalgetreu wieder aufgebaut und ist wirklich ein goldenes Highlight (besonders in der Nacht funkeln die Dächer) umgeben von Hochhäusern, wenn ich abends nach Hause fahre. Hier wird es im Sommer um 19 Uhr dunkel (Sonnenaufgang ist gegen 5 Uhr).

23.11.2018

Longhua Tempel

Schon von weitem sieht man die Pagode des Longhua Tempel, wenn man aus der U-Bahn kommt. Sie ist aus dem Jahre 97, krumm und schief - und scheinbar pilgert man mehrere Runden um sie herum, bevor man die Tempelanlage betritt. Der Tempel besteht aus fünf Hallen und jeder Menge orange gekleideter Mönche.
Foto: Longhua Pagode
Foto: Longhua Tempel
Es ist wohl die schönste Tempelanlage in Shanghai. Die Pagode steht vor dem Haupttor. Der vermutlich im 3. Jh. n. Chr. gegründete Tempel, der im 15. und 19. Jh. neu aufgebaut und 2003 renoviert wurde, war während der Kulturrevolution geschlossen. Keine der ursprünglichen Statuen hat die Zerstörungswut der Roten Garden überlebt. Der „Tempel der Drachenblume“ beherbergt über 80 Mönche. www.china-park.de/longhua-tempel

Nebenan gibt es den Märtyrerpark - ein ideologisches Kontrastprogramm zum Tempel, aber mit ein paar Bänken in der Anlage, so dass wir den Oktober-Sonnenschein nutzen konnten. Skulpturen im Stil des sozialistischen Realismus und eine futuristische Mausoleumspyramide erinnern an die Opfer eines Massakers von 1927. Die Truppen Chiang Kai-Sheks richteten mit Unterstützung der Geschäfts- und Unterwelt Shanghais ein Massaker an, dem schätzungsweise 5000 streikende Arbeiter und Kommunisten zum Opfer fielen. Daraufhin floh die Kommunistische Partei aus der Stadt und begann, die Macht nicht über die Mobilisierung des Industrieproletariats, sondern durch die Unterstützung der Bauern zu erobern.
Foto: Kontrastprogramm Mausoleumspyramide und Tempel

30.10.2017

Naksansa

Naksansa oder Naksan-Tempel ist ein buddhistischer Tempelkomplex auf halber Strecke zwischen Sokcho und Yangyang gelegen und mit tollem Blick über das Meer. Der Tempel wurde 671 n. Chr. erbaut und weist bedeutende Kunstschätze auf, seit 1977 dominiert allerdings die 15 m hohen Granitstatue der Göttin der Barmherzigkeit Haesugwaneumsang die Tempel Impressionen.
Foto: Naksansa


Der Tempelkomplex wurde am 5. April 2005 durch einen Waldbrand weitgehend zerstört. Die Tempelglocke aus dem 15. Jahrhundert schmolz. Wie nach früheren Zerstörungen (durch die Mongolen im 13. Jahrhundert und ab 1953 nach dem Koreakrieg) wurde Naksansa weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut.
Foto: Naksansa

29.09.2016

Goldener Pavillon

In Kyoto wird kulturell wirklich so viel geboten, dass es schwer fällt zu entscheiden, was man sich an nur einem Wochenende anschauen kann. Weil die Stadt im 2. Weltkrieg von Angriffen verschont blieb, ist sie und ihre Umgebung eine wahre Schatzkiste an Sehenswürdigkeiten.
Im Norden der Stadt steht wohl einer der bekanntesten Tempel der Welt, der Kinkakuji Tempel (goldener Tempel oder Pavillon) www.nachjapanreisen.de/kyoto.
Foto: Goldener Pavillon
Der Goldene Pavillon ist ein Zen-Tempel, dessen obere zwei Stockwerke vollständig mit Blattgold überzogen sind. Ursprünglich war der Tempel (offizielle Bezeichnung: Rokuonji) der Alterswohnsitz eines Shoguns namens Yoshimitsu. Nach dessen Tod 1408 wurde er gemäß seinem Wunsch in einen Zen-Tempel der Rinzai-Sekte umgewandelt. Der vor einem großen Teich gelegene Pavillon ist das einzige noch erhaltene Gebäude aus dem ehemaligen Wohnkomplex von Yoshimitsu. Die Anlage brannte im Lauf der Jahrhunderte mehrfach nieder - zuletzt wurde das Gebäude 1950 von einem fanatischen Mönch in Brand gesteckt. Der aktuelle Bau stammt aus dem Jahr 1955.
Foto: Viele Menschen und beeindruckende Eintrittskarte auf japanischem Papier

Und obwohl jede Menge Touristen mit uns auf dem Gelände waren, konnte man auf dem Rundweg durch die Tempelgärten, die noch so wie zu Yoshimitsus Lebzeiten gestaltet sind, die Ruhe spüren. Zu den Sehenswürdigkeiten der Tempelgärten zählen der Anmintaku-Teich, der angeblich nie austrocknet, und einige Glücksbringer-Statuen, die von Besuchern mit Münzen beworfen werden www.de.jal.com//guidetojapan/kinkakuji. Ha, bei mir ein Wurf, ein Treffer...und dann schnell weg, denn mehr Glück kann es nicht geben.

25.09.2016

Dabotap Pagode

Bulguksa ist ein buddhistischer Tempel in der Nähe der Stadt Gyeongju, der ehemaligen Hauptstadt des Silla-Königreiches. Der Tempel gilt als Meisterwerk der buddhistischen Kunst im Silla-Königreich und beheimatet mehrere Nationalschätze darunter die Dabotap Pagode. 
Foto: Bewunderer des Bulguksa Tempels, im Hintergrund die Dabotap Pagode
Die außergewöhnliche Pagode, Koreas Nationalschatz Nr. 20, ist ca. 10m hoch und zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Kunstwerken der Welt. Der unterste Teil der Pagode wird durch einen Quader gebildet, welcher das irdische Yin-Prinzip verkörpert. Auf ihn führen vier neunstufige Treppen. Auf dem Quader stehen vier massive Eckpfeiler und ein zentraler Herzpfeiler. Diese stützen eine quadratische Dachplatte mit Zaun. Über dieser Dachplatte geht die Pagode in eine komplizierte achteckige Bekrönung über. Das Achteck symbolisiert dabei den Kreis, welcher das himmlische Yang-Prinzip verkörpert www.asien-zuhause/Korea/Gyeongju.
Die Dabotap-Pagode ist auf der aktuellen 10-Won-Münze abgebildet, die ungefaehr 5 Cent Stück gross ist.
Foto: 10 Won Münze

24.09.2016

불국사 Bulguksa Tempel

Der Bulguksa Tempel befindet sich etwa 16 Kilometer entfernt von der Stadt Gyeongju (30min Busfahrt mit Nr 10 oder 11) Er gilt bis in die heutige Zeit als eines der bedeutendsten und wichtigsten buddhistischen Bauwerke in Südkorea und weltweit. Der Name Bulguksa bedeutet „Tempel des Buddha-Reiches“.
Foto: Bulguksa Tempel
Er wurde bereits im Jahr 535 n. Chr. erbaut als Gyeongju Hauptstadt des ehemaligen Silla-Königreiches war. Leider wurde der Bulguksa Tempel während einiger Kriege fast vollkommen zerstört und erst zum Ende des 20. Jahrhunderts wieder vollständig neu aufgebaut. Bei Ausgrabungen wurden zahlreiche im Original erhaltene Überreste der ursprünglichen Tempelanlage freigelegt, so dass heute die Anlage des Tempels in ihrer ursprünglichen Form besichtigt werden kann.
Die letzte umfassende Renovierung fand in den Jahren 1969 bis 1973 statt, wobei die originalen Steinkonstruktionen erhalten werden konnten. Der Bulguksa-Tempel und die dazu gehörige Sokkuram-Grotte wurden daraufhin 1995 in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen. Der Tempel beheimatet 7 Nationalschätze Südkoreas: zwei Steinpagoden, zwei Treppenanlagen, zwei vergoldete Buddhastatuen und einen Reliquienbehälter www.die-koreareise.de/korea-gyeongju/bulguksa-tempel
Foto: Bulguksa Tempel Impressionen



18.05.2016

Papierlotus

Besonders begehrt war zu Buddhas Geburtstag das Basteln von bunten Lotusblumen. Pragmatisch: es war schon alles vorbereitet: man musste nur die Farben der Blätter aussuchen und loskleben.
Foto: Gebastelte Lotusblume
Der Lotus ist zentrales Symbol im Hinduismus und Buddhismus. Ihre Wurzeln ruhen im schlammigen Boden, Blätter und Blüten schwimmen auf dem Wasser, das sie nur benetzen, nicht jedoch auf ihr haften kann. Dies macht den Lotus zum Symbol der Reinheit.
Ausserdem steht der Lotus mit der Schöpfung in Beziehung. Er ist Ursprungsort von Gott Brahma. Er ist auch ein Symbol für die Welt: Die vier Blütenblätter entsprechen den vier Himmelsrichtungen u.v.m.... also, eine wirklich bedeutungsvolle Blume www.wissen.de/lexikon/lotus-hinduismusbuddhismus
Foto: Figuren und Lotus aus Papier


17.05.2016

Buddhas Geburtstag (14.5.)

Auch am Wochenende (Samstag) wurde Buddhas Geburtstag gefeiert. Er findet hier nach dem Mondkalender (am 8. Tag des vierten Monats) statt und ist daher ein bewegliches Fest.
Foto: Buddhastatue am Bongeunsa Tempel
10-15 Mio. Menschen in Korea sind aktive Buddhisten. Farbenfroh und voll ging es am Samstag in allen Tempeln zu. Es wurde gepicknickt, gebetet und jede Menge an kleinen Ständen gebastelt und verkauft.
Foto: Papierlaternen mit Wunschzetteln

09.08.2015

no shoes

Nicht nur in Moscheen, auch in buddhistischen und hinduistischen Tempeln müssen vor dem Betreten die Schuhe ausgezogen werden. Socken sind dagegen akzeptabel. Es hat nicht immer einen religiösen Hintergrund, manchmal ist es einfach ein hygienischer, wenn zum Gebet niedergekniet wird www.malaysia-reisetipps.de/verhaltensregeln. Sehen sie nicht schick aus, die beiden?
Foto: no shoes

17.05.2015

Thean Hou Tempel

Der Thean Hou Tempel ist einer der größten chinesischen Tempel in Südostasien, auf 4 Ebenen verteilt mit Fernblick auf den KL Fernsehturm und die Spitzen der Petronas Towers. Er ist ein Tempel der Hainan Chinesen ('Hainanesen'), weshalb dort regelmäßige Veranstaltungen wie z. B. Wahlveranstaltungen dieser Bevölkerungsgruppe stattfinden. Ebene 2 und 3 werden für Hochzeiten (Registrierung, Bankette) genutzt http://kuala-lumpur.attractionsinmalaysia.com/Thean-Hou-temple.
Foto: Thean Hou Tempel

JTEBS werden kann man dort natürlich auch z. B. über die Eigenschaften des aktuellen chinesischen Tierzeichen: Schaf, Ziege oder Steinbock. Alles nur super Eigenschaften wie man sieht ;)
Foto: Eigenschaften des Steinbocks